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16 September, Donnerstag

Ab sofort: Fahrerlager öffnet wieder für Zuschauer / Freie Platzwahl auf Tribünen

Endlich: Am Nürburgring kommen Zuschauer bei Veranstaltungen ab sofort wieder ins Fahrerlager. Bereits diesen Samstag öffnen sich beim ADAC 1.000 Kilometer-Rennen die Tore ins Paddock wieder. Auch bei den finalen Saison-Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie (25.09 & 09.10) kommen Fans endlich wieder ganz nah dran. Weiterer Clou: Auf den Tribünen gilt nun wieder freie Platzwahl – die...
Ab sofort: Fahrerlager öffnet wieder für Zuschauer / Freie Platzwahl auf Tribünen

16.09.2021

Endlich: Am Nürburgring kommen Zuschauer bei Veranstaltungen ab sofort wieder ins Fahrerlager. Bereits diesen Samstag öffnen sich beim ADAC 1.000 Kilometer-Rennen die Tore ins Paddock wieder. Auch bei den finalen Saison-Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie (25.09 & 09.10) kommen Fans endlich wieder ganz nah dran. Weiterer Clou: Auf den Tribünen gilt nun wieder freie Platzwahl – die Sitzplatz-Bindung der Tickets entfällt. Geimpfte, Genesene und negativ Getestete haben bei den Veranstaltungen Zugang. Vor Ort gibt es kostenfreie Test-Möglichkeiten. Wichtig bei der Ticket-Buchung: Aus technischen Gründen muss für die kommenden Veranstaltungen weiterhin ein genauer Sitzplatz gebucht werden. Mit der Eintrittskarte gelangen Zuschauer dann jedoch auf alle geöffneten Tribünen, ins Fahrerlager und in die Startaufstellung. Ein Zusatz-Ticket wird nicht mehr benötigt. An der Nordschleife gibt es derweil keine Zugangsbeschränkungen. Wandern, Spazierengehen und Radfahren ist entlang der Strecke wie gewohnt möglich. Besonderer Service: Wer ein Ticket für den Besuch der Tribünen an der Grand-Prix-Strecke erwirbt, kann mit einem Parkticket sein Fahrzeug exklusiv auch auf allen geöffneten Parkflächen an der Nordschleife abstellen. Hierbei handelt es sich um die Streckenabschnitte Brünnchen, Pflanzgarten und Hatzenbach. Mit dem ADAC 1.000 Kilometer-Rennen kehrt diesen Samstag (18. September) ein großer Name zurück in die Grüne Hölle. Fans dürfen sich beim Revival des Langstreckenklassikers auf historischen Motorsport der 60er, 70er und 80er Jahre freuen. Gefahren wird auf der Kombination aus Nordschleife und Sprintstrecke. Ab Samstag, 25. September biegt die Nürburgring Langstrecken-Serie derweil auf die Zielgerade ihrer Saison ein. Beim achten Saisonrennen und beim Finale am 8. Oktober werden wieder rund 150 Fahrzeuge um Trophäen und Punkte kämpfen. In unterschiedlichen Klassen treten die Fahrer dabei in pfeilschnellen GT3-Autos mit rund 500 PS, robusten Tourenwagen und seriennahen Sportwagen an.

