NEWS

06 Mai, Mittwoch

Christoph Sagemüller (Mercedes-AMG Motorsport) im Interview: Was die Nordschleife und das 24‑Stun...

Christoph Sagemüller von Mercedes‑AMG Motorsport gibt Einblicke, warum die Grüne Hölle und das 24h Nürburgring entscheidende Impulsgeber für Entwicklung und Markenidentität sind. Welche Bedeutung hat das 24h-Rennen für Ihre Marke?              Das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring ist für Mercedes-AMG eines der wichtigsten Motorsportereignisse weltweit – nicht nur historisch, sondern vor allem...
Martin Huning (RAVENOL) im Interview: Was die Nordschleife und das 24‑Stunden-Rennen am Nürburgring für die Automobilindustrie bedeuten

06.05.2026

Martin Huning von RAVENOL erklärt im Interview, warum die 24h Nürburgring als Härtetest für Entwicklung, Performance und Innovation unverzichtbar ist. Welche Bedeutung hat das 24h-Rennen für Ihre Marke?Das 24h Rennen ist für die Marke RAVENOL das motorsportliche Highlight im Jahres. Bei keinem Event ist RAVENOL so präsent wie beim Rennmarathon in der Eifel. Wir sind Titelpartner der Veranstaltung und neben  vielen Darstellungen rund um die Strecke auch auf allen Startnummern der Fahrzeuge sowie Fahreroveralls präsent. Ferner betreuen wir gut ein Drittel des gesamten Starterfeldes mit unseren Produkten. Welche Bedeutung hat die Nordschleife für Ihre Marke?Wir sind ein Unternehmen, welches international sehr breit aufgestellt ist. Und die Nordschleife ist wirklich überall ein Begriff und unseren Kunden weltweit bekannt. Wenn ich von Kunden auf die Motorsportaktivitäten von RAVENOL angesprochen werden, kommt das Gespräch immer sehr schnell auf die Nordschleife. 24h-Rennen gibt es überall auf der Welt. Für viele macht die Nordschleife des Nürburgrings den Unterschied. Wie sehen Sie das und warum?Die „Grüne Hölle“ macht schon als Rennstrecke an sich ihrem Namen alle Ehre und verlangt Fahrer und Material über die lange Distanz schon alles ab. Meines Wissensist der Nürburgring die längste permanente Rennstrecke der Welt. Auch die Anzahlt der Gesamtfahrzeuge ist beeindrucken. Die unterschiedlichen Fahrzeugkategorien in über zwanzig Klassen ist einmalig. Welche Attribute und Emotionen verbinden Sie generell mit der Nordschleife, und was macht diese Strecke beim 24h-Rennen noch einmal so besonders?Die Nordschleife kann bekanntlich im Rahmen von Touristenfahrten von allen befahren werden, die sie einmal unter die Räder nehmen wollen.  Das ist für Motorsport-Fans ein besonderes Erlebnis und macht die Nordschleife sehr „nahbar“ und vertraut.Die Strecke feiert zudem im kommenden Jahr schon ihr 100stes Bestehen. Sie hat viel erlebt und die Besucher in all der Zeit immer bestens unterhalten. Und die Fans selbst sind genauso besonders wie die Nordschleife selbst. Es ist wirklich beeindrucken, was beim 24h rund um die Nordschleife in Sachen „kreatives Campen“ allein baulich auch die Beine gestellt wird. Und dann verwandeln die Fans die Eifel zu einem einzigen großen „Motorsport-Festival“.  Was braucht es konkret, um auf der Nordschleife und am Ende auch beim 24h-Rennen erfolgreich zu sein?Neben einem Fahrer-Lineup mit guter Nordschleifen-Erfahrung und einem eingespielten Rennteam ist es ein gleichermaßen leistungsfähiges als auch zuverlässiges Fahrzeug. Neben den Funktionsgruppen wie Motor und Getriebe braucht es natürlich weitere grundlegende Komponenten aus dem Automotive-Bereich. An der Stelle kommen natürlich auch wir mit unseren Produkten ins Spiel. Bei einem 24h Rennen schadet es allerdings auch nicht, ein bisschen Glück mit an Bord zu haben. Wenn man seit Jahren am Nürburgring entwickelt und testet: Warum braucht es im Vorfeld des 24h-Rennens überhaupt noch spezifische Nordschleifen-Tests? Wir entwickeln permanent neue Produkte und modifizieren gleichzeitig unsere bewährten Betriebsstoffe. Gerade wenn es sich Performance-Bringer handelt,möchten wir diese vor dem Einsatz im Wettbewerb dort testen, wo sie sich später auch bewähren sollen. Welche Rolle spielt die Nordschleife für Ihre Marke als Test- und Entwicklungsstandort für den Renneinsatz sowie für Serienfahrzeuge und Endkundenprodukte?Wie heißt es so schön: „Jeder lobt, was Nürburgring erprobt!“. Und das trifft absolut zu. Jeder weiß um die besonderen Herausforderungen, die die Nordschleife an Mensch und Material stellt. Unsere Rennsport-Produkte, die langjährig auf dem Nürburgring erfolgreich eingesetzt werden, sind sogar mit dem Logo „Nürburgring tested“ versehen, das schafft Vertrauen in die Marke. Eine Ölmarke, die auf der Nordschleife performt, ist mehr als alltagstauglich. Wo liegt die Schnittmenge zwischen dem Renneinsatz und Produkt für den Endkunden / dem normalen Straßenverkehr?Der Motorsport generell dienst uns dazu, unsere Produkte in Sachen Performance und Nachhaltigkeit immer wieder zu verbessern beziehungsweise neue Produkte bedarfsabhängig zu konzipieren. Der Input, den wir durch unsere Zusammenarbeit mit Herstellern, Rennserien und Teams bekommen, ist sehr wertvoll, sowohl uns als Unternehmen als auch unsere Schmierstoffe weiter zu entwickeln. Und unsere Serienprodukte stehen den Rennschmierstoffen in nichts nach, schließlich kommt ja alles aus einem Hause und zum großen Teil sind sogar dieselben Mitarbeiter in die Entwicklung involviert. Anschließend an Frage 8: Welche Kommunikationsschwerpunkte leiten sich für Sie aus dem 24h-Rennen ab und welche Bedeutung hat dabei für Sie der Faktor Nordschleife? a.    In der Aktivierung vor Ort Es geht darum, die Marke und entsprechenden Produkte einem großen Publikum vor Ort und via Kommunikationsmittel (TV, Internet etc.) bekannt zu machen und dies bei einem der bekannten Rennen und Rennstrecke weltweit.b.    in der nationalen / internationalen Kommunikation rund um das Rennen? Wir positionieren das 24h als absolutes Highlight, der Rekord an Zuschauern, Autos, Teams, Fahrer, TV-Reichweite und Übertragungsdauer.c.    In der strategisch langfristigen Kommunikation?RAVENOL bündelt im 24h seine wichtigsten Partnerschaften: Zum Nürburgring als Rennstrecke, zum 24h selbst, zu den Fahrzeugherstellern, Teams und Fahrer. Dazu kommt unsere Lounge, in der wir Mitarbeiter und Gäste begrüßen, für die die vorgenannte Kombination an Engagements ein beeindruckendes Erlebnis darstellt. Wir setzen das Mercedes-AMG Team RAVENOL mit dem GT3 ein. All dies verfolgen wir langfristig und bildet einen wichtigen motorsportlichen Schwerpunkt für uns. 

