Spatenstich für Neubau der Luftrettungsstation am Nürburgring

03.11.2026

Mit einem symbolischen Spatenstich ist am Freitag, 30. Oktober 2026, der Startschuss für den Neubau der Johanniter-Luftrettungsstation am Nürburgring gefallen. Die Johanniter investieren in einen modernen Funktionsbau mit Hubschrauberhangar sowie Arbeits- und Aufenthaltsbereichen für die Besatzungen. Bestandteil des Vorhabens ist zudem ein neuer Landeplatz, der für Starts und Landungen bei Tag und Nacht ausgelegt wird. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Der Neubau knüpft an die langfristige Partnerschaft mit dem Nürburgring an, deren Fortsetzung bereits im Juni 2024 vertraglich für weitere 30 Jahre gesichert wurde.

Seit mehr als zehn Jahren ist die Johanniter Luftrettung am Nürburgring beheimatet und fester Bestandteil der medizinischen Infrastruktur. In enger Zusammenarbeit mit dem Nürburgring Medical Center und weiteren Rettungsorganisationen trägt sie zur Absicherung des täglichen Rennstreckenbetriebs und der zahlreichen Großveranstaltungen bei. Zugleich hat sich der Nürburgring mit der Luftrettung und seinem Medical Center zu einem wichtigen medizinischen Standort für die gesamte Region entwickelt. Die hier stationierte Luftrettung ergänzt die bestehenden Rettungsstrukturen subsidiär, insbesondere wenn andere Rettungsmittel bereits gebunden oder ausgeschöpft sind. Gerade im ländlichen Raum mit seinen großen Entfernungen und langen Fahrzeiten leistet sie damit einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Notfallversorgung weit über die Eifel hinaus.

Beim symbolischen Spatenstich unterstrichen Vertreter des Nürburgrings, der Johanniter Luftrettung und der Region aus unterschiedlichen Perspektiven die Bedeutung des Standortes und die Chancen, die sich mit dem Neubau für die Zukunft eröffnen:

Ingo Böder, Geschäftsführer der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG
„Sicherheit ist eine der wesentlichen Grundlagen für den Betrieb des Nürburgrings mit all seinen Facetten. Ob bei internationalen Motorsportveranstaltungen, großen Festivals oder im täglichen Betrieb: Wir brauchen eine leistungsfähige medizinische Infrastruktur und Partner, auf die wir uns jederzeit verlassen können. Die Zusammenarbeit mit den Johannitern ist für uns deshalb nicht nur notwendig, sondern ausdrücklich gewollt. Gemeinsam mit dem Nürburgring Medical Center und weiteren Rettungsorganisationen ist hier über viele Jahre eine medizinische Infrastruktur gewachsen, die weit über die Absicherung unserer Veranstaltungen hinausreicht. Der Nürburgring übernimmt damit auch eine wichtige Funktion für die medizinische Versorgung der gesamten Region. Dass die Johanniter sich langfristig zu diesem Standort bekennen, freut uns sehr. Wir haben diese Entwicklung von Anfang an unterstützt und werden auch die Umsetzung des Neubaus eng begleiten.“

Frank Zabell, Mitglied der Geschäftsführung der Johanniter Luftrettung
„Mit der Verlängerung unserer Zusammenarbeit um weitere 30 Jahre haben wir vor zwei Jahren gemeinsam mit dem Nürburgring eine langfristige Perspektive geschaffen. Die Investition in eine neue Luftrettungsstation im Herzen dieser Rennstrecke ist für uns die logische Konsequenz daraus. Mit einem modernen Funktionsbau, einem festen Hubschrauberhangar und zeitgemäßen Arbeits- und Aufenthaltsräumen investieren wir in eine Infrastruktur, die den Anforderungen des Luftrettungsbetriebs gerecht wird. Für uns ist das auch ein Ausdruck der Wertschätzung gegenüber unseren medizinischen und fliegerischen Besatzungen, die hier täglich große Verantwortung tragen und hervorragende Arbeit leisten. Auch der neue Landeplatz, der für Starts und Landungen bei Tag und Nacht ausgelegt wird, eröffnet uns wichtige Perspektiven für die weitere Entwicklung des Standortes. Wir sind in der Region fest verwurzelt und freuen uns, diesen Standort gemeinsam mit unseren Partnern weiterzuentwickeln.“

Horst Gies, Erster Beigeordneter des Kreises Ahrweiler
„Die medizinische Notfallversorgung muss auch dort zuverlässig funktionieren, wo die Wege weit und die Entfernungen zu den nächsten Kliniken groß sind. Gerade in der Eifel und den angrenzenden Mittelgebirgsregionen ist die Luftrettung deshalb ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Infrastruktur. Vom Nürburgring aus reicht das Einsatzgebiet bis in den Westerwald, den Hunsrück und den Taunus. Dabei endet die medizinische Hilfe nicht an Kreis- oder Landesgrenzen. Der Standort hat damit eine Bedeutung, die weit über den Kreis Ahrweiler hinausgeht. Dass die Johanniter hier langfristig investieren, stärkt eine Infrastruktur, auf die Menschen in einem großen Teil unserer Region angewiesen sein können.“

Guido Nisius, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau
„Die Schließung des Krankenhauses in Adenau vor rund zweieinhalb Jahren hat uns noch einmal deutlich vor Augen geführt, wie schwierig die medizinische Versorgung im ländlichen Raum geworden ist. Wir haben große Entfernungen zu den nächsten Kliniken. Wenn ein Rettungswagen oder der Notarzt über längere Zeit unterwegs ist, sind diese Rettungsmittel entsprechend gebunden. In solchen Situationen ist die Luftrettung eine enorm wichtige Ergänzung der bestehenden Strukturen. Gemeinsam mit dem Nürburgring Medical Center ist hier eine medizinische Infrastruktur entstanden, die für unsere Verbandsgemeinde von unschätzbarem Wert ist. Deshalb bin ich den Johannitern sehr dankbar, dass sie diesen Standort seit mehr als zehn Jahren betreiben und mit dem Neubau ein klares Zeichen für seine Zukunft setzen.“