Sabine-Schmitz-Kurve offiziell eingeweiht

10.09.2021

Die Sabine-Schmitz-Kurve ist am Freitagabend auf dem Nürburgring eingeweiht worden. Damit trägt die Linkskurve der Nordschleife nahe Nürburg nun offiziell ihren Namen. Die Enthüllung des neuen Streckenabschnitt-Schildes fand im Beisein ihrer Familie statt. Die gebürtige Adenauerin war zeitlebens fest mit der Rennstrecke verbunden und galt als ihre bekannteste Botschafterin. Sie ist die erste Rennfahrerin überhaupt, die in der über 90-jährigen Geschichte der Rennstrecke eine eigene Kurve auf dem Nürburgring bekommt.Mit einer eigenen Kurve ordnet der Nürburgring Sabine Schmitz in die Reihe ihrer prägendsten Persönlichkeiten ein. Neben ihr tragen nur drei weitere Streckenabschnitte die Namen von Rennfahrern: Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher, Rudolf Caracciola, der legendäre Sieger des Eröffnungsrennens 1927, sowie Stefan Bellof. Letzterer hatte vor rund 40 Jahren beim Training zum 1000-Kilometer-Rennen den ewigen Rundenrekord bei einer Renn-Veranstaltung auf der Nordschleife aufgestellt.Die Sabine-Schmitz-Kurve liegt am Ortsrand von Nürburg – nur wenige Meter entfernt von hier wuchs die Rennfahrerin auf. Zudem ist die Stelle für Zuschauer schnell und problemlos zugänglich. Beides entscheidende Kriterien bei der Wahl der Kurve, denn Sabine Schmitz hatte eine einmalige Bindung zu den Fans und zu ihrer Heimat. Die Kurve wird in Zukunft deshalb auch ein Ort des gemeinsamen Erinnerns sein.Ihr gesamtes Leben verbrachte die Rennfahrerin an und auf der 20,832 Kilometer langen Nordschleife. Mehr als 30 Jahre lang bewegte sie hier Fahrzeuge am Limit – 33.000 Runden waren es insgesamt. Mit ihren Fahrkünsten und ihrer offenherzigen Art erlangte sie weltweit Bekanntheit, trat unter anderem im britischen Automagazin „Top Gear“ auf. Als erste und bislang einzige Frau gewann sie 1996 und 1997 das 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Sabine Schmitz verstarb im März dieses Jahres im Alter von nur 51 Jahren.Lange bleibt es nicht ruhig in der neuen Sabine-Schmitz-Kurve. Ab dem frühen Samstagmorgen jagen die Piloten beim Sechs-Stunden-Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie durch die Grüne Hölle. Eine Rennserie, in der Sabine Schmitz selbst jahrzehntelang ihre Runden auf der Nordschleife drehte. Foto: Das Schild wurde im Beisein ihrer Familie – Klaus Abbelen, Ursula und Beat Schmitz – sowie Ringsprecher Alexander Gerhard (v.r.n.l.) enthüllt.

Tesla fährt offiziellen Rekord für Elektrofahrzeuge

10.09.2021

Nürburg. Der amerikanische Automobilhersteller Tesla hat den offiziellen Rekord für Elektrofahrzeuge auf dem Nürburgring aufgestellt. Das „Model S Plaid“ umrundete die 20,8 Kilometer lange Nordschleife in 7:35.579 Minuten und erreichte dabei eine Spitzengeschwindigkeit von 279 km/h. Das 1.020 PS starke Fahrzeug mit Tri-Motor wurde vom schwedischen Piloten Andreas Simonsen gefahren. Die Zeit wird ab sofort in der Kategorie für Elektro-Serienwagen geführt, die damit ihre Premiere feiert. Das Onboard-Video der Rekordfahrt ist auf dem Youtube-Kanal des Nürburgrings zu sehen. Alle offiziellen Zeiten, die auf der Nordschleife bislang gefahren wurden, finden sich hier.Eine Bestzeit in der sogenannten „Grünen Hölle“ ist bis heute ein besonderer Gratmesser für die Automobilindustrie. Immerhin gilt die 1927 eröffnete Nordschleife als anspruchsvollste Rennstrecke der Welt. Auf einer Runde erwarten die Fahrer 73 Kurven, 300 Meter Höhenunterschied sowie etliche anspruchsvolle Steigungen, Gefälle und Neigungen. Dementsprechend wertvoll ist eine Zeit, die hier erreicht wird.Die offiziellen Nürburgring Rekordfahrten garantieren den Herstellern einen einheitlichen Standard. Generell gilt hier der Grundsatz: eine Strecke, eine ganze Runde, eine Zeit - nach einheitlichen Maßstäben. Neben einer Zeitnahme mit geeichter Messtechnik werden offizielle Rekordversuche sowie Versuche zur Erzielung einer Rundenzeit immer notariell begleitet. Neben der Überwachung der Zeitnahme erfolgt auch eine Abnahme des Fahrzeugs. Die exakte Streckenlänge sowie die Start- und Ziellinie sind genau festgelegt. Es wird eine volle Nordschleifen-Runde mit fliegendem Start gefahren und gemessen (20,8 Kilometer). Die Fahrzeugkategorien für Rekordfahrten und offizielle Rundenzeiten des Nürburgrings unterteilen sich nach verschiedenen Segmenten des Kraftfahrt-Bundesamtes sowie eigens definierten Sonderklassen.