Alexander Kühn (Goodyear) im Interview: Was die Nordschleife und das 24‑Stunden-Rennen am Nürburgring für die Automobilindustrie bedeuten

06.05.2026

Alexander Kühn von Goodyear spricht über die Herausforderungen der Nordschleife und zeigt, wie die Erfahrungen aus dem 24h‑Rennen in die Produktentwicklung einfliessen. Welche Bedeutung hat das 24-Stunden-Rennen für Ihre Marke?Für Goodyear ist ein 24-Stunden-Rennen der ultimative Beweis für beständige Leistung. Es geht nicht darum, für ein paar Runden Spitzenleistung zu erbringen, sondern darum, über einen ganzen Tag und eine ganze Nacht des Rennens hinweg Beständigkeit, Zuverlässigkeit und Vertrauen aufrechtzuerhalten. Diese Philosophie ist tief in unserer DNA verwurzelt und steht in direktem Zusammenhang mit legendären Veranstaltungen wie den 24 Stunden von Nürburgring oder den 24 Stunden von Le Mans, bei denen Goodyear immer wieder seine Fähigkeit unter Beweis gestellt hat, Teams mit Reifen zu unterstützen, die unter extremen und sich ständig ändernden Bedingungen vorhersehbare und konstante Leistung erbringen. Ein 24-Stunden-Rennen ist der Ort, an dem Vertrauen aufgebaut und verdient wird. Welche Bedeutung hat die Nordschleife für Ihre Marke?Die Nürburgring-Nordschleife nimmt einen einzigartigen Platz in Goodyears Rennsportgeschichte ein. Als eine der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt – mit einer Kombination aus hohen Geschwindigkeiten, technischen Abschnitten, Höhenunterschieden und sich ständig ändernden Grip-Verhältnissen – hat Goodyear dort zahlreiche Siege errungen und ist nach wie vor ein vertrauenswürdiger Partner für Teams aller Kategorien. Zuletzt sicherte sich Goodyear im letzten Qualifikationsrennen vor dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring Siege sowohl in der GT3 Pro AM- als auch in der AM-Klasse. Was bedeutet der Erfolg auf der Nordschleife heute für Goodyear, sowohl in Bezug auf die Tradition als auch auf die anhaltende Relevanz im Motorsport?Für Goodyear ist die Nordschleife ein echtes lebendes Labor. Sie bringt die Reifentechnologie an ihre Grenzen und spiegelt perfekt wider, wofür wir stehen: technische Exzellenz, Langlebigkeit und konstante Leistung unter Druck. Über die Rennstrecke hinaus steht der Nürburgring auch für eine der langjährigsten Partnerschaften von Goodyear im Motorsport. Als offizieller Partner des Nürburgrings ist er zu einem der bedeutendsten Orte weltweit geworden, um die Faszination des Motorsports zu erleben und mit den Millionen von Fans in Kontakt zu treten, die sich jedes Jahr an diesem legendären Austragungsort versammeln. Es gibt 24-Stunden-Rennen auf der ganzen Welt. Für viele macht die Nordschleife am Nürburgring den Unterschied. Wie sehen Sie das und warum?Wir verstehen vollkommen, warum die Nordschleife eine Sonderstellung einnimmt. Während viele Rennstrecken Geschwindigkeit oder Ausdauer auf die Probe stellen, testet die Nordschleife alles auf einmal – Auto, Fahrer und Reifen. Ihre Länge, Komplexität und Unvorhersehbarkeit machen sie zu einem echten Maßstab für Langstreckenrennen. Um hier erfolgreich zu sein, braucht es nicht nur absolute Leistung, sondern einen Reifen, der über lange Stints, bei wechselndem Wetter und unterschiedlichen Streckenbedingungen Vertrauen, Stabilität und Beständigkeit bietet. Diese Kombination macht das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring so besonders – und für Goodyear so bedeutsam. Welche Eigenschaften und Emotionen verbinden Sie generell mit der Nordschleife, und was macht diese Strecke während des 24-Stunden-Rennens noch besonderer?Die Nordschleife ist ein Synonym für Respekt, Intensität und Authentizität. Sie verlangt Konzentration und belohnt Präzision. Während des 24-Stunden-Rennens werden diese Emotionen noch verstärkt. Tag und Nacht bei wechselnden Temperaturen und Bedingungen zu fahren, schafft ein einzigartiges Erlebnis. Für Goodyear verkörpert sie die Essenz des Langstreckenrennsports: Belastbarkeit, Teamwork und beständige Leistung über einen langen Zeitraum. Was braucht es konkret, um auf der Nordschleife und letztlich auch beim 24-Stunden-Rennen erfolgreich zu sein?Erfolg auf der Nordschleife und über volle 24 Stunden hängt von der Leistungsbeständigkeit ab. Teams brauchen Reifen, auf die sie sich Runde für Runde, Stint für Stint verlassen können, ohne Überraschungen. Für uns bedeutet das, Produkte zu liefern, die Grip, Beständigkeit und Vorhersehbarkeit vereinen, sodass Fahrer und Teams sich auf die Umsetzung statt auf die Anpassung konzentrieren können. Ob auf dem Nürburgring oder beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans – das Prinzip bleibt dasselbe: Langstreckenrennen belohnen Beständigkeit – und genau darin liegt die Stärke von Goodyear. Wenn Sie schon seit Jahren am Nürburgring entwickeln und testen: Warum sind im Vorfeld des 24-Stunden-Rennens immer noch spezifische Tests auf der Nordschleife erforderlich?Selbst nach jahrelanger Entwicklung und Testarbeit am Nürburgring sind spezifische Tests auf der Nordschleife im Vorfeld des 24-Stunden-Rennens nach wie vor unerlässlich, da die Rennstrecke niemals statisch ist. Die Bedingungen ändern sich ständig – von Wetter und Temperatur bis hin zur Entwicklung der Strecke und der Verkehrsdichte – und die Anforderungen eines 24-Stunden-Rennens unterscheiden sich grundlegend von denen jedes anderen Rennens. Tests vor der Veranstaltung ermöglichen es uns, das Reifenverhalten unter genau den Bedingungen zu validieren, mit denen die Teams während des Rennwochenendes wahrscheinlich konfrontiert werden, die Reifenmischungsauswahl zu verfeinern und absolute Beständigkeit und Vorhersehbarkeit über lange Stints hinweg sicherzustellen. Auf der Nordschleife geht es beim Erfolg nicht nur um Spitzenleistung – es geht um Beständigkeit, Vertrauen und Wiederholbarkeit über einen längeren Zeitraum. Diese abschließenden Tests stellen sicher, dass unsere Reifen vollständig auf die einzigartigen Herausforderungen des Rennens abgestimmt sind, und geben den Teams das nötige Vertrauen, sich auf die Umsetzung zu konzentrieren, wenn es darauf ankommt. Welche Rolle spielt die Nordschleife für Ihre Marke als Test- und Entwicklungsstandort sowohl für den Rennsport als auch für Serienfahrzeuge und Endkundenprodukte? Das Fahren auf der Nürburgring-Nordschleife ist für mehrere Erstausrüster eine Leistungs- und Validierungsanforderung, was die Relevanz nicht nur im Rennsport, sondern auch in der Entwicklung von Verbraucherprodukten belegt. Wo liegt die Schnittstelle zwischen dem Rennsport und dem Produkt für den Endkunden bzw. den normalen Straßenverkehr? Die Schnittstelle zwischen dem Rennsport und dem alltäglichen Straßenverkehr liegt in den Grundlagen. Im Rennsport bringen wir Reifen in Bezug auf Belastung, Temperatur, Haltbarkeit und Vorhersehbarkeit an ihre absoluten Grenzen – oft über lange Stints und unter sich ständig ändernden Bedingungen. Genau diese Eigenschaften schätzen Kunden auf der Straße: Vertrauen, Beständigkeit und Langlebigkeit – nicht nur Spitzenhaftung. Rennstrecken wie die Nürburgring-Nordschleife fungieren als Brücke zwischen diesen beiden Welten. Sie ist nicht nur ein Testgelände für Rennreifen, sondern auch ein Validierungsmaßstab für Serien- und Erstausrüstungsreifen. Die im Rennsport gewonnenen Daten, Materialkenntnisse und Konstruktionslösungen fließen direkt in unsere Straßenprodukte ein, vom Verhalten der Mischung über die strukturelle Integrität bis hin zur Nasshaftung. Kurz gesagt: Der Rennsport ermöglicht es uns, das Lernen unter extremen Bedingungen zu beschleunigen, und dieses Wissen führt zu besseren, zuverlässigeren und fortschrittlicheren Reifen für den Alltag. Dieser Transfer von der Rennstrecke auf die Straße ist der Kern von Goodyears Ansatz und ein wesentlicher Grund dafür, dass unsere Produkte nicht nur auf der Rennstrecke, sondern dort, wo es am wichtigsten ist – auf öffentlichen Straßen –, überzeugen. Anknüpfend an Frage 8: Welche Kommunikationsprioritäten leiten Sie aus dem 24-Stunden-Rennen ab und welche Bedeutung hat der Faktor Nordschleife für Sie in diesem Zusammenhang?Der Nürburgring ist für Goodyear eine außergewöhnliche, vielschichtige Kommunikationsplattform. Auf einer Ebene steht die Leistung im Mittelpunkt: Starke Ergebnisse zu liefern und zu erklären, wie wir arbeiten, ist eine zentrale internationale Kommunikationspriorität, denn eine gute Leistung auf dem Nürburgring ist an sich schon ein starkes Statement. Genau deshalb sind wir ein langfristiger Partner der Rennstrecke. Die Nordschleife stellt den ultimativen Maßstab dar, und uns dort kontinuierlich zu verbessern, ist eines unserer Ziele – es gibt keinen besseren Ort, um uns selbst herauszufordern, Leistungsgrenzen zu verschieben und unsere technische Kompetenz einem globalen Publikum zu demonstrieren, das von Leidenschaft und Authentizität angetrieben wird.

