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19 April, Sonntag

Fünf Marken unter den Top 5: Audi-Erfolg und Tausendstel-Krimi am Nürburgring

Beim fünften Rennen der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie sicherte sich das Team Scherer Sport PHX den Gesamtsieg. Im Audi R8 LMS GT3 evo II fuhren Christopher Haase, Alexander Sims und Ben Green nach 28 Runden auf Platz eins über die Ziellinie. Auf dem zweiten Rang folgte der Lamborghini Huracan GT3 EVO2 vom Red Bull Team ABT mit den Fahrern Luca Engstler, Mirko Bortolotti und Patric...
Fünf Marken unter den Top 5: Audi-Erfolg und Tausendstel-Krimi am Nürburgring

19.04.2026

Beim fünften Rennen der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie sicherte sich das Team Scherer Sport PHX den Gesamtsieg. Im Audi R8 LMS GT3 evo II fuhren Christopher Haase, Alexander Sims und Ben Green nach 28 Runden auf Platz eins über die Ziellinie. Auf dem zweiten Rang folgte der Lamborghini Huracan GT3 EVO2 vom Red Bull Team ABT mit den Fahrern Luca Engstler, Mirko Bortolotti und Patric Niederhauser. Das Podium komplettierten Thomas Preining und Matt Campbell, die den Porsche 911 GT3 R von Manthey auf Platz drei pilotierten. Die Top 5 wurden durch das Mercedes-AMG Team RAVENOL im Mercedes-AMG GT3 auf Rang vier sowie ROWE RACING im BMW M4 GT3 auf dem fünften Platz abgerundet. Im Top-Qualifying, das beim zweiten Rennen der ADAC 24h Nürburgring Qualifiers über die Startplätze entschied, setzte der Ferrari 296 GT3 Evo26 von REALIZE KONDO RACING with Rinaldi ein Ausrufezeichen: Mit einer Rundenzeit von 8:10,275 Minuten sicherte sich Thierry Vermeulen die Pole-Position. Der Vorsprung war dabei historisch knapp: Nur eine einzige Tausendstelsekunde trennte ihn vom zweitplatzierten BMW M4 GT3 von Gamota Racing (8:10,276 Min.). Startfahrer Dennis Marschall konnte die Spitzenposition nach dem Erlöschen der Ampeln zunächst behaupten und kämpfte in der Spitzengruppe, doch das Schicksal schlug nach rund 40 Minuten gnadenlos zu. Bei einem Überholvorgang ausgangs Brünnchen kollidierte der Ferrari mit einem zu überrundenden Fahrzeug und strandete im Kiesbett. In der ersten Rennhälfte lebte an der Spitze des Feldes zudem der packende Zweikampf zwischen Christopher Haase im Scherer-Audi und Max Verstappen im Mercedes-AMG GT3 erneut auf, der wie ein direktes Abziehbild ihres Duells von NLS2 wirkte. Haase genoss den erneut sehr respektvollen Schlagabtausch, räumte jedoch ein, dass er sich diesmal aufgrund mangelnder Balance und Übersteuern bei den kalten Bedingungen deutlich schwerer tat. Auch wenn die Action laut Steve Buschmann, Teammanager von Verstappens Einsatzteam Winward, für ordentlich Adrenalin am Kommandostand sorgte, gab man Verstappen die klare Anweisung „no risk, take it easy“, um die Zielankunft nicht zu gefährden. Nach 90 Minuten steuerte Verstappen jedoch in Führung liegend unplanmäßig die Box an, wo ein Schaden am vorderen Splitter festgestellt wurde. „Wir haben das Auto aus Sicherheitsgründen reingeholt, damit nichts Schlimmeres passiert, und nutzen die restliche Zeit des heutigen Rennens als Testeinsatz“, so Buschmann. Lucas Auer hatte so die Möglichkeit, wertvolle Rennkilometer im dichten Verkehr zu sammeln. Die Freude beim siegreichen Audi-Team war nach dem Erfolg entsprechend groß. Christopher Haase bilanzierte zufrieden: „Ganz wichtig heute war natürlich das Feedback für das 24-Stunden-Rennen. Dass wir am Ende ganz oben stehen, ist ein schöner Bonus, aber die Arbeit am Setup stand im Vordergrund“. Sein Teamkollege Ben Green ergänzte: „Das Auto fühlte sich über die gesamte Distanz konstant an. Wir konnten den Vorsprung in der Schlussphase gut verwalten“. Besonders dramatisch gestaltete sich die Schlussphase im Kampf um den letzten Podiumsplatz. Thomas Preining (#911) und Fabian Schiller (#80) lieferten sich ein rundenlanges, intensives Duell, bei dem die beiden Fahrzeuge oft nur Zentimeter trennten. Schließlich behielt Preining die Oberhand und rettete einen Vorsprung von knapp drei Sekunden über die Ziellinie. Am Mikrofon schilderte Preining den harten Kampf aus seiner Sicht: „Fabian hat alles versucht und war teilweise neben mir, aber ich konnte jedes Mal die Tür zumachen. Es war Racing am absoluten Limit, aber immer fair“. In der SP 9 Pro-Am sicherte sich das Team Schnitzelalm Racing den Klassensieg. Kenneth Heyer, Jay Mo Härtling und Jannes Fittje steuerten den Mercedes-AMG GT3 (#11) auf einen starken achten Platz im Gesamtklassement. In der SP 9 Am-Wertung triumphierte das Team BLACK FALCON Team EAE. Mustafa Mehmet Kaya, Thomas Kiefer, Gabriele Piana und Mike Stursberg zeigten im Porsche 911 GT3 R (#5) eine beeindruckende Konstanz. Nachdem sie bereits im Zeittraining mit einem zehnten Platz geglänzt hatten, konnten sie diese Performance im Rennen bestätigen und den Sieg in ihrer Klasse einfahren. Eine beeindruckende Performance abseits der reinen GT3-Spitzengruppe lieferte zudem die Startnummer 81 ab. Der BMW M3 Touring gewann die Klasse SP-X und kämpfte sich bis auf den hervorragenden siebten Gesamtrang nach vorne und konnte sich damit im Klassement sogar vor zahlreichen reinrassigen GT3-Boliden behaupten. Sven Markert, Edoardo Bugané und Benjamin Albers vom Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels (Sieger der Klasse BMW M240i) sowie Oskar Sandberg und Alexander Fielenbach von Smyrlis Racing (Sieger der Klasse Cup 3) gehen nach fünf von zehn Saisonennen als Halbzeitmeister in eine kurze NLS-Pause bis Juni. Das NLS-Reglement sieht vor, dass ein Streichresultat erst ab neun durchgeführten Rennen angerechnet wird, bei zehn Rennen derer zwei. Da das Auftaktrennen witterungsbedingt nicht gestartet werden konnte und auch der vierte Wertungslauf am Samstag abgebrochen wurde, kommt die Saison auf insgesamt acht gewertete Rennen. Damit gibt es in diesem Jahr kein Streichergebnis mehr und jedes Resultat geht ohne Abzug in die Endabrechnung der Fahrerwertung ein. Beide Teams haben bei allen bisherigen Veranstaltungen die volle Punktzahl eingefahren und führen die Tabelle daher zur Saisonmitte gemeinsam an. Trotz aller sportlichen Höhepunkte stand der Sonntag im Zeichen der Trauer um Juha Miettinen. Der finnische Pilot war am Samstag bei einer Massenkollision in der Startphase des ersten Laufs in seinem BMW 325i (#121) tödlich verunglückt. Vor dem Start am Sonntag vereinte eine hochemotionale Schweigeminute die Fahrer, Teams und Fans in der Startaufstellung. Der Nürburger Pfarrer Klaus Kohns fand in seiner Ansprache bewegende Worte: „Vielleicht ist das die wichtigste Botschaft, die wir mitnehmen können aus diesen Tagen: Dass wir zusammengehören und füreinander da sind – gerade in der Not“. Es war ein Moment der tiefen Solidarität, der die Motorsport-Gemeinschaft rund um den Nürburgring eng zusammenrücken ließ und daran erinnerte, dass die menschliche Verbundenheit in solch dunklen Stunden weit über den sportlichen Wettbewerb hinausgeht. Die Qualifiers waren die Generalprobe für die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring vom 14. bis 17. Mai, bei denen die NLS-Teams einen Großteil des Starterfelds stellen. Die 1. ADAC Eifel Trophy eröffnet am 20. Juni die zweite Saisonhälfte in der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie.