PRO-Upgrade für Nürburgring Co-Pilot-Fahrzeug – jetzt Mitfahrt buchen!

26.08.2021

Upgrade für die Grüne Hölle: Fahrgäste des Nürburgring Co-Pilot-Fahrzeugs nehmen künftig in einem brandneuen, spektakulären Sportwagen Platz. Der limitierte Mercedes-AMG GT R PRO (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 13,1 l/100 km | CO2-Emissionen kombiniert: 299 g/km) garantiert noch mehr Fahrspaß auf der Nordschleife. Und das Beste: Das Upgrade des „Beast of the Green Hell“ kostet den Gast keinen Cent extra. Die Mitfahrt auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt gibt es weiterhin für 295 Euro.Einen 20,832-Kilometer-Höllenritt über den geschichtsträchtigen Asphalt des Nürburgrings: Nichts Geringeres erfahren Adrenalin-Fans Woche für Woche auf dem Beifahrersitz des „Beast of the Green Hell“. Doch ab sofort steckt ein neues Modell des Premium-Herstellers aus Affalterbach unter dem markanten Design des Co-Pilot-Fahrzeugs.Der Mercedes-AMG GT R PRO verspricht noch unterhaltsamere Runden auf der Nordschleife. Verglichen zu seinem Vorgänger sorgen optimiertes Leistungsgewicht, verbesserte Aerodynamik  und ein neues Fahrwerk für zusätzlichen Spaß auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt. Ergänzt wird dies von den erfahrenen Piloten der Nordschleife, die am Steuer des 585-PS-starken Wagens sitzen. Buchbar sind die Co-Pilot-Fahrten Online. Bis in den November hinein stehen für dieses Jahr noch Termine zur Auswahl – oft mehrmals pro Woche. Noch flexibler sind Gutscheine, die ohne Termindruck eingelöst werden können. Weitere Infos gibt es hier.

Deutsche GT-Meisterschaft trägt das Finale am Nürburgring aus

25.08.2021

Die Titelentscheidung in der Deutschen GT-Meisterschaft fällt in der Eifel, der Nürburgring ist erstmals Austragungsort für ein Finalwochenende des ADAC GT Masters. Vom 5. bis 7. November werden dort die Rennen nachgeholt, die nach der Flutkatastrophe in der Region nicht wie geplant Anfang August ausgetragen werden konnten. Auch die ADAC GT4 Germany, die ADAC Formel 4 und die ADAC TCR Germany ermitteln im Rahmenprogramm des ADAC GT Masters in der Eifel ihre Champions. Alle für das ADAC GT Masters auf dem Nürburgring bereits gekauften Tickets behalten für den Nachholtermin ihre Gültigkeit und müssen nicht umgetauscht werden. Mehr Informationen & Tickets „Wir freuen uns, dass wir einen Nachholtermin auf dem Nürburgring realisieren konnten, nachdem wir das Rennen Anfang August nach der Flutkatastrophe nicht austragen konnten. Es war uns wichtig die Rennen dort nachzuholen, denn für die Region sind gerade jetzt Großevents wie die Deutsche GT-Meisterschaft wirtschaftlich von hoher Bedeutung. Unser Dank gilt dem Nürburgring, dem Hockenheimring und auch der Mediengruppe RTL für die Unterstützung. Der Titelkampf im ADAC GT Masters ist nach sechs Rennen eng und ausgeglichen, wir dürfen uns schon jetzt auf einen heißen Herbst im ADAC GT Masters und einen spannenden Titelshowdown am Nürburgring freuen“, sagt ADAC Vorstand Lars Soutschka. Gefahren wird beim Finalwochenende die zuschauerfreundliche Sprintstrecke des Nürburgrings. Tickets für das Finale gibt es im Online-Shop, für ADAC Mitglieder bereits ab 22,50 Euro. Kinder unter zwölf Jahren haben freien Eintritt. VIP-Tickets für das Wochenende sind ebenfalls im Nürburgring Online-Shop ab € 189,00. Für das Wochenende geltende Corona-Schutzmaßnahmen werden rechtzeitig vorher veröffentlicht.