Christoph Sagemüller (Mercedes-AMG Motorsport) im Interview: Was die Nordschleife und das 24‑Stunden-Rennen am Nürburgring für die Automobilindustrie bedeuten

06.05.2026

Christoph Sagemüller von Mercedes‑AMG Motorsport gibt Einblicke, warum die Grüne Hölle und das 24h Nürburgring entscheidende Impulsgeber für Entwicklung und Markenidentität sind. Welche Bedeutung hat das 24h-Rennen für Ihre Marke?              Das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring ist für Mercedes-AMG eines der wichtigsten Motorsportereignisse weltweit – nicht nur historisch, sondern vor allem auch strategisch. Für uns ist der Langstreckenklassiker ein Event, bei dem sich unsere Marke unter extremen Bedingungen beweisen muss. Als Motorsportverantwortlicher messe ich den Erfolg dort jedoch nicht ausschließlich am Ergebnis, sondern auch daran, ob wir unseren Performance-Ansprüchen unter realem Wettbewerbsdruck gerecht werden. Gesamtsiege wie 2013 und 2016 haben für uns deshalb eine besondere Bedeutung. Sie sind nicht nur sportliche Erfolge, sondern auch ein klarer Beleg für die Leistungsfähigkeit unserer Marke. Welche Bedeutung hat die Nordschleife für Ihre Marke?Für uns ist sie der ultimative Härtetest. Was hier funktioniert, funktioniert unter nahezu allen Bedingungen. Diese Rolle geht weit über den Motorsport hinaus. Die dort gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar in unsere Serienfahrzeuge ein, insbesondere in den Bereichen Fahrdynamik, Langzeitbeanspruchung und Performance unter extremen Bedingungen. 24h-Rennen gibt es überall auf der Welt. Für viele macht die Nordschleife des Nürburgrings den Unterschied. Wie sehen Sie das und warum?24-Stunden-Rennen gibt es viele. Jedes mit eigenem Charakter, doch keines vereint so viele Herausforderungen gleichzeitig wie die Nürburgring Nordschleife, die nicht ohne Grund auch als „Grüne Hölle“ bekannt ist. Der entscheidende Unterschied liegt in der Streckenlänge sowie in der Kombination aus anspruchsvoller Charakteristik, dichtem Verkehr mit bis zu 150 Fahrzeugen unterschiedlichster Leistungsklassen und oft stark wechselnden Witterungsbedingungen – bei Tag und bei Nacht. Diese Komplexität macht das Rennen einzigartig und aus meiner Sicht zum anspruchsvollsten 24-Stunden-Rennen weltweit. Hinzu kommt eine emotionale Komponente: Durch die Nähe zu Affalterbach, den Entwicklungsstandort vor Ort und enge Verbindungen in die Region hat dieses Rennen für uns den Charakter eines Heimrennens. Welche Attribute und Emotionen verbinden Sie generell mit der Nordschleife, und was macht diese Strecke beim 24h-Rennen noch einmal so besonders?Die Nordschleife steht für maximale Intensität, Präzision und Respekt. Sie ist eine der herausforderndsten Strecken der Welt. Sie verlangt von Fahrerinnen und Fahrern ebenso wie von der Technik ein außergewöhnlich hohes Maß an Konzentration und Disziplin. Aber genau das macht ihren Reiz aus. Gleichzeitig entsteht durch die Fans, die Teams und die besondere Atmosphäre entlang der Strecke ein einzigartiges Erlebnis, das es in dieser Form kaum ein zweites Mal gibt. Für uns als Marke wird diese Verbindung durch eigene Touchpoints wie die AMG Lounge oder Tribüne zusätzlich erlebbar – das schafft Nähe und macht die Marke vor Ort greifbar. Was braucht es konkret, um auf der Nordschleife und am Ende auch beim 24h-Rennen erfolgreich zu sein?Ein Erfolg beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring ist immer das Ergebnis eines perfekt abgestimmten Gesamtpakets. Aus meiner Sicht sind folgende Faktoren entscheidend: eine perfekte Vorbereitung, fehlerfreie Abläufe im Team, ein sauberes und vorausschauendes Navigieren durch den Verkehr sowie eine klare strategische Disziplin über die gesamte Renndistanz. Alles, was darüber hinausgeht und dieses Rennen von den meisten anderen unterscheidet – etwa unerwartete Bedingungen, dichter Verkehr mit Fahrzeugen sehr unterschiedlicher Leistungsklassen und entsprechend großen Geschwindigkeitsunterschieden sowie der Rennverlauf insgesamt – lässt sich nur begrenzt beeinflussen. Deshalb gehört neben der Vorbereitung auch immer ein gewisses Maß an Rennglück dazu. Wenn man seit Jahren am Nürburgring entwickelt und testet: Warum braucht es im Vorfeld des 24h-Rennens überhaupt noch spezifische Nordschleifen-Tests? Die Nordschleife stellt jedes Jahr neue Anforderungen, deshalb ist eine gezielte Vorbereitung unverzichtbar. Veränderungen an der Strecke, unterschiedliche Witterungsbedingungen, neue Reifenspezifikationen sowie wechselnde Fahrer- und Teamkonstellationen machen es notwendig, jedes Detail neu zu validieren. Gerade in diesem Jahr kommt hinzu, dass wir mit neuen Teamstrukturen arbeiten. Umso wichtiger ist es, dass sich alle Abläufe und Abstimmungen im Vorfeld unter realen Bedingungen einspielen. Auch unsere langjährigen und sehr erfahrenen Fahrer benötigen und wünschen sich ausreichend Vorbereitungszeit auf der Nordschleife, um sich bestmöglich auf das Rennen vorzubereiten. Denn auch wenn man immer wieder auf der Strecke fährt, ist die Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Kurs mit rund 25 Kilometern außergewöhnlich lang. Rechnet man das auf andere Rennstrecken um, wird schnell klar, wie viel intensiver die Vorbereitung ausfallen muss. Welche Rolle spielt die Nordschleife für Ihre Marke als Test- und Entwicklungsstandort für den Renneinsatz sowie für Serienfahrzeuge und Endkundenprodukte?Die Nürburgring Nordschleife zählt für Mercedes-AMG zu den wichtigsten Entwicklungsstandorten weltweit. Sie ermöglicht es uns, Belastungen und Fahrzustände in einer Intensität und Dichte zu testen, die im normalen Straßenbetrieb nicht darstellbar sind. Ein auf der Nordschleife gefahrener Kilometer unter Hochgeschwindigkeitsbedingungen entspricht dabei einem Vielfachen eines Standardkilometers im Straßenbetrieb. Daraus entsteht ein entscheidender Mehrwert für unsere Serienfahrzeuge. Motorsport ist dabei ein zentraler Treiber: Erkenntnisse aus dem Renneinsatz fließen direkt in die Entwicklung unserer High-Performance-Modelle ein – mit dem Ziel, Performance und Zuverlässigkeit unter Extrembedingungen für unsere Kundinnen und Kunden erlebbar zu machen. Wo liegt die Schnittmenge zwischen dem Renneinsatz und Produkt für den Endkunden / dem normalen Straßenverkehr?Die Schnittmenge liegt vor allem in der Technologie, im Know-how und in der Entwicklungsphilosophie. Themen wie Aerodynamik, Fahrwerk, Thermomanagement und Effizienz werden im Motorsport unter extremen Bedingungen erprobt und anschließend in die Serie übertragen. Unser Anspruch ist es, Performance glaubwürdig von der Rennstrecke auf die Straße zu bringen. Ein aktuelles Beispiel ist die parallele Entwicklung unseres neuen Mercedes-AMG GT3 und der nächsten Generation des straßenzugelassenen Mercedes-AMG GT Black Series. Für mich ist das der konsequenteste Ansatz, Motorsport und Serienentwicklung miteinander zu verzahnen. Anschließend an Frage 8: Welche Kommunikationsschwerpunkte leiten sich für Sie aus dem 24h-Rennen ab und welche Bedeutung hat dabei für Sie der Faktor Nordschleife? a.    In der Aktivierung vor OrtVor Ort steht das unmittelbare Markenerlebnis im Mittelpunkt. Es geht darum, Performance nicht nur sichtbar, sondern erlebbar zu machen – durch Nähe zur Marke, exklusive Einblicke und direkte Kontaktpunkte wie Lounge, Showroom oder Tribüne.b.    in der nationalen / internationalen Kommunikation rund um das Rennen? In der internationalen Kommunikation nutzen wir das Rennen als glaubwürdige Bühne für unsere Performance-Kompetenz. Der entscheidende Punkt ist: Wir zeigen unsere Leistungsfähigkeit nicht im Labor, sondern im realen Wettbewerb unter Extrembedingungen.c.    In der strategisch langfristigen Kommunikation?Langfristig zahlt unser Engagement auf die Positionierung von Mercedes-AMG als High-Performance-Marke ein. Die Nordschleife ist dabei der sichtbarste Beleg für unsere Leistungsfähigkeit. Sie steht für Glaubwürdigkeit, Dauerhaltbarkeit, technische Substanz und den Anspruch, uns kontinuierlich unter den härtesten Bedingungen zu beweisen.