Bulletin der Rennleitung: ADAC RAVENOL 24h Nürburgring

18.04.2026

Statement der ADAC RAVENOL 24h Nürburgring: Beim ersten Rennen der ADAC 24h Nürburgring Qualifiers (18. April 2026) gab es in der Startphase einen schweren Unfall mit sieben beteiligten Teilnehmern. Nach der Kollision mehrerer Fahrzeuge unterbrach die Rennleitung den Lauf unverzüglich um die umfangreichen Bergungs- und Rettungsmaßnahmen zu ermöglichen. Trotz der unmittelbar eintreffenden Hilfe konnten die Notfallmediziner nach der erfolgten Bergung aus dem Fahrzeug den beteiligten Pilot Juha Miettinen (BMW 325i, #121) nicht retten, der Fahrer verstarb im Medical Center, nachdem alle Reanimationsversuche erfolglos blieben. Die weiteren beteiligten sechs Piloten wurden zur vorsorglichen Untersuchung in das Medical Center sowie umliegende Krankenhäuser gebracht. Es besteht für keinen der Verletzten Lebensgefahr. Das Rennen wird am Samstagabend nicht wieder aufgenommen. Die Gedanken aller Beteiligten bei den 24h Nürburgring sind bei den Hinterbliebenen von Juha Miettinen. Im Rahmen der Startaufstellung für das Sonntagsrennen um 13:00 Uhr wird es eine Gedenkminute für den verstorbenen Motorsportler geben. Samstag, 18. April 2026, 20:00 Uhr

NLS | Schlag auf Schlag: Der erste Double-Header des Jahres

15.04.2026

In der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie gibt es keine Zeit zu Verschnaufen. Nur eine Woche nach dem dritten Lauf steht mit den ADAC 24h Nürburgring Qualifiers (17.-19. April) die Rennen vier und fünf auf dem Programm. Der Prolog zu den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring zählt zum dritten Mal in Folge zur Wertung des traditionsreichen Nordschleifen Championats. Angeführt von Max Verstappen gehen nicht weniger als 37 GT3-Boliden an den Start und versprechen packenden Sport in der Grünen Hölle. Dabei steigen langjährige NLS-Piloten in die höchste Kategorie auf und auch im Mittelfeld gibt es einige Neuigkeiten. Die Rennen werden am Samstag und Sonntag im Livestream auf dem NLS-YouTube-Kanal übertragen. Nicht weniger als 37 GT3-Fahrzeuge sind bei den Qualifiers mit von der Partie. Hinzu kommt der BMW M3 Touring 24h in der Klasse SP-X. In der Teilnehmerliste sticht ein Name erneut hervor, der internationale Aufmerksamkeit verspricht: Max Verstappen. Der vierfache Formel-1-Weltmeister kehrt nach einem Rennen Pause auf die Nürburgring-Nordschleife zurück. Im Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team Verstappen Racing wechselt er sich diesmal mit Lucas Auer ab. Debütanten in der SP9 sind bei den Rennen vier und fünf der BMW Z4 GT3 von Saugmotoren Motorsport | 3M, ein Mercedes-AMG GT3 von SR Motorsport by Schnitzelalm, ein McLaren 720s-GT3 von Dörr Motorsport sowie drei Porsche 911 GT3 R, die von PK Motorsport – Lionspeed e.K., High Class Racing und Mühlner Motorsport powered by H&R eingesetzt werden. NLS-Routiniers feiern GT3-PremiereZwei langjährige NLS-Piloten feiern bei den Qualifiers ihre GT3-Premiere: Maik Rönnefarth und Tobias Wahl. Zusammen mit Maxime Dumarey und Marek Böckmann wechseln sie sich im Aston Martin Vantage AMR GT3 ab. „Ich bin mein elftes Jahr in der NLS am Start und bin zehn Jahre GT4 gefahren, daher ist der Wechsel in die GT3-Klasse nun eine logische Konsequenz“, sagt Wahl. „Letztes Jahr hatte ich ja viel Pech und konnte nicht zusammen mit Nick Wüstenhaben und Ranko Mijatovic den Titel holen, weil ich mir einen Schlüsselbeinbruch zugezogen hatte. Jetzt freue ich mich umso mehr auf das Abenteuer mit PROsport. Der Aston Martin hat sich für mich beim Test von Beginn an sehr gut angefühlt. Ich war überrascht, wie gut das Feedback ist, das man als Fahrer spürt. Man kann mit ihm viel präziser und genauer fahren und die Aerodynamik ist grandios. Ich konnte recht schnell eine 8:11 Minuten Runde fahren. Trotzdem ist natürlich noch Luft nach oben und ich freue mich riesig auf meinen ersten Renneinsatz.“ Eine große Ehre wird Christoph Breuer zuteil. Der Absolvent des VLN Honda Junior-Teams 2006 und langjährige Leiter des Geschäftsbereich Road Cars von Manthey bestreitet seit Jahren Rennen in der NLS – seit 2024 im Lamborghini Huracan GT3 Evo II von Renazzo Motorsport rund um den thailändischen Drift-Champion Kiki Sak Nana. Bei den Qualifiers wird Breuer nun erstmalig in dem legendären Grello Platz nehmen, dem Porsche 911 GT3 von Manthey. „Nüchtern betrachtet, wurde noch ein Fahrer gesucht, denn Thomas darf das Rennen nicht allein bestreiten“, sagt Breuer. „Persönlich geht für mich allerdings ein ganz großer Traum in Erfüllung. Wenn man mir das vor fünf Jahren gesagt hätte, dann hätte ich einfach abgewinkt. Ich habe mich schon immer gefragt, wie es ist, Grello zu fahren – nun habe ich die Möglichkeit das selbst zu erleben. Für mich ist das eine Riesenehre und ich habe großen Respekt davor. Das Team steckt in dieses Projekt sehr viel Herzblut – vom Mechaniker bis zum Ingenieur und über die ganzen weiteren Mitarbeitenden hin bis zu der obersten Führungsebene. Meine Aufgabe ist klar definiert: Nichts kaputt machen. Aber ich bin in einem Alter, wo mein Ego das auch zulässt.“ Seine diesjährige Rennpremiere bestreitet Smudo von den ‚Fantastischen Vier‘. Der Rapper teilt sich das Cockpit eines Porsche 911 GT3 Cup mit seinem langjährigen Weggefährten Tom von Löwis und Henrik Bollerselv aus Dänemark. Das Fahrzeug ist wie gewohnt in der AT-Klasse am Start und stellt unter Beweis, dass Motorsport auch nachhaltig sein kann. „Wir freuen uns darauf, diese Saison bei den 24h-Qualifiers zu eröffnen. Sie sind ein Gradmesser. Jede Runde zählt und wir sind bereit zu zeigen, was mit unseren nachhaltigen Technologien möglich ist“, sagt Smudo. Im Mittelfeld geben drei Fahrzeuge aus Asien Ihr Debüt. Subaru Tecnica International bringt wie gewohnt den Subaru WRX in der Klasse SP4T an den Start. In derselben Klasse treten zwei Elantra N1 RP von Hyundai Motorsport N an. So unterscheiden sich die Qualifiers von den übrigen NLS-RennenWährend die NLS-Renntage einem gewohnten Rhythmus folgen, setzen die ADAC 24h Qualifiers auf ein eigenständiges Format. Der vielleicht ist größte Unterschied ist die Streckenvariante. Wie auch beim 24h-Rennen wird die AMG-Arena ausgelassen. Dafür ist die Müllenbachschleife teil des Kurses. Die Streckenlänge wächst auf 25,378 Kilometer. Die längere Distanz pro Runde führt dazu, dass die Strategie unter Umständen angepasst werden muss. Der Zeitplan am Samstag ist ebenfalls nicht üblich für ein NLS-Rennen. Während das Zeittraining wie gewohnt zwischen 08:30 und 10 Uhr stattfindet, startet das Rennen erst um 17:30 Uhr und führt in die Dämmerung hinein. In der Pause zwischen Training und Rennen findet der erste Lauf der Deutschen Historischen Langstrecken-Meisterschaft statt. Das Rennen führt ab 12 Uhr über die Distanz von drei Stunden. Am Sonntag findet einmal im Jahr ein Top-Qualifying in der NLS statt. Nach dem Zeittraining (08:15 bis 09:45 Uhr) startet ab 10:40 Uhr das Top-Qualifying. Hier gehen die Top-Fahrzeuge im Einzelzeitfahren auf die Strecke und fahren die Startpositionen unter sich aus. Das zweite Vier-Stunden-Rennen startet dann um 13 Uhr. Tickets für Freitag sind bereits für 10 Euro erhältlich. Die Renntage gibt es jeweils ab 27 Euro, Wochenendtickets sind ab 45 Euro zu haben. Alle Informationen gibt es unter 24h-rennen.de. Zuschauer die nicht vor Ort sind, können das Rennen im Livestream wie gewohnt auf dem YouTube-Kanal der NLS verfolgen. Streamstart ist Samstag um 08:10 Uhr, am Sonntag um 8 Uhr.