Vorverkauf für die NLS-Rennen 7 bis 9 gestartet

24.08.2021

Er ist einmalig. Der satte Sound der GT3-Boliden, der dröhnende Klang der Produktionswagen und Cup-Autos bei der Nürburgring Langstrecken-Serie. Auf diese attraktive Mischung mussten die Fans des Nordschleifen-Championats vor Ort eine Zeitlang verzichten. Das ist vorerst Geschichte. Es gibt frohe Kunde von Seiten der Verantwortlichen der NLS. Der Vorverkauf für die NLS-Rennen Nummer sieben bis neun ist gestartet. Ein besonderer Clou dabei ist, dass es zusätzlich 500 kostenlose Zusatz-Tickets für die Startaufstellung gibt. Erstmals werden auch drei Zuschauerpunkte an der Nordschleife in das Hygienekonzept einbezogen und somit zu offiziellen Zuschauerplätzen. Ticketinhaber erhalten Zugang zu den beliebten Zonen am Brünnchen, Pflanzgarten und Adenauer Forst. Ausschließlich den Ticketinhabern wird mit einer zusätzlichen Parkberechtigung auch der Zugang mit PKW oder Wohnwagen auf diesen Plätzen gewährt. Zugang ist dabei das Zauberwort. Jeder Besucher muss zunächst Corona-bedingt einen Sitzplatz auf einer der Tribünen im Nürburgring Onlineshop buchen und einmalig seinen Platz dort einnehmen. Am Eingang zur gebuchten Tribüne werden die 3Gs erfasst – ein negativer Corona-Test, der vollständige Impfnachweis oder der Nachweis einer Genesung. Danach können sich die Fans frei auf den geöffneten  Tribüne bewegen, das Boxendach und das ring°werk besuchen oder sich an der Nordschleife an den offiziellen Nordschleifen-Besucherpunkten Brünnchen/Pflanzgarten und Adenauer Forst aufhalten. 500 Buchern wird zudem durch ein kostenloses Zusatzticket, das im Onlineshop beim Bestellprozess ausgewählt werden muss, der Zugang zur Startaufstellung ermöglicht. Der Eingang erfolgt über das historische Fahrerlager. Tickets gibt es ab 18 Euro pro Person. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt, benötigen jedoch ebenfalls ein Tribünen-Ticket, das online gebucht werden kann. Dazu müssen im Vorfeld entsprechende Parkscheine für 10 Euro gebucht werden, die dann für den der entsprechenden Tribüne zugeordneten Parkplatz und an der Nordschleife gelten. Mit dem Kauf eines Tickets tut jeder Fan zudem etwas Gutes! Neben einer Fixspende über mindestens 75.000€, die im Rahmen des ROWE 6h-Rennens übergeben wird, spendet die VLN 1€ pro verkauften Ticket zum 6h-Rennen an die Flutopfer im Ahrtal. Im ring°carré (ehemals Eifeldorf Grüne Hölle) befindet sich ein Testcenter für kostenlose Bürgertests. Unter folgendem Link können Termine gebucht werden: https://labor-koblenz.de/ringbesucher.