Straßenbaumaßnahmen im Bereich des Nürburgrings

04.05.2026

Aufgrund mehrerer Bau- und Sanierungsmaßnahmen kommt es derzeit auf wichtigen Verkehrsachsen rund um den Nürburgring zu Einschränkungen im Straßenverkehr. Bitte beachtet dies bei eurer Anreise und folgt den ausgeschilderten Umleitungen. Die wichtigsten Informationen haben wir euch nachfolgend zusammengestellt. Alle weiteren Informationen könnt ihr der Internetseite des Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz entnehmen. B 257 - Asphaltarbeiten in der Ortslage Müllenbach dauern witterungsbedingt weiterhin anDie seit dem 18. März laufenden Asphaltarbeiten in der Ortslage Müllenbach im Verlauf der B 257 werden voraussichtlich über den 31. März hinaus andauern. Grund hierfür sind die für die kommende Woche angekündigten Witterungsverhältnisse, die einen planmäßigen Einbau des Asphalts voraussichtlich nicht zulassen werden. Die Maßnahme verschiebt sich somit um etwa zwei Wochen. Sobald es die Wetterlage zulässt, wird der Asphalt umgehend eingebaut. Für die Dauer der Arbeiten bleibt der betroffene Streckenabschnitt weiterhin voll gesperrt. Der Verkehr wird in dieser Zeit ab Wiesemscheid über die B 258 in Richtung Nürburgring, über die L 94 in Richtung Welcherath und über die B 410 in Richtung Kelberg umgeleitet. Die Ortslage Müllenbach kann während der Bauzeit ausschließlich über Kelberg angefahren werden. ℹ️ Die Umleitung ist vor Ort entsprechend ausgeschildert. L 93 – Fahrbahnsanierung zwischen Müllenbach und Nürburgring gestartetSeit dem 24. März wird die L 93 zwischen Müllenbach und dem Nürburgring umfassend saniert. Diese Arbeiten können aus bautechnischen Gründen und aus Gründen der Arbeitssicherheit nur unter Vollsperrung erledigt werden. Der Verkehr wird in dieser Zeit großräumig über die B 257 in Richtung Kelberg, von dort weiter über die B 410 in Richtung Hünerbach mit Anschluss an die K 89 und L 94 umgeleitet. Der Anliegerverkehr zum ADAC-Fahrsicherheitszentrum am Nürburgring wird über eine Behelfszufahrt aufrechterhalten. Die zeitlichen Abläufe der Asphaltarbeiten werden im Vorfeld mit dem Fahrsicherheitszentrum abgestimmt, um betriebliche Abwicklungen entsprechend anzupassen. Im Anschluss an die Fahrbahnsanierung wird das Schutzplankensystem vollständig erneuert. Für diese Arbeiten wird eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung vorgesehen. ℹ️ Aktuelle Informationen hierzu, insbesondere zur Verkehrsführung, können dem Mobilitätsatlas unter hier entnommen werden.