Schubert Motorsport holt zweiten BMW-Sieg in Folge

11.04.2026

Schubert Motorsport hat den dritten Lauf der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie gewonnen. In einem von Taktik und beeindruckenden Aufholjagden geprägten 4-Stunden-Rennen setzten sich Marco Wittmann, Philipp Eng und Robin Frijns im BMW M4 GT3 EVO bei Kaiserwetter gegen die versammelte GT3-Konkurrenz durch und bescherten dem Schubert-Team den vierten NLS-Gesamtsieg. Das Podium komplettierten Ayhancan Güven und Matt Campbell für das Team Manthey auf dem zweiten Rang sowie Dennis Olsen, Frédéric Vervisch, Christopher Mies und Vincent Kolb im Ford Mustang GT3 von HRT Ford Racing auf Platz drei. Das Zeittraining 57. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy wurde zunächst von der Mercedes-AMG dominiert, als David Pittard für das Team KCMG mit einer Zeit von 7:52.393 Minuten die Pole-Position eroberten. In der ersten Startreihe nahmen daneben die späteren Sieger Aufstellung. Die drittschnellste Zeit fuhren Daniel Vazquez-Garcia, Fidel Leib und Michele di Martino im Audi R8 GT3 EVO II für das Team KKraemer Racing. Das Trio konnte aufgrund eines Problems nicht starten. Antal Zsigo, Moritz Kranz und David Jahn belegten im BMW M4 GT3 EVO von Gamota Racing Rang vier. Güven und Campbell im Manthey-Porsche hatten im Qualifying Pech mit Code-60-Phasen und mussten sich mit dem 16. Startplatz begnügen. Das Rennen begann mit einem packenden Startduell, bei dem Pittard für KCMG zunächst die Führung behauptete, während sich dahinter die Konrad-Motorsport-Piloten Patricija Stalidzane, Christian Engelhart und Pavel Lefterov spektakulär auf die zweite Position schoben. Auch der Gamota-BMW zog zunächst an ihren Markenkollegen von Schubert Motorsport vorbei, die auf Rang vier zurückfielen. Über die Distanz von vier Stunden entwickelte sich ein strategisches Schachspiel, in dem Schubert durch fehlerfreie Boxenstopps und eine konstante Pace die Oberhand gewann. Währenddessen pflügten Güven und Campbell für Manthey durch das Feld und machten Position um Position gut, bis sie schließlich auf dem zweiten Rang ins Ziel einliefen. Den dritten Podestplatz sicherte sich das Ford Quartett. Auf Rang vier folgten die Pole-Sitter Kamui Kobayashi, Jesse Krohn, Edoardo Liberati und David Pittard. Pikant: Dem Quartett fehlten am Ende fast genau die 85 Sekunden auf die Spitze, die sich das Team für einen Geschwindigkeitsverstoß in einer Code-60-Phase als Strafe einhandelte. Sieger Eng war von dem Rennen begeistert: „Ich gehe grundsätzlich nie mit der festen Erwartung in ein Rennen, dass wir gewinnen werden. Natürlich hofft man darauf und wünscht es dem gesamten Team, aber heute hatten wir den Sieg nicht unbedingt auf dem Zettel. Obwohl das GT3-Feld zahlenmäßig etwas kleiner war, war die Qualität der Konkurrenz extrem hoch. Dass wir hier bei meinem ersten Nordschleifen-Einsatz seit fast zwei Jahren direkt gewinnen konnten, ist einfach extrem cool und hat riesigen Spaß gemacht.“ Auch der drittplatzierte Mies war zufrieden: „Es war einfach schön, wieder hier zu sein, und es hat riesigen Spaß gemacht – vor allem bei diesem Wetter und den vielen Fans an der Strecke. Ich habe nach zwei Jahren Nordschleifen-Pause die ersten Runden gedreht, da muss man sich erst einmal wieder einfinden. Es hat sich viel getan. Das war anfangs alles etwas ungewohnt für mich, hat aber letztlich sehr gut funktioniert. Ich bin wirklich froh: Mein letztes Rennen hier oben endete mit dem Sieg beim 24h-Rennen, und dass mein erster Einsatz seitdem direkt wieder mit einem Podium belohnt wird, macht mich sehr zufrieden.“ Güven reflektierte vor allem die Aufholjagd: „Ich denke, es war ein gutes Rennen. Heute Morgen im Qualifying hatten wir ein bisschen Pech mit Code-60-Phasen. Aber am Ende haben wir ein gutes Rennen gezeigt, gepaart mit einer guten Strategie. Zusammen mit Matt sind wir ein starkes Lineup und wir haben uns nach vorne gearbeitet. Das Überholen ist nicht immer so einfach, ich musste teilweise 20 Kilometer für die nächste Chance warten, aber für mich war die oberste Priorität, das Auto heile zu halten und Daten zu sammeln." Ein besonderes Highlight war die Leistung von Gamota Racing, die nicht nur den sechsten Gesamtrang belegten, sondern auch die Klasse SP9 PRO-AM souverän für sich entschieden. Moritz Kranz wurde von der Fahrer AG der ILN, der Rennleitung und den Kommentatoren für seine außergewöhnliche Leistung im ersten Stint als Fahrer des Rennens ausgezeichnet. „Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet“, sagte er. „Als das Telefon geklingelt hat und mein Teamkollege sagte, Dirk Adorf sei dran, habe ich mir überlegt, was ich falsch gemacht habe. Umso mehr freue ich mich über diese besondere Auszeichnung.“ Sorg triumphiert bei Drama in der Cup 2Abseits des Kampfes um den Gesamtsieg boten vor allem die Markenpokal-Klassen gewohnt packenden Motorsport, der das Bild an der Tabellenspitze maßgeblich prägt. In der Cup 2 (Porsche 911 GT3 Cup) unterstrich das SRS Team Sorg Rennsport seine Ambitionen: Patrik Grütter und Fabio Grosse feierten einen knappen Sieg und fuhren mit einer beeindruckenden Pace bis auf den zehnten Gesamtrang im Feld vor. Über weite Strecken hatten Tim Scheerbarth und Joshua Bednarski im Mühlner-Porsche die Klasse angeführt, ehe sie zwei Runden vor Schluss nach einer unverschuldeten Kollision die Segel streichen mussten. Acht Fahrer an der Spitze der TabelleIn der Cup 3 (Porsche 718 Cayman GT4 CS) triumphierte das Team Smyrlis Racing. Das Duo Oskar Sandberg und Alexander Fielenbach setzte sich in einem engen Schlagabtausch durch und wahrte mit dem erneuten Klassensieg ihre weiße Weste. Damit führen die beiden mit der Idealausbeute von 30 Punkten die Gesamtwertung der Serie an. Ebenfalls mit dem Punktemaximum liegen Edoardo Bugane, Sven Markert, Tim Lukas Müller und Yannick Fübrich (Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels) sowie Piet-Jan Ooms und Ionuc Catalin Timis (SRS Team Sorg Rennsport) auf Platz eins. Rennpremiere eines Exoten: Der HWA EVO.RBesonderes Augenmerk lag zudem auf den beiden spektakulären HWA EVO.R in der Klasse SP-X. Das Trio Luca Ludwig, Jamie Green und Lance David Arnold (#62) brachte den Boliden nach einer soliden Leistung auf dem 18. Gesamtrang ins Ziel. Weniger Glück hatte das Schwesterauto mit der Startnummer 61: Für Evald Holstad, Christian Gebhardt und Sebastian Asch endete der Einsatz vorzeitig mit einem technischen Ausfall. Dennoch lieferten die Prototypen-ähnlichen Fahrzeuge einen spannenden Ausblick auf die technische Vielfalt am Nürburgring. Vollgas in die Zukunft: Erster Schlagabtausch der Kart-JuniorenDer Saisonauftakt der NLS Jugend-Kart-Meisterschaft im Historischen Fahrerlager stand ganz im Zeichen des motorsportlichen Nachwuchses. In den sechs Altersklassen sicherten sich Leonie Heiermann (K1, MSC Altenbach), Ben Heiermann (K2, MSC Altenbach), Maxim Wagner (K3, MSF Steinfeld), Matteo Strauß (K4), Florian Rauhe (K5, MSC Adenau) und Florian Rehmann (K6, AMC Birkenfeld) die begehrten Siege im Parcours. Die abschließende Siegerehrung im Media Center des Nürburgrings bildete den würdigen Abschluss eines erfolgreichen Renntages für die Talente der Jahrgänge 2005 bis 2019. In der NLS geht es Schlag auf Schlag weiter. Bereits am kommenden Wochenende (18.-19. April) markieren die beiden Rennen der ADAC 24h Nürburgring Qualifiers die Rennen vier und fünf der Saison 2026. Die nächste von der VLN ausgerichtete Veranstaltung ist die ADAC Eifel Trophy am 20. Juni. Tickets gibts im Ticketshop des Nürburgrings.