AlphaTauri-Pilot Alex Albon feiert ersten DTM-Sieg

22.08.2021

Alex Albon feierte am Nürburgring seinen ersten Sieg und bescherte Ferrari den zweiten Erfolg in der DTM-Geschichte. In einem ereignisreichen Rennen entging der für AlphaTauri AF Corse fahrende Thailänder, vom ersten Startplatz ins Rennen gestartet, allen Zwischenfällen und siegte souverän. Der Formel-1-Ersatzfahrer von Red Bull ist der sechste Sieger im achten DTM-Rennen. Bei trockenen, guten Witterungsbedingungen komplettierten der Spanier Daniel Juncadella im Mercedes-AMG des GruppeM-Teams vor dem zweimaligen DTM-Champion Marco Wittmann im BMW von Walkenhorst-Motorsport das Podium. Nach acht von 16 Rennen ist Kelvin van der Linde vom Audi-Team ABT Sportsline der inoffizielle „Halbzeit“-Meister der DTM 2021, obwohl der Südafrikaner an diesem Sonntag nach einer Kollision mit Liam Lawson und Mike Rockenfeller erstmals leer ausging. Mit 129 Punkten geht Kelvin van der Linde als Tabellenführer in die zweite Saisonhälfte. Sein Vorsprung auf Maximilian Götz (96) ist auf 33 Zähler geschmolzen. Neuer Dritter der Punktetabelle ist Wittmann (94), Albon (82) ist auf Rang vier vorgerückt. Wenig Glück hatte Porsche bei der Premiere in der DTM. Wie am Samstag kam Michael Ammermüller im 911-er von SSR Performance nicht ins Ziel, hatte aber mit Startplatz vier das Potenzial deutlich aufgezeigt. Der 19-jährige Belgier Esteban Muth bescherte Lamborghini mit Rang fünf das beste Saisonergebnis. Auch Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock holte im BMW von ROWE Racing als Achter endlich seine ersten DTM-Punkte der Saison. „Das war heute ein richtig guter Tag für mein Team und mich“, so Albon, der erste thailändische Sieger in der DTM. „Das Team hat über Nacht viel gearbeitet, und das hat sich ausgezahlt. Heute haben wir einen Schritt nach vorne gemacht, dieses Momentum wollen wir mitnehmen.“ Die Red-Bull-Ferrari-Kombination von AF Corse ist das erste DTM-Team, das in dieser Saison Rennen mit beiden Fahrern – Albon und Lawson – gewonnen hat. Actionreiches Rennen: „Noch nie in der DTM erlebt: zeitweise fünf Autos nebeneinander.“Wie schon am Samstag erlebten die Zuschauer auf den Tribünen atemberaubende Momente beim Start in dichtgestaffelter Zweierformation, und das wiederholte sich noch zweimal bei Safety-Car-Phasen. Von Startplatz eins stürmte Alex Albon im AlphaTauri-Ferrari an die Spitze und führte das erstmals 23 Autos zählende DTM-Feld vor Daniel Juncadella (ESP/GruppeM-Mercedes-AMG) und Michael Ammermüller (GER/SSR Performance) im Porsche an. Doch schon in der ersten Runde gab es die ersten Zwischenfälle, als der Schweizer Philip Ellis (Mercedes-AMG/WINWARD) durchs Kiesbett rodelte und anschließend diverse Carbonteile auf der Strecke verteilte. Als dann Maximilian Buhk (GER) mit dem Mücke-Mercedes-AMG nach einem Schubser in der Boxenmauer strandete, rückte das Safety-Car zum ersten Mal aus. Als nach Runde drei der erste Re-Start erfolgte, zog Albon erneut auf und davon. Dahinter folgte schon in der zweiten Kurve das nächste Tohuwabohu mit Ammermüller, Luca Stolz im Toksport-Mercedes-AMG, Ellis und Götz. Als nach den ersten Boxenstopps Gaststarter Hubert Haupt, der nach seinen DTM-Starts 1991/1992 sowie 2001 ein Comeback feierte, mit technischem Defekt am Mercedes-AMG seines HRT-Team ausrollte, bremste das Safety-Car erneut das Feld ein. Damit war klar, dass alle, die bis zum diesem Zeitpunkt noch nicht den Pflichtstopp absolviert hatten, im Nachteil waren – und das waren acht Fahrer. Für den nächsten Zwischenfall sorgte Liam Lawson, der in der Schikane ein optimistisches Manöver wagte, das aber nicht gelang. Dadurch schieden ausgerechnet die beiden ABT-Audi von Kelvin van der Linde und Mike Rockenfeller aus, Lawson kassierte eine Durchfahrtsstrafe. Als Tabellenzweiter angereist, blieb der 19-jährige Red Bull-Junior Lawson am Nürburgring ohne Punkte. Überraschenderweise führte nach der zweiten Safety-Car-Phase der ehemalige Formel-1-Pilot Christian Klien (GER/JP Motorsport) und sammelte die ersten Führungskilometer für McLaren. Albon allerdings rückte schnell näher und holte sich die Rennführung souverän zurück mit Juncadella und Wittmann im Schlepptau. „Das war zeitweise echt extrem heute. Teilweise waren wir mit bis zu fünf Autos nebeneinander unterwegs – das war heftig. Das habe ich in der DTM noch nie erlebt, aber es hat trotzdem viel Spaß gemacht“, berichtete Wittmann. „In solchen Momenten ist es immer wichtig, zwischen Risiko und Vorsicht die richtige Entscheidung zu treffen. Das ist uns heute gut gelungen.“ Dramatisches Qualifying: vier Marken in den ersten zwei StartreihenWie schon am Samstag, als 22 Autos innerhalb einer einzigen Sekunde lagen, lieferte auch das Zeittraining am Sonntagvormittag heiße Positionskämpfe. Für Spannung sorgten Regenschauer, die den einen oder anderen spektakulären Dreher zur Folge hatten, die aber allesamt folgenlos blieben. Obwohl der Regen stärker wurde, wurden die Zeiten am Ende besser. Und letztlich jubelte AlphaTauri AF Corse: Alex Albon (THA) bescherte dem springenden Pferd aus Maranello die erste Pole-Positon in der DTM. Dahinter folgten Mercedes-AMG mit dem Spanier Daniel Jancadella (GruppeM), BMW mit Zolder-Sieger Marco Wittmann (GER/Walkenhorst) und Porsche mit Michael Ammermüller (GER/SSR Performance). Damit waren vier Marken in den ersten zwei Startreihen vertreten. Im 23-köpfigen Starterfeld waren alle sieben vertretenen Marken unter den besten Zehn zu finden. Im Qualifying wie im Rennen demonstriert die DTM des Jahrgangs 2021 eine außergewöhnliche Ausgeglichenheit.