24h Nürburgring nutzen erstmals volle digitale Power an der Nordschleife

04.05.2026

Die Digitalisierung der legendären Nordschleife hat bereits im Sommer 2024 die nächste Stufe erklommen. Nach einer zweijährigen Bauphase und einer Investition von rund zwölf Millionen Euro sorgt ein Netz aus 100 Kameras und 46 LED-Panels für ein neues Sicherheitsniveau. Bisher wurde das Upgrade nur bei Touristen-fahrten, Trackdays und Testfahrten eingesetzt. Bei den diesjährigen ADAC RAVENOL 24h Nürburgring wird dieses System nun erstmals vollständig in den Rennbetrieb integriert. Lückenlose VernetzungDie Basis bilden 100 Kameras und 46 LED-Panels, die entlang der gesamten Strecke installiert wurden. Durch die Verlegung von 80 Kilometern Elektro- und Datenkabeln kann die gesamte Nordschleife – inklusive aller 73 Kurven – lückenlos überwacht werden. Im Normalbetrieb der Nürburgring-Nordschleife – etwa bei Touristenfahrten – sind nicht alle Streckenposten besetzt, durch die Kameras und Panels können die Fahrzeuge aber auf der Strecke verfolgt werden und bei Problemen rechtzeitig gewarnt werden. Bei den 24h Nürburgring sorgt das Feature für ein Sicherheits-Plus. Bei Zwischenfällen – etwa technischen Defekten, Unfällen oder rutschigen Stellen – kann die Rennleitung noch schneller reagieren. „Seit knapp zwei Jahren können wir mit diesem Digitalisierungsschritt den Ablauf von Touristen- und Testfahrten verbessern“, berichtet Ingo Böder, Geschäftsführer Nürburgring GmbH. „Jetzt freuen wir uns, dass auch die 24h Nürburgring davon profitieren können.“ Mehr Sicherheit auch bei HelligkeitBei Touristenfahrten und Trackdays sollen die 46 LED-Panels entlang der GP-Strecke und der Nordschleife die Fahrer schon hunderte Meter vor Gefahrenstellen warnen und damit Unfälle vermeiden. Bei den 24h Nürburgring werden diese zur Unterstützung der Fahrer und Streckenposten genutzt. Der Fokus liegt dabei auf Erhöhung der Sicherheit bei Helligkeit. Sie geben dabei ausschließlich das Flaggensignal wieder, welches am jeweiligen Streckenposten gezeigt wird. Die Panels haben im Gegensatz zu den Flaggen keine sportrechtliche Relevanz. Bei einsetzender Dunkelheit werden die Flaggen, wie bisher, durch Lichtsignale ersetzt. In Verbindung mit weiteren Maßnahmen – wie etwa dem Incident Kamera System, das die Liveübertragung aus allen Cockpits möglich macht – gehen die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring im Bereich Sicherheit einen weiteren großen Schritt nach vorne.

#24hNBR – Wichtige Ticket-Info

30.04.2026

🎫 Die Ticket-Nachfrage im Vorverkauf ist außergewöhnlich hoch.Erstmals in der Geschichte der 24h Nürburgring könnte es sein, dass aufgrund der schon vorab großen Nachfrage die Tageskasse nicht mehr geöffnet wird.  Deshalb: Sichert euch eure Tickets frühzeitig online, damit ihr auf jeden Fall dabei seid!  🚗 Auch schon mal ein Hinweis für die Anreise:Reist am besten frühzeitig an und plant genügend Zeit ein – sowohl für den Bezug der Campingplätze, als auch für den Renntag selbst. Wir halten euch in den kommenden Wochen natürlich weiter auf dem Laufenden!

Teilnehmerboom bei den 24h Nürburgring

29.04.2026

Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring werden ihrem Ruf als Motorsport-Festival der Superlative in diesem Jahr mehr als gerecht: Mit 161 genannten Fahrzeugen wird es das größte Starterfeld seit über zehn Jahren geben – zuletzt waren 2014 mit 165 Fahrzeugen noch mehr Teams beim Langstrecken-Klassiker in der Grünen Hölle vertreten. Weil der Ansturm der Teams so groß ist, wird sogar die Ausschreibung angepasst, die das Feld ursprünglich auf 150 Teilnehmer beschränkte. Möglich wird das auch, weil viele Rennteams ihren Platzbedarf beschränken und so Platz für die Konkurrenten und Kollegen machen. Der erste Blick auf die Starterliste verspricht extreme Leistungsdichte mit neun GT3-Herstellern und über 40 Fahrzeugen in der Topklasse. Zugleich lebt das Rennen auch 2026 von dem, was die 24h Nürburgring seit jeher ausmacht: echtem Multiclass Racing, bei dem Weltstars, Werkspiloten und Nordschleifen-Spezialisten ebenso vertreten sind wie ambitionierte Privatfahrer. ➡️ Hier geht es direkt zur Starterliste. Mit Max Verstappen steht ein prominenter Debütant besonders im Fokus. Der Formel-1-Weltmeister ist mit seinem Mercedes-AMG Team