Leidenschaft pur in der Grünen Hölle bei NLS3

08.04.2026

Der Nürburgring bereitet sich auf ein Wochenende vor, das ganz im Zeichen der motorsportlichen Begeisterung steht. Die 57. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy markiert nicht nur den dritten Lauf der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie, sondern ist ein Treffpunkt für Tradition, technologische Innovation und internationale Spitzenklasse. Von den ersten Gehversuchen im Kart-Slalom bis hin zum packendem Multiclass-Racing auf der Nordschleife bietet die Veranstaltung eine Bühne für jede Facette des Rennsports.  Rennpremiere: Der HWA EVO.R erwacht zum LebenEin hochemotionaler Moment bei NLS3 ist die weltweite Rennpremiere eines Fahrzeugs, das die Brücke zwischen glorreicher Motorsport-Tradition und modernster High-End-Technik schlägt: der HWA EVO.R. In der Klasse SP-X schickt die Mannschaft aus Affalterbach zwei Prototypen (Startnummern 61 und 62) in die Grüne Hölle. Der Einsatz markiert für HWA einen historischen Meilenstein: Das erste eigene Modell der Firmengeschichte stellt sich erstmals unter Wettbewerbsbedingungen der härtesten Rennstrecke der Welt. Der HWA EVO ist eine moderne Hommage an den legendären Mercedes-Benz 190E 2.5-16 Evo II, eine Stilikone der frühen Neunzigerjahre. Doch unter der markanten Silhouette, die auf nur 100 Exemplare limitiert ist, steckt eine komplette Neuentwicklung. Die Startnummer 61 wird von Evald Holstad, Christian Gebhardt und Sebastian Asch pilotiert. Das Schwesterauto mit der Nummer 66 teilen sich Luca Ludwig, Jamie Green und Lance David Arnold. HWA-CEO Martin Marx beschreibt die Bedeutung des Projekts wie folgt: „Wir freuen uns, dass es mit NLS3 losgeht. Die Serie ist für uns die ideale Plattform, um unsere langjährige Erfahrung unter extremen Bedingungen einzubringen. Gleichzeitig hat dieser Einsatz eine besondere Bedeutung für uns, weil wir als Team an einem Projekt arbeiten, das uns antreibt. Mit dem HWA EVO.R nutzen wir dieses Umfeld, um das Fahrzeug gezielt weiterzuentwickeln und optimal vorzubereiten.“ Die Rückkehr der „alten Lady“: Emotionale Reinkarnation des BMW Z4 GT3Ein besonderes Highlight der 57. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy ist die Rückkehr eines absoluten Publikumslieblings in die Grüne Hölle. Peter Posavac bringt den legendären BMW Z4 GT3 (Startnummer 40) zurück auf den Asphalt des Nürburgrings und sorgt damit für Gänsehautmomente in der Boxengasse. Das Projekt ist eine reine Herzensangelegenheit, befeuert durch die überwältigende Resonanz der Motorsport-Community. „Das ist hochemotional und zeigt, was Motorsport möglich macht“, beschreibt Posavac die Welle der Unterstützung durch Fans und ehemalige Wegbegleiter. Nachdem die letzten Einsätze in den Jahren 2018 und 2019 vorzeitig endeten, steht für das Team noch eine offene Rechnung mit der Nordschleife an. Dennoch geht die Mannschaft besonnen vor: Bei NLS3 stehen zunächst die Reifenhomologation und wichtige Testrunden im Fokus, um für das große Highlight des Jahres optimal gerüstet zu sein. Posavac betont voller Vorfreude: „Ich freue mich wahnsinnig, die alte Lady nochmal an den Start zu bringen.“ Gemeinsam mit Michael Funke wird er den V8-Sound des „Zetti“ in der Klasse SP9 AM wieder zum Leben erwecken. Aufstieg in die Top-Klasse: Kamui Kobayashi im KCMG-GT3Ein bekanntes Gesicht in einer neuen Rolle ist der Japaner Kamui Kobayashi. Der ehemalige Formel-1-Fahrer, Langstrecken-Weltmeister und Le-Mans-Sieger bleibt dem Team KCMG treu, steigt jedoch für die 57. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy in den Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 47 auf. Bereits im Jahr 2024 absolvierte Kobayashi seine Pflichtrunden für die DMSB-Nordschleifen-Permit auf einem Toyota GR Supra GT4 Evo2. Dieser Einsatz markiert nun seinen nächsten Schritt in die Klasse SP9 PRO. Um die Umstellung auf das deutlich leistungsstärkere GT3-Fahrzeug im dichten Rennverkehr der NLS effizient zu gestalten, wird Kobayashi von einer erfahrenen Besetzung flankiert. Er teilt sich das Cockpit mit Jesse Krohn, Edoardo Liberati und David Pittard, die über umfassende Langstrecken-Erfahrung auf der Nordschleife verfügen. Kamui Kobayashi ordnet seinen ersten GT3-Einsatz in der Grünen Hölle wie folgt ein: „Es wird ein unglaubliches Erlebnis sein, auf dem Nürburgring einen GT3 zu fahren. Vor meinen DPN-Einsätzen im Jahr 2024 war ich noch nie auf der Nordschleife. Daher war es beeindruckend, sie in der Realität zu sehen, ganz ohne Erwartungen. Diese Rennstrecke gehört zu den anspruchsvollsten und aufregendsten der Welt, und ich kann es kaum erwarten, bei NLS3 mein SP9-Debüt mit KCMG zu geben.“ Ein globales PS-Fest: Die Giganten der TeilnehmerlisteDie Internationalität der Nordschleife spiegelt sich deutlich in der vorläufigen Teilnehmerliste wider, die rund 350 Fahrer aus 37 Nationen umfasst. Den quantitativ größten Einsatz leistet das SRS Team Sorg Rennsport mit zehn Fahrzeugen, gefolgt vom Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels, das mit neun Boliden vertreten ist. Ebenfalls mit einer starken Flotte von sieben Autos rückt Black Falcon an. Jeweils fünf Fahrzeuge bringen AsBest Racing, Giti Tire Motorsport by WS Racing sowie W&S Motorsport an den Start, wobei das Spektrum hier von TCR-Rennern über Porsche-Cup-Modelle bis hin zu BMW-Cup-Fahrzeugen reicht. Abgerundet wird das Feld der Großteams durch Mannschaften wie Max Kruse Racing und PROsport racing, die mit jeweils vier Fahrzeugen zur hohen Teilnehmerzahl von insgesamt 139 gemeldeten Autos beitragen. Nachwuchsförderung: Saisonstart der NLS Kart-Slalom-MeisterschaftNach dem großen Erfolg im Vorjahr geht die NLS Jugend-Kart-Meisterschaft 2026 in ihre zweite Runde. Unter dem richtungsweisenden Motto „Vom Kart Slalom Sport in den Rundstreckensport auf die Nordschleife“ verfolgen der MSC Adenau und die VLN das gemeinsame Ziel, junge Talente frühzeitig zu fördern und ihnen eine langfristige Perspektive im Motorsport zu ermöglichen. Der erste von insgesamt drei Saisonläufen findet am Samstag, den 11.04.2026, im Historischen Fahrerlager statt. In insgesamt sechs Altersklassen treten die Nachwuchsfahrer der Jahrgänge 2005 bis 2019 an, um sich auf dem Slalom-Kart zu beweisen. Der Wettbewerb startet um 10:00 Uhr mit der Klasse 1. Den feierlichen Abschluss des ersten Renntages bildet die Siegerehrung um 17:30 Uhr im Media Center des Nürburgrings, bei der die fünf bestplatzierten Fahrer jeder Altersklasse geehrt werden. Brückenschlag zur virtuellen Welt: Ehrung der DNLS-ChampionsEin besonderes Zeichen für die enge Verbindung zwischen realem und digitalem Motorsport wird in der Pause zwischen dem Training und dem Rennen gesetzt. Im Rampenlicht stehen die Champions der Digitalen Nürburgring Langstrecken-Serie (DNLS) der Wintersaison 2025/2026 sowie die Gewinner des Community-Cups 2025, die am 11. April ihre offizielle Ehrung erfahren. Die vergangene Saison markierte einen Meilenstein, da Teilnehmer sich hier erstmals Rennerfahrung für die DMSB Permit Nordschleife anrechnen lassen konnten. Gefeiert wird unter anderem das Team BS+COMPETITION, das mit einer perfekten Bilanz von vier Siegen in vier Rennen souverän den klassenübergreifenden Gesamttitel einfuhr. In der Königsklasse SP9 wird die Mannschaft von Falken Simracing geehrt, die sich nach einem dramatischen Finale die Meisterschaft sicherte. Ebenfalls auf das Podium gerufen werden die neuen Champions der Porsche-Cup-Klasse (PEETN) vom Team EMM Esports sowie die Titelträger der Klasse SP10 vom Team SimRC. Tickets für die dritte Veranstaltung der Jubiläumssaison, die 57. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, kosten 25 Euro (Kinder bis einschließlich 14 Jahre kostenfrei) und sind unter VLN.de/tickets sowie an den Tageskassen erhältlich. Damit geht es auf die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, in die exklusiven Zuschauerbereiche Brünnchen und Pflanzgarten sowie ins Fahrerlager, die Boxengasse und die Startaufstellung. Um die besten Positionen für die Startaufstellung geht es im Qualifying zwischen 8:30 und 10 Uhr. In der Pause zwischen Zeittraining und Rennen bleibt den Fans ausreichend Zeit, die Boliden aus nächster Nähe zu erleben: Mit einem Ticket geht es ab 10:20 Uhr beim Pitwalk in die Boxengasse, bevor ab 11:10 Uhr die Startaufstellung mit noch mehr Motorsport zum Anfassen lockt. Der Rennstart für das vier Stunden dauernde Langstreckenrennen ist um 12 Uhr.  ⚠️ Wichtige Info zur Anreise über die A61 ⚠️🚗 Die B412 ist in Richtung Nürburgring von der Abfahrt Wehr (33) kommend einseitig gesperrt. Die Anreise per PKW ist über die ausgeschilderte Umleitung möglich. 🚛 LKW, Wohnmobile und Gespanne sollten diese Umleitung nicht nutzen, sondern die Abfahrt Mendig (34). Von dort aus zunächst der B262 Richtung Mayen und dann der B258 in Richtung Nürburgring folgen. Die Rückreise über die B412 in Richtung Wehr ist möglich.