Kelvin van der Linde erobert DTM-Sieg am Nürburgring

21.08.2021

Atemberaubende Positionskämpfe, heiße Stoßstangenduelle, aber auch einige Strafen – das siebte Saisonrennen der DTM auf dem Nürburgring verlief äußerst lebhaft. Am Ende bejubelten die Zuschauer auf den vollen Tribünen vor allem Kelvin van der Linde. Der Südafrikaner, vom ersten Startplatz ins Rennen gegangen, eroberte mit dem Audi von ABT Sportsline in eindrucksvoller Manier seinen dritten Saisonsieg und baute damit seine Tabellenführung weiter aus. Als bester Gaststarter erkämpfte sich Luca Stolz (GER) im Mercedes-AMG des Teams Toksport WRT den zweiten Platz auf dem Podium vor dem Schweizer Philip Ellis im WINWARD-Mercedes-AMG. Da Stolz als Gaststarter keine Punkte erhält, durfte sich der viertplatzierte Lokalmatador Mike Rockenfeller, in Neuwied geboren, über 15 Punkte auf seinem DTM-Konto freuen. Beim DTM-Spektakel auf dem Nürburgring waren erstmals 23 Rennwagen am Start, so viele wie seit Jahren nicht mehr. Zudem feierte Porsche seine Premiere in der DTM, hatte allerdings Pech, denn Michael Ammermüller musste den 911-er von SSR Performance bereits nach der Startrunde abstellen. „Ich genieße jede Sekunde dieser Saison. Es hat so lange gedauert, bis ich es in die DTM geschafft habe. Ich habe immer wieder bei Audi angeklopft, ob sie nicht ein DTM-Cockpit für mich haben. Jetzt bin ich um so glücklicher, gegen diese starken Jungs fahren zu dürfen“, sprudelte es Kelvin van der Linde heraus. Der 25-Jährige aus Südafrika schaffte am Nürburgring sogar einen Hattrick: Er erzielte die Pole-Position, fuhr die schnellste Runde und holte den Sieg. „Es war ein intensives Rennen. Beim Start und Re-Start konnte ich mich durchsetzen und in Führung bleiben. Nur nach dem Reifenwechsel musste ich hart kämpfen. Es gab auch einen Kontakt, es wird halt hart gekämpft. Ich habe einen kühlen Kopf bewahrt und bin ruhig geblieben.“ Van der Linde baute seine Meisterschaftsführung auf 129 Punkte aus, neuer Zweiter ist Maximilian Götz (GER) im HRT-Mercedes-AMG, der am Samstag zwölf Punkte sammelte, während der Neuseeländer Liam Lawson (Red Bull-Ferrari, AF Corse) leer ausging und auf Rang drei (80) zurückfiel. Atemberaubend war wieder einmal der Moment des Starts, für Fans und Fahrer gleichermaßen. Im dichtgestaffelten Formationsflug donnerten erstmals seit Jahren 23 Rennwagen die Startgerade hinunter. Ellis oder van der Linde – wer biegt als erster in die spitze Rechts-Kurve? Kelvin van der Linde erwischte die bessere Linie und verteidigte seine Pole-Position vor dem weiß-blauen WINWARD-Mercedes von Ellis. Bis dahin ging alles glatt, doch schon in der Kurzanbindung der Sprintstrecke wurde der Mücke-Mercedes-AMG von Maximilian Buhk (GER) in einen Dreher gezwungen – es folgte eine Safety-Car-Phase. Neben Buhk wurden auch Christopher Haase (GER) im Rosberg-Audi und Michael Ammermüller Opfer der Startrunde und schieden vorzeitig aus. Auch der Re-Start nach dem Ende der vierten Runde erfolgte in der spektakulären Zweierformation, sehr zur Freude