Verstappen Racing am Start, in dem er sich den Mercedes-AMG GT3 mit Lucas Auer, Jules Gounon und Daniel Juncadella teilt – drei Teamkollegen, die sowohl mit ihrer Erfolgsstatistik als auch mit ihrer Nordschleifen-Expertise zur absoluten Spitze gehören. Gemeinsam formiert sich damit ein Aufgebot, das für viele Konkurrenten zur Benchmark werden dürfte. Auch der bisherige Saisonverlauf auf der Nordschleife unterstreicht das Potenzial: Beim NLS-Auftakt war das Team zunächst siegreich, ehe eine Disqualifikation den Erfolg wieder kostete; bei den Qualifiers Mitte April wurde die Vorbereitung mit weiteren Führungskilometern fortgesetzt, bevor ein technischer Defekt zum Ausfall führte. Weltklassepiloten in der SpitzengruppeAuch jenseits des Verstappen-Autos ist die Spitze 2026 herausragend besetzt. In den Topklassen SP9, SP-Pro, SP-X und AT1 stehen zusammen 49 Fahrzeuge, die zugleich um die begehrten Plätze im dreistufigen Top-Qualifying kämpfen. Der Kampf um die besten Startpositionen wird damit in diesem Jahr extra-brisant, und schon im Zeittraining ist der Druck enorm. Schließlich ist im „24h-Sprint“, zu dem sich der Langstreckenklassiker entwickelt hat, die gute Startposition wichtiger denn je, wenn man um den Gesamtsieg mitkämpfen will. Die Titelverteidiger von Rowe-BMW schicken in diesem Jahr zwei ihrer BMW M4 GT3 auf die Jagd nach dem Sieg – im Cockpit jeweils ein Aufgebot von Top-Werkspiloten. Ebenso stark besetzt sind die Markenkollegen von Schubert, die das BMW-Aufgebot komplettieren. Bei Porsche bildet erneut Manthey die Speerspitze und schickt den „Grello“ #911 mit Kévin Estre, Thomas Preining und Ayhancan Güven ins Rennen – damit sitzen dort gleich zwei DTM-Champions im Auto. Preining sicherte sich den Titel 2023, Güven krönte sich 2025 zum Champion. Estre wiederum gewann die 24h Nürburgring 2021 im Manthey-Porsche. Auch die Sieger der 24h Qualifiers, Scherer PHX (Audi) sind vertreten, Abt (Lamborghini), Walkenhorst (Aston Martin), Dinamic und Lionspeed (Porsche), HRT (Ford) und weitere Spitzenteams bringen Fahreraufgebote an den Ring, die kaum Wünsche offenlassen. Neun Hersteller in der Topklasse, Spannung im gesamten FeldDie enorme Qualität an der Spitze spiegelt sich auch in der Markenvielfalt wider. Mit Aston Martin, Audi, BMW, Ferrari, Ford, Lamborghini, McLaren, Mercedes-AMG und Porsche sind neun Hersteller in der Topklasse vertreten. Dazu kommen insgesamt 22 weitere Klassen, in denen ebenfalls um Siege, Podien und Prestige gefahren wird. Außerhalb der Topgruppe wird es besonders bei den GT4 in der SP10 (13 Starter) sowie in den beiden Porsche-Cup-Klassen (Cup 2 mit 11 Startern und Cup 3 mit 17 Startern) spannend. Und so zeigt sich, dass das Salz in der Suppe der 24h Nürburgring die Vielfalt ist: Während vorne um den Gesamtsieg gekämpft wird, entstehen quer durch das Feld die vielen weiteren Geschichten, die das Rennen so einzigartig machen. Riesen-Starterfeld – möglich dank TeamgeistDass 2026 überhaupt 161 Fahrzeuge an den Start gehen können, ist keine Selbstverständlichkeit. Denn die Ausschreibung sah bislang maximal 150 Fahrzeuge vor – vor allem, weil die Platzverhältnisse im Fahrerlager und in den Boxen den Anforderungen der Teams kaum noch gerecht werden: Wo früher vielen Teams ein Werkstattzelt für den kompletten Service reichte, stehen heute die Trucks aufgereiht. Um dennoch allen genannten Teilnehmern eine Startmöglichkeit zu geben, waren in den vergangenen Tagen intensive Abstimmungen nötig. Mitarbeiter des ADAC Nordrhein suchten in Gesprächen mit zahlreichen Teams Lösungen, ordneten Flächen neu und hinterfragten jeden Quadratmeter, der als Platzbedarf angemeldet war. So wurde mit viel Kleinarbeit der Weg freigemacht, das Riesen-Starterfeld zuzulassen. „Wir freuen uns sehr über die außergewöhnliche Resonanz auf die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring 2026“, sagt Rennleiter Walter Hornung. „Dass wir dieses große und hochkarätige Feld an den Start bringen können, ist nur möglich, weil viele Teams kooperativ mitgezogen haben. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken. Hier zeigt sich der besondere Geist der Langstrecken-Community an der Nordschleife: Vom Weltstar bis zum Privatpiloten ziehen alle an einem Strang, weil jeder Teil dieses besonderen Rennens sein will.“