Nürburgring Highlights im April

23.03.2026

Während andernorts Schokohasen im Garten gesucht werden, finden PS-Fans ihre Highlights traditionell auf dem Asphalt des Nürburgrings. Der Ring-Kalender ist im April deutlich besser gefüllt als so manches Osterkörbchen: Den Auftakt bildet das viertägige Osterwochenende (3. – 6. April), das wie gewohnt im Zeichen der Touristenfahrten steht. Es folgt hochkarätiger Rennsport beim dritten Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie (11. April) sowie den 24h Qualifiers nur eine Woche danach (17. – 19. April). Letzteres wird dieses Jahr erstmals bereichert durch einen Lauf der Deutschen Historischen Langstreckenmeisterschaft. Den emotionalen Höhepunkt für Zweiradfreunde setzt Ende des Monats der Motorrad-Gottesdienst „Anlassen“ (26. April), der tausende Biker zu ihrer Saisoneröffnung vereint. Das sind die Nürburgring-Highlights im April: Touristenfahrten an Ostern: Vier Tage Fahrgenuss im Zeichen des gegenseitigen Respekts | 03. bis 06. April 2026 Vier Tage lang, von Karfreitag bis Ostermontag, sind sowohl die Nordschleife als auch die Grand-Prix-Strecke jeweils ganztags für die beliebten Touristenfahrten geöffnet. Wer den legendären Asphalt selbst unter die Räder nehmen möchte, zahlt jeweils 35 Euro pro Runde. In diesem Jahr wird der Fahrspaß durch ein besonderes Motto ergänzt: Mit einer neuen Kampagne wirbt der Nürburgring gemeinsam mit Verbandsgemeinden und Polizei für ein respektvolles Miteinander in der gesamten Region. Im Mittelpunkt steht dabei eine klare Botschaft: „Your Home for a weekend. Our Home for a lifetime.“ (übersetzt: „Euer Zuhause für ein Wochenende. Unser Zuhause für ein ganzes Leben.“) Ziel ist es, dass alle Gäste ihren Besuch in der Region mit der nötigen Rücksichtnahme im öffentlichen Straßenverkehr und gegenüber Anwohnern zu vereinen. Motorrad-Gottesdienst „Anlassen“:Zwischen Segen, Showeinlagen und sozialer Verantwortung | 26. April 2026 Tausende Zweiräder gemeinsam auf der Nordschleife: Die Motorrad-Community feiert am Sonntag, 26. April, ihren traditionellen Saisonauftakt am Nürburgring. Der Motorradgottesdienst „Anlassen“ ist dabei jedes Jahr ein gigantisches Treffen unter Gleichgesinnten, das mit verschiedenen Programmpunkten zu einem echten Fest der Gemeinschaft wird. Für Unterhaltung sorgen unter anderem eine Händlermeile, eine neue Trial-Show des AAC Bad Neuenahr, ein Doc Scholl Fahrertraining und die Sicherheits-Vorführungen der Motorradstaffel der Polizei Koblenz. Neben dem ökumenischen Gottesdienst (14:30 Uhr) mit dem Segen für ein schönes Zweiradjahr und dem anschließenden Korso über die Nordschleife rückt auch stets der gute Zweck in den Fokus: Ein Blutspendemobil des DRK sowie ein Typisierungsmobil der Stefan-Morsch-Stiftung stehen bereit. Der Eintritt ist wie gewohnt kostenfrei. Los geht es um 10 Uhr, die Tore zum Fahrerlager öffnen bereits um 8 Uhr. Rennsport-Marathon: 15 Stunden Rennaction locken an die Nordschleife | 11. April & 17. bis 19. April Zwei Wochenenden, vier Rennen und insgesamt 15 Stunden-Rennaction in der Grünen Hölle: Im April stehen gleich zwei aufeinanderfolgende Langstrecken-Wochenenden an. Den Anfang macht das dritte Rennen der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie am 11. April. Fans dürfen sich auf ein volles Teilnehmerfeld auf der Nordschleife freuen und genießen Einblicke in den Rennsport, wie man sie nur selten erlebt: Eintritt in die Boxengasse sowie die Startaufstellung für das 4h-Rennen sind im Ticket enthalten. Ein Wochenende später (17. – 19. April) folgt der große Härtetest für das legendäre 24h-Rennen: Die ADAC 24h Nürburgring Qualifiers. Bei zwei Rennen am Samstag und Sonntag schießen sich die Teams auf das Rennen des Jahres ein. Ein besonderes Schmankerl ist das seit Jahren vierstündige Abendrennen am Samstag. Neu in 2026: die Deutsche Historische Langstrecken-Meisterschaft (DHLM) fährt im Rahmenprogramm ein Drei-Stunden-Rennen. Hier kehren die Ikonen vergangener Tage zurück in die Grüne Hölle. Für beide Events gibt es neben klassischen Tagestickets auch exklusive VIP-Angebote. Diese machen den Tag mit Logenplätzen, Verpflegung und Betreuung durch Nürburgring-Insider zum einmaligen Erlebnis. Nürburgring Drift Cup: Präzision am Limit in der Müllenbachschleife | 25. bis 26. AprilHighspeed-Querfahrten, actiongeladene Zweikämpfe, ein begeistertes Publikum auf den Rängen der Müllenbachschleife. Im April ist Zeit für den Auftakt des Nürburgring Drift Cup 2026. Die europäische Elite kämpft beim ersten Lauf vom 25. bis 26. April um die Gunst der Punktrichter. Bei den spektakulären Tür-an-Tür-Duellen ist Millimeterarbeit gefragt. Bei den Ausscheidungsläufen im Turniermodus wird bis Sonntag in verschiedenen Klassen um den Sieg gekämpft. Die Fans kommen hier voll auf ihre Kosten: bis zu 1000 PS starke Boliden machen den Drift Cup zu einem rasanten Erlebnis. Tagestickets gibt es für 25 Euro, das gesamte Wochenende ist für 40 Euro zu erleben. Die Nürburgring-Highlights im April 2026:•    03. – 06. April: Touristenfahrten am Osterwochenende•    11. April: ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie (Rennen 3)•    17. – 19. April: ADAC 24h Nürburgring Qualifiers •    25. – 26. April: Nürburgring Drift Cup (Lauf 1)•    25. April: RCN & GLP (Lauf 2)•    26. April: Motorrad-Gottesdienst „Anlassen“

Wie gewonnen, so zerronnen: Spektakel und Drama am Nürburgring bei NLS2

21.03.2026