der Fans auf den Tribünen und weltweit an den Bildschirmen. Wieder verteidigte van der Linde die Führung, dahinter duellierten sich die beiden Mercedes-AMG von Ellis und Stolz. Es war ein durchgehend lebhaftes Rennen, mit etlichen Scharmützeln im gesamten Feld und mit knallharten Überholmanövern. Bedingt durch die unterschiedlich angetretenen Pflichtboxenstopps durften eine Handvoll Piloten Führungsluft schnuppern. Am längsten fuhr Lokalmatador Mike Rockenfeller (GER) mit dem Abt-Audi an der Spitze, weil er seinen Pflichtstopp am längsten hinauszögerte. Ob im Kampf um die Podiumsplätze sich Philip Ellis, Alex Albon und Luca Stolz duellierten oder im Kampf um die Punkteplätze Liam Lawson, Markus Winkelhock und Daniel Juncadella - es wurde Motorsport vom Feinsten geliefert. Winkelhock, der die verhinderte Sophia Flörsch im ABT-Audi mit Space-Drive-Lenkung von Paravan vertrat, kassierte letztlich eine Boxen-Durchfahrtsstrafe, weil er einen Dreher des Lawson-Ferrari ausgelöst hatte. Nachdem Rockenfeller nach 31 Runden als Letzter neue Reifen abholte, war der Weg frei für seinen Teamkollegen Kelvin van der Linde zum dritten Saisonsieg. Gastfahrer Lucas Stolz, dessen Team in Quiddelbach inmitten der legendären Nordschleife ansässig ist, hatte sich auf Rang zwei vorgekämpft. „Das waren guter Fights heute, und ich hoffe, das war nicht unser letztes DTM-Rennen“, so stolz. Wie sehr Rockenfeller, ohnehin als „Reifenpflüsterer“ bekannt, seine Reifen geschont und trotzdem gute Rundenzeiten erzielt hatte, unterstrich am Ende sein vierter Platz – seine ungewöhnliche Strategie zahlte sich aus. Unmittelbar vor dem Start des Rennens hatte sich alle Fahrer und Teamchefs der DTM vor der Zuschauer-Tribüne am Ende der Startgeraden eingefunden. Mit einem Transparent „Danke an alle Helfer“ und einer Schweigeminute gedachten Fahrer, Teamchefs und Zuschauern den Opfern der Flutkatastrophe vom 14./15. Juli vor allem im Nürburgring-nahen Ahrtal. Knaller Im Qualifying: 22 Autos innerhalb von einer Sekunde / 3. Pole für Kelvin van der Linde Was das 23-köpfige Starterfeld im Samstag-Qualifying ablieferte, war der Knaller. Es war eng, enger, super-eng: 22 Autos lagen innerhalb von weniger als einer Sekunde. Nur einer hatte das Geschehen im Griff, und das war der Tabellenführer. Kelvin van der Linde im ABT-Audi erwischte eine perfekte Runde und hatte einen für die Verhältnisse großen Vorsprung von über zwei Zehntelsekunden. Philip Ellis (SUI) im WINWARD-Mercedes und Marco Wittmann (GER) im Walkenhorst-BMW folgten auf den weiteren Plätzen. Somit standen drei Marken auf den ersten drei Startplätzen. Bester Gaststarter im Qualifying war Luca Stolz (GER) im Toksport-Mercedes-AMG als Fünfter, während Porsche bei seiner DTM-Premiere mit Michael Ammermüller (GER/SSR Performance) nur auf Rang 20 landete. Am Sonntag wird das achte von 16 Saisonrennen auf dem Nürburgring ausgetragen. Wer wird „Halbzeit-Meister“ in der DTM 2021 – diese Frage wird am Sonntag ab 13:30 Uhr beantwortet. SAT.1 überträgt ab 13:00 Uhr live.   