Von der Königsklasse in die Grüne Hölle

28.04.2026

Die Nachricht schlug Wellen: Max Verstappen tritt bei den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring an. Der vierfache Formel-1-Weltmeister krönt damit eine lange Vorbereitungsphase, die mit SimRacing begann, über NLS-Starts und den obligatorischen Permit-Erwerb für die Nordschleife bis zum Prolog bei den 24h Qualifiers führte. Wenn am 16. Mai die Startampel auf „Grün“ springt, wird sich der Niederländer als 35. Formel-1-Pilot in der Statistik der 24h verewigen. Er ragt mit seinen vier F1-Titeln dabei sicherlich aus der Statistik heraus. Doch einige der ehemaligen 24h-Piloten unter den F1-Veteranen konnten und können es mit seiner Prominenz durchaus aufnehmen – angefangen von Niki Lauda, der 1973 den Langstreckenklassiker am Ring gewann, bis hin zu den deutschen F1-Helden Christian Danner, Nick Heidfeld und Timo Glock. Auch in Sachen GP-Teilnahmen führt Verstappen (bis dato 236 F1-Starts) die Statistik an. Nelson Piquet (204 GPs) hatte eine ähnlich umfangreiche Karriere in der Königsklasse hinter sich bevor er 1994 am Ring antrat. Ebenfalls nicht zu toppen: Verstappens vier WM-Titel, an die immerhin Piquet (Titelträger 1981, ’83 und ’87) sowie die 24h-Teilnehmer Lauda (1975, ’77 und ’84) sowie Jack Brabham (1959, ’60 und ’66) heranreichen. Der zum „Sir” geadelte Australier kam 1980 in die Eifel, blieb im Audi 80 des Teams Karthauser aber chancenlos. Auch „Striezel“ Stuck bleibt unerreichtAls 24h-Rookie gibt es naturgemäß auch einige Aspekte, bei denen eine Reihe von 24h-fahrenden Grand-Prix-Piloten die Nase vorne haben. So wäre ein langer Atem notwendig, um die 19 Starts bei den 24h einzuholen, die Hans-Joachim Stuck von 1970 bis 2011 sammelte. „Striezel“ brachte es in dieser Zeit auf drei Gesamtsiege – allen voran natürlich der erste Platz bei der Premiere der 24h im Jahr 1970. Ebenfalls drei Siege verbuchte Markus Winkelhock bei seinen bislang 16 Starts auf seinem Konto. Der erfolgreichste Ex-Formel-1-Pilot bei den 24h kommt aber aus Portugal: Pedro Lamy sammelte zwischen 2001 und 2010 fünf Gesamtsiege und sechs Klassensiege. Es gab nicht nur Besuch aus der KönigsklasseZu den Weltklassepiloten, die bei den 24h den Weg an den Ring fanden, gehörten nicht nur jene aus der Formel 1: Mit Walter Röhrl (GER), Ari Vatanen (FIN) und Sébastien Loeb (FRA) standen auch drei waschechte Rallye-Weltmeister am Start. Der Finne brachte es auf einen WM-Titel (1981), Röhrl auf zwei (1980 und 1982) und Loeb sogar auf neun (2004 bis 2012). Nicht zu vergessen Johnny Cecotto. Der Venezolaner fuhr vor seiner Zeit in der Formel 1 (1983 bis 1984) in der Motorrad-WM zwei Weltmeistertitel (1975 und ’78) sowie 14 Rennsiege ein. Und auch die 24h mischte er bei seinen vier Starts zwischen 1988 und 1992 auf – er holte 1992 den Gesamtsieg gemeinsam mit Ex-Formel-1-Pilot Christian Danner sowie Jean-Michel Martin und Marc Duez.

Mai-Highlights am Nürburgring: 24h-Rennen, Green Hell Driving Days und eine PS-Premiere

28.04.2026

Nach einem tollen Saisonstart schaltet der Nürburgring im Mai gleich mehrere Gänge hoch: Der kommende Monat steht im Zeichen eines der bekanntesten Langstreckenrennen der Welt, feiert die Deutschland-Premiere eines einzigartigen PS-Festivals und bietet Fans zahlreiche Gelegenheiten, selbst auf der Strecke aktiv zu werden. Verstappen, Fahrradfahren, Viertelmeile – im Mai ist für jeden etwas dabei. Informationen zu allen Events gibt es auch im Netz auf nuerburgring.de. Das sind die Nürburgring-Highlights im Mai: Deutschland-Premiere: Low Scty PS Arena & Bikeforce26 | 09. Mai 2026Am 09. Mai verwandelt sich der Nürburgring in das Zentrum der europäischen Automobil- und Mobilitätskultur. Die Low Scty PS Arena kommt erstmals nach Deutschland. Das Festival ist weit mehr als ein klassisches Auto- und Tuning-Treffen: Auf der Kurzanbindung der Grand-Prix-Strecke treffen JDM-Legenden auf US-Muscle-Cars und kompromisslose Hypercars. Ein Highlight ist das „Race402“: Beim traditionsreichen Viertelmeilen-Beschleunigungsrennen auf der Start-Ziel-Geraden messen sich Boliden mit insgesamt über 125.000 PS im direkten Duell. Parallel dazu schlägt das Herz der Zweirad-Fans bei der „Bikeforce26“ schneller. Die Stuntbike-Competition verspricht Adrenalin pur, wenn die talentiertesten Piloten Europas ihre Skills zeigen. Fahrzeuge hautnah und Benzingespräche gibt es beim Gridwalk während der Drivers-Parade sowie beim „Cars on Track“, bei dem über die Rennstrecke geschlendert werden kann. Tickets sind ab 29,99 Euro erhältlich. Das Rennen des Jahres auf der Nordschleife: ADAC RAVENOL 24h Nürburgring | 14. bis 17. Mai 2026Mitte Mai blickt die Motorsport-Welt in die Eifel. Bei den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring treten Mensch und Maschine gegen die Grüne Hölle an – und Zehntausende fiebern rund um die Strecke mit. Auch wenn die endgültige Starterliste zum Redaktionsschluss noch nicht veröffentlicht ist, lässt der Veranstalter bereits durchblicken: Dieses Jahr wird es richtig voll – auf und neben der Nordschleife. Die 150 Startplätze sind allesamt belegt und der Zuschauerzuspruch bei den Vorbereitungsrennen war riesig. Ein Grund: Formel-1 Fahrer-Max Verstappen tritt dieses Mal beim 24h-Rennen an und möchte sich die Langstreckenkrone aufsetzen. Tagestickets starten bei 37,00 Euro, das volle Event-Erlebnis von Donnerstag bis Sonntag ist ab 74,00 Euro buchbar. Wer die Action zuhause verfolgen möchte: Neben dem Livestream bei YouTube in deutscher und englischer Sprache übertragt der TV-Sender NITRO das gesamte Rennen. Zweirad-Rennsport und Tourenwagen-Action Am Wochenende nach dem 24h-Rennen gehört die Grand-Prix-Strecke zunächst den Bikern: Das ADAC / DMC Reinoldus Race Weekend (23. bis 24. Mai) bietet packenden Breitensport in zahlreichen Klassen – von der Scooter-Klasse über den Yamaha R7 & R3 Cup bis hin zum spektakulären Northern Sidecar Cup. Der Eintritt ist mit 10,00 Euro pro Tag besonders familienfreundlich. Den motorsportlichen Abschluss des Monats bilden die DMV Goodyear Racing Days (29. bis 31. Mai) mit teilnehmerstarken Tourenwagen- und GT-Serien sowie die Nordschleifen-Spezialisten der RCN und GLP am 30. Mai. Selbst mitfahren: Green Hell Driving Days, Rad- und Lauftreff & Trackwalk Nordschleife Für all jene, die das Lenkrad (oder den Lenker) lieber selbst in die Hand nehmen, bietet der Mai reichlich Gelegenheit, den Asphalt der legendären Rennstrecke aus der Cockpit-Perspektive zu erleben. Den Auftakt machen die Green Hell Driving Days powered by Goodyear vom 01. bis 03. Mai: Rund um den Maifeiertag öffnet die Nordschleife an drei aufeinanderfolgenden Tagen von morgens bis abends ihre Schranken für Touristenfahrer. Wer die Ideallinie hingegen lieber entschleunigt und mit fachkundigen Hintergrundinfos erkunden möchte, kann bei den Trackwalks Nordschleife am 08., 22. und 29. Mai hinter die Kulissen blicken. Da die Plätze für diese exklusiven Führungen zu Fuß und per Bus streng limitiert sind, ist hier eine schnelle Anmeldung ratsam. Alle Informationen dazu auf der Webseite des Nürburgrings. Auf Muskelkraft kommt es am 25. und 30. Mai an: Sobald die Motoren ruhen, gehört die Strecke beim Rad- & Lauftreff ab 19:00 Uhr den Radfahrern und Läufern. Es ist die seltene Chance, die berühmten Kurvenkombinationen in der besonderen Atmosphäre der Abendsonne zu genießen und die „Grüne Hölle“ als ganz besondere Herausforderung mit dem Fahrrad zu bezwingen. Die Nürburgring-Highlights im Mai 2026:•    01. - 03.05.2026: Green Hell Driving Days powered by Goodyear (