Die ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) lieferte bei ihrer zweiten Veranstaltung des Jahres, dem 58. ADAC Barbarossapreis, ein Rennen der Extraklasse. Rund 25.000 begeisterte Zuschauer säumten den Grand-Prix-Kurs und die legendäre Nordschleife, um Zeugen eines historischen Moments zu werden: Formel-1-Weltmeister Max Verstappen feierte seine Premiere im Mercedes-AMG GT3. Gemeinsam mit Daniel Juncadella und Jules Gounon überquerte er nach vier Stunden als Erster die Ziellinie – ein Debüt nach Maß, das jedoch ein unerwartetes Nachspiel haben sollte. Rund zwei Stunden nach der Siegerehrung folgte die Ernüchterung in der technischen Abnahme. Bei der routinemäßigen Auswertung der Tyre-App stellte die Kommission fest, dass das Team sieben statt der erlaubten sechs Reifensätze verwendet hatte. Die logische Konsequenz der Sportkommissare: Disqualifikation. Den Sieg erbten damit ‚Dan Harper‘ und Jordan Pepper im BMW M4 GT3 von ROWE RACING. Eine Klasse für sich: Verstappen dominiert das QualifyingTrotz des späteren Wertungsausschlusses blieb die rein sportliche Leistung des Weltmeisters und seiner Teamkollegen unbestritten. In einem hochkarätigen Feld von über 130 Fahrzeugen unterstrich Verstappen bereits am Vormittag seine Ausnahmestellung. Mit einer Bestzeit von 7:51.751 Minuten sicherte er sich die Pole-Position. „Ehrlich gesagt war die Pole eine schöne Überraschung, vor allem, weil ich endlich mal eine Runde ohne Verkehr und Code 60 am Ring erwischt habe“, erklärte ein sichtlich zufriedener Verstappen. Hinter ihm lauerten Christopher Haase im Scherer-Sport-PHX-Audi (7:53.725 Min.) und das Schwesterfahrzeug des späteren Sieger-BMW von ROWE RACING auf den Plätzen zwei und drei. Hochspannung in der StartphaseDas Rennen selbst hielt, was das Qualifying versprach. Direkt nach dem Erlöschen der Startampeln entbrannte an der Spitze ein packender Zweikampf. Christopher Haase setzte Verstappen massiv unter Druck und schob sich am Ende der ersten Runde aus dem Windschatten heraus an die Spitze. Währenddessen bewies ROWE RACING strategisches Geschick. Jordan Pepper und ‚Dan Harper‘ arbeiteten sich von Startplatz sieben kontinuierlich nach vorne. „Am Nürburgring auf dem Podium zu stehen, ist immer ein Erfolg“, betonte Pepper, noch ahnungslos, dass er später als Sieger gewertet würde. Er fand zudem sportliche Worte für den prominenten Konkurrenten: „Dass Max hier mitfährt, ist großartig für den Sport. Er ist ein absoluter Profi, der uns alle pusht. Die Aufmerksamkeit, die er der Nordschleife bringt, ist für uns alle ein Gewinn.“ Aufholjagden und KlassensiegeAuch dahinter wurde hart gekämpft. Falken Motorsports sicherte sich nach einer furiosen Aufholjagd von Startplatz zehn den zunächst dritten (nach DSQ zweiten) Rang. Sven Müller zeigte sich zufrieden mit dem Porsche 911 GT3 R, merkte aber an: „Unser Rennen verlief fehlerfrei, auch wenn uns im Vergleich zur Spitze leider noch ein wenig Beschleunigung fehlte.“ Vom Pech des Verstappen-Teams profitierte auch die Mannschaft von 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON. Ihr Porsche 911 GT3 R ‚erbte‘ den letzten Podestplatz und krönte sich gleichzeitig zum stärksten Team in der PRO-AM-Wertung. Das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring feierte zudem den Sieg in der AM-Wertung der GT3-Klasse (SP9) durch die Piloten Mustafa Mehmet Kaya, Gabriele Piana und Mike Stursberg in einem weiteren Elfer. CUP3: Smyrlis Racing setzt sich in Rekordfeld durchIn der Klasse CUP3, die mit insgesamt 17 gestarteten Porsche 718 Cayman GT4 CS eines der größten Felder des Wochenendes stellte, gab es kein Vorbeikommen an der Startnummer 953 von Smyrlis Racing. Das Duo Oskar Sandberg und Alexander Fielenbach triumphierte nach 27 Runden. Sie verwiesen das Team von SRS Team Sorg Rennsport (#959) mit Heiko Eichenberg und Calvin de Groot auf den zweiten Platz. Das Podium komplettierte die Mannschaft von Schmickler Performance (#950) rund um Horst Baumann, Stefan Schmickler und Kai Riemer. Sandberg wurde für seine außergewöhnliche Leistung im Rennen von der Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN), der Rennleitung und den Strecken-Kommentatoren zum ‚Fahrer des Rennens‘ gekürt. SP10: Mercedes-Sieg gegen starke BMW-KonkurrenzIn der Klasse SP10 (GT4-Fahrzeuge) kämpften neun Teilnehmer um den Sieg. Am Ende setzte sich die Routine der PROsport racing GmbH durch: Anton Abee, Yannik Himmels und Jörg Viebahn steuerten ihren Mercedes-AMG GT4 (#176) nach 27 Runden souverän auf den ersten Platz. Die Plätze zwei und drei gingen an die BMW-Fraktion: AV Racing by BLACK FALCON (#177) sicherte sich den Silberrang, gefolgt vom BMW M4 GT4 von Plusline Motorsport (#155). VT2-RWD: Toyota Supra triumphiert bei den ProduktionswagenBesonders spannend ging es in der Klasse VT2-RWD (Produktionswagen mit Heckantrieb) zu, in der 11 Fahrzeuge an den Start gingen. Hier feierte SRS Team Sorg Rennsport einen glanzvollen Erfolg: Die Startnummer 524, eine Toyota Supra, pilotiert von Piet-Jan Ooms, Ionuc Catalin Timis und Thomas Fleming, sicherte sich den Klassensieg nach 25 Runden. Auf den weiteren Plätzen folgten der BMW 230i von Schmickler Performance (#55) sowie ein weiterer Bolide von Sorg Rennsport, der BMW 330i mit der Startnummer 514. Fazit: Ein Weltmeister im Nordschleifen-FieberDer Abschiedsgruß von Max Verstappen klang wie ein Versprechen für die Zukunft: „Die Nordschleife ist für mich eine der verrücktesten Strecken der Welt. Ich will definitiv so oft wie möglich hier fahren.“ Der dritte Lauf der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie findet am 11. April statt. Die 57. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy führt über die klassische Distanz von vier Stunde.