Aus dem Double-Header werden im September 2022 die „12 Stunden Nürburgring“

19.08.2021

In der Nürburgring Langstrecken-Serie werfen große Ereignisse ihre Schatten voraus. Die Verantwortlichen des Nordschleifen-Championats haben einen naheliegenden Gedanken zur Marktreife entwickelt. Aus dem vor kurzem zum zweiten Mal durchgeführten Double-Header werden im kommenden Jahr die „12 Stunden Nürburgring“. Sogar der Termin für dieses Saisonhighlight der NLS steht bereits fest. Am 10./11. September 2022 steigt die Premiere, die mit einem attraktiven Rahmenprogramm auch abseits der Strecke angereichert werden soll.Am Samstag und Sonntag wird jeweils ein Abschnitt über sechs Stunden gefahren, der erste führt bis in die Dämmerung hinein. Der Clou an dem Ganzen ist aber die 12h-Wertung für das gesamte Wochenende. Wie wird das gewährleistet? Indem nach dem ersten Teil am Samstag Parc Fermé Bestimmungen gelten. Sprich, an den Autos darf über Nacht nicht gearbeitet werden. Am darauffolgenden Morgen geht die Hatz durch die Grüne Hölle weiter. Das gibt den Teams auch die Gelegenheit, Sponsoren und Gäste einzuladen, ohne den bisherigen Zeitdruck, die Fahrzeuge vorbereiten zu müssen.„Im vergangenen Jahr war der Double-Header, aus der Corona-Situation heraus geboren, ein voller Erfolg. Alle Beteiligten waren begeistert, so dass wir auch in diesem Jahr eine Doppelveranstaltung im Kalender hatten. Also dachten wir uns: Wieso nicht ein 12-Stunden-Rennen? Dabei möchten wir die Unterbrechung am Samstagabend nutzen, um gemeinsam mit Teams, Fans und Sponsoren zu feiern. Zudem soll es die Möglichkeit für Camping am Nürburgring geben“, sagt Christian Stephani, der Geschäftsführer der VLN VV GmbH & Co. KG. Ralph-Gerald Schlüter, Generalbevollmächtigter der VLN e.V. & Co. oHG, ergänzt: „Ein besonders stimmungsvolles Highlight im Kalender ist sowohl für Zuschauer als auch für Teilnehmer ein erheblicher Mehrwert. Zusammen mit dem neuen Wertungsmodus, der 2022 eingeführt wird, erhalten das ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen und die 12 Stunden Nürburgring ein größeres Gewicht.“ Insgesamt wird es im nächsten Jahr acht Veranstaltungen geben. Es stehen sechs weitere Rennen über die Distanz von vier Stunden auf dem Programm. Das verspricht noch mehr atemberaubenden Motorsport im Nordschleifen-Championat. Die alte Saison ist noch nicht beendet, die Vorfreude auf die neue Saison ist aber jetzt schon spürbar.

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