ring°guide NLS2 | Wochenende

19.03.2026

Nachdem der Saisonstart witterungsbedingt abgesagt werden musste, steigt nun die Vorfreude am Nürburgring spürbar an: Am kommenden Samstag (21. März) gehen beim 58. ADAC Barbarossapreis der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie endlich die Lichter auf Grün und 136 Fahrzeuge werden um ihren Platz in der Grünen Hölle kämpfen. Damit ihr euren Besuch optimal planen könnt, haben wir die wichtigsten Informationen kompakt für euch zusammengestellt. Tickets Tickets sind ab 25 Euro hier erhältlich Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre erhalten freien Eintritt Anreise & Straßensperrungen Aufgrund von Asphaltarbeiten ist die B 257 im Bereich Müllenbach derzeit gesperrt. 🔁 Umleitungen: Ab Wiesemscheid über die B 258 in Richtung Nürburgring Über die L 94 in Richtung Welcherath Über die B 410 in Richtung Kelberg Die Umleitung wird vor Ort entsprechend ausgeschildert.  Hinweis: Am Wochenende ist der Zugang zum Fahrerlager über die BMW M Brücke gesperrt. Bitte nutzt stattdessen den Eingang am Zuschauertunnel sowie den Zugang zum Historischen Fahrerlager. LIVESTREAM Meet & Greet mit Miskottchen "Legend" Trefft unseren „Legend“ am Samstag, 21. März 2026: Pitwalk: ca. 10:20 Uhr bis ca. 10:50 Uhr Gridwalk: ca. 11:00 Uhr bis 11:40 Uhr ring°boulevard: 12:30 Uhr bis 13:00 Uhr ring°boulevard: 13:30 Uhr bis 14:00 Uhr Wetterbedingte Änderungen vorbehalten. Weitere Öffnungszeiten Touristenfahrten: Sonntag, 8:00 Uhr - 18:30 UhrBitte bedenkt hier die neue Notfallnummer: +49 (0) 2691 302 9111 ring°kartbahnSamstag 12:00 - 14:00 Uhr | 17:00 - 20:00 UhrSonntag 10:00 - 20:00 Uhr ring°kinoSamstag 14:00 - 23:00 UhrSonntag 14:00 - 23:00 Uhr Nürburgring eSports BarSamstag 10:00 - 0:00Sonntag 10:00 - 20:00

Weltmeister-Glanz, Kombi-Kult und der ‚echte‘ Saisonstart

17.03.2026

Nachdem der Saisonauftakt wetterbedingt ins Wasser fiel, ist die Spannung am Nürburgring greifbar: Wenn am kommenden Samstag (21. März) beim 58. ADAC Barbarossapreis endlich die Ampeln auf Grün springen, richtet sich die gesamte Aufmerksamkeit auf einen der hochkarätigsten Läufe der letzten Jahre. Die Zwangspause hat den Hunger der Teams und Fans nur noch weiter angefacht – und das Starterfeld hält für diesen ‚echten‘ Saisonstart alles bereit, was das Motorsport-Herz begehrt: Von einem Formel-1-Weltmeister im GT3-Boliden über ein virales Fan-Projekt bis hin zu prominenten Quereinsteigern und spektakulären Neuzugängen im Mittelfeld.  Für eine gehörige Portion Adrenalin sorgt beim zweiten NLS-Lauf ein Name: Max Verstappen. Der Niederländer feiert am kommenden Samstag seine mit Spannung erwartete Rennpremiere im Mercedes-AMG GT3. Der vierfache Weltmeister greift für das Mercedes-AMG Team Verstappen Racing ins Lenkrad der Startnummer 3, die im markanten, von Red Bull unterstützten Design an den Start geht. Dass Verstappen sich nun mit den erfahrensten Nordschleifen-Haudegen messen kann, ist für ihn ein entscheidender Schritt: „Der Nürburgring ist ein besonderer Ort. Es gibt keine andere Rennstrecke, die ihm gleicht“, zeigt sich Verstappen begeistert. „Letztes Jahr habe ich meine Lizenz erhalten und konnte an NLS9 teilnehmen, das wir gewonnen haben. Diese Vorbereitung ist sehr wertvoll, da wir viel gelernt haben, was wir in unser diesjähriges Programm einfließen lassen können. Jetzt geht es darum, alles aus uns herauszuholen.“ Doch der Weg zum prestigeträchtigen Sieg in der Grünen Hölle führt über ein Feld, das vor fahrerischer Qualität und technischer Vielfalt nur so strotzt. Besonders brisant wird das Duell innerhalb des eigenen Lagers: Mit dem Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team RAVENOL (Startnummer 80) lauert hochkarätige Konkurrenz. Hier greifen mit Fabian Schiller und Maxime Martin zwei der schnellsten Nordschleifen-Spezialisten überhaupt ins Lenkrad, die das Fahrzeug und die tückischen Bedingungen in der Eifel in- und auswendig kennen. Darüber hinaus muss sich der Niederländer gegen die versammelte Elite der GT3-Welt behaupten. Allen voran die BMW-Abordnung von Rowe Racing, die mit den Startnummern 98 und 99 zwei starke M4 GT3 ins Rennen schickt. Mit Stars wie Augusto Farfus, Raffaele Marciello und Sheldon van der Linde verfügt das Team über eine Besetzung, die in Sachen Erfahrung und Speed kaum zu schlagen ist. Ebenso stark ist die Konkurrenz aus Italien einzuschätzen: Das Red Bull Team Abt bringt den Lamborghini Huracán GT3 EVO II (#130) an den Start, pilotiert von einer absoluten Top-Mannschaft rund um den ehemaligen DTM-Champion Mirko Bortolotti, den Nordschleifen-Experten Marco Mapelli und Patric Niederhauser. Auch die Porsche-Fraktion geht gewohnt angriffslustig in den zweiten Lauf. Falken- und Dunlop Motorsport setzen auf die zwei markanten 911 GT3 R (#17, #44), die unter anderem mit Routinier Nico Menzel und Tim Heinemann besetzt sind und traditionell zu den Favoriten auf den Gesamtsieg zählen. Die Markenvielfalt an der Spitze wird durch die neuen Aston Martin Vantage von Walkenhorst Motorsport komplettiert, bei denen insbesondere Christian Krognes, der den offiziellen Rundenrekord hält, auf der Startnummer 34 für schnelle Runden gut ist. Hinzu kommen die spektakulären Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Teams (#64, #65) mit Arjun Maini sowie der Ferrari 296 GT3 von REALIZE KONDO RACING with Rinaldi. Nicht zu unterschätzen ist zudem Scherer Sport PHX, die auf bewährte Audi-Power setzen. Für Verstappen bedeutet die Teilnehmerliste Schwerstarbeit: Um hier zu bestehen, muss er sich gegen die Crème de la Crème des internationalen Langstreckensports durchsetzen. Vom Aprilscherz auf die NordschleifeEin absolutes Highlight beim zweiten Saisonlauf der NLS ist das Renndebüt des BMW M3 Touring 24H, der unter dem Motto ‚You dreamed it, we built it‘ eine beispiellose Geschichte schreibt. Was im April 2025 noch als viraler Scherz die sozialen Netzwerke flutete, biegt nun als echte Hochleistungs-Rennmaschine auf die Nordschleife ein. Das Besondere: Die Community hat das Fahrzeug nicht nur herbeigesehnt, sondern sie ziert es auch buchstäblich, da das spezielle Design ausgewählte Original-Kommentare der Fans zeigt. Trotz seiner markanten Kombi-Silhouette verbirgt sich unter der Hülle des von Schubert Motorsport in der Klasse SP-X eingesetzten Exoten reinrassige Technik auf Basis des M4 GT3 EVO. „Das Fahrzeug ist zwar aus einem Aprilscherz entstanden, aber es ist ein absolut hochklassiges und konkurrenzfähiges Rennauto geworden“, verspricht BMW-Werksfahrer Jens Klingmann, der am Samstag gemeinsam mit seinem Teamkollegen Ugo de Wilde beweisen will, dass dieser Fan-Traum auf dem Asphalt der Grünen Hölle erstklassig funktioniert. Dass dieses Projekt auch für die Führungsebene eine Herzensangelegenheit ist, unterstreicht BMW-Motorsportchef Andreas Roos: „So etwas hat es bei BMW M Motorsport noch nie gegeben. Ich bin begeistert – und mir sicher, unsere Fans werden es mindestens genauso sein. Ich verspreche allen eine tolle Show.“ Wie der Vater, so der SohnWenn Motorsportfans den Namen Scheider hören, werden sie hellhörig – und das aus gutem Grund. Mit Loris Scheider schickt sich bei der NLS2 die nächste Generation an, in die großen Fußstapfen seines Vaters zu treten. Der Sohn des zweifachen DTM-Champions und 24h-Siegers Timo Scheider hat bereits Erfahrung in unterschiedlichen Rennserien gesammelt und wagt nun den nächsten Schritt. Im BMW M240i Racing von Keeevin Motorsport feiert der 22-Jährige seine NLS-Premiere an der Seite von Maximilian Kurz und Riccardo Petrolo. Scheider ist mittlerweile in der Eifel beheimatet, betreibt zusammen mit seinem Vater unweit des Nürburgrings das Unternehmen ‚Scheiders Nürburgring‘ rund um Fahrzeugtuning und Trackumbauten. „Dadurch bin ich in den letzten eineinhalb Jahren hunderte Runden auf der Nordschleife gefahren bei den Touristenfahrten, Trackdays und auch im Simulator“, sagt er. „Jetzt muss endlich die Permit her, damit ich mir irgendwann mit meinem Vater den Traum erfüllen kann, gemeinsam auf der Nordschleife zu fahren. Wir teilen die gleiche Leidenschaft, den gleichen Wahnsinn – das wird ein großes Erlebnis. Aber jetzt freue ich mich erst einmal auf meine Einsätze in der NLS.“ Vom Mikrofon ins RennfahrzeugNicht nur bei den Fahrzeugen, auch im Teilnehmerfeld gibt es echte Hingucker: Die Influencerin ‚Happinessa‘ startet beim zweiten NLS-Lauf und sorgt für ordentlich Glamour im Fahrerlager. Für sie schließt sich am Wochenende ein Kreis, denn bereits von 2019 bis 2021 war sie als Moderatorin für die Langstrecken-Serie am Mikrofon und vor der Kamera aktiv. Inzwischen hat sich die Onlyfans-Athletin längst als Rennfahrerin etabliert und war im vergangenen Jahr als bestplatzierte Dame erfolgreich in der NASCAR Euro Series unterwegs. Mit ihrem Start in der Eifel wandelt sie auf prominenten Pfaden: Als Playmate des Monats Mai 2025 – unter ihrem bürgerlichen Namen Vanessa Neumann – tritt sie in die direkten Fußstapfen von Jolanda Egger (später Surer), dem Playmate des Jahres 1983, die bereits 1992 die Grüne Hölle im Renntempo bezwang. ‚Happinessa‘ pilotiert einen BMW 325i des Teams rent2Drive-MEHRTEC-racing rund um David Ackermann und brennt auf ihren Einsatz: „Schon damals als Moderatorin habe ich davon geträumt, selbst auf der Nordschleife Rennen zu fahren. Jetzt wird dieser Traum endlich wahr, und ich kann es kaum erwarten, die Grüne Hölle aus der Cockpit-Perspektive zu erleben.“ Damit beweist sie, dass Leidenschaft und PS-Stärke keine Grenzen kennen, egal ob vor der Kamera oder im harten Zweikampf auf dem Asphalt. Aus der Traditionsschmiede in die Grüne HölleIn der Klasse SP2T bereichert Bitter Motorsport das Starterfeld mit dem Bitter Corsa unter der Startnummer #380. Für Team-Manager Markus Bitter ist der Einsatz auf der Nordschleife beinahe ein Heimspiel, denn hier schrieb bereits sein Onkel Erich in den späten Sechzigern Geschichte mit dem legendären Opel Rekord 1900 ‚Schwarzen Witwe‘. Die Marke Bitter bleibt auch heute ihrer rebellischen Historie treu und bringt abseits der Rennstrecke der Volumenmarke Opel Dynamik und Sportlichkeit zurück. Den Bitter Corsa fahren in der NLS-Saison 2026 Katharina Lippka, Björn Morhin, Christian Schäffer, Jan Soumagne und Nordschleifen-Experte Volker Strycek. Tickets für die zweite Veranstaltung der Jubiläumssaison, den 58. ADAC Barbarossapreis des MSC Sinzig, kosten 25 Euro (Kinder bis 14 Jahre kostenfrei) und sind unter VLN.de/tickets und an den Tageskassen erhältlich. Damit geht es auf die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, in die exklusiven Zuschauerbereiche Brünnchen und Pflanzgarten sowie ins Fahrerlager, die Boxengasse und die Startaufstellung. Um die besten Positionen für die Startaufstellung geht es im Qualifying zwischen 8:30 und 10 Uhr. In der Pause zwischen Zeittraining und Rennen bleibt den Fans ausreichend Zeit, die Boliden aus nächster Nähe zu erleben: Mit einem Ticket geht es ab 10:20 Uhr beim Pitwalk in die Boxengasse, bevor ab 11:10 Uhr die Startaufstellung mit noch mehr Motorsport zum Anfassen lockt. Der Rennstart für das vier Stunden dauernde Langstreckenrennen ist um 12 Uhr. Der Livestream unter VLN.de beginnt um 08:15 Uhr. Daneben gibt es ‚Radio Nürburgring‘ bei rpr1.de sowie in der RPR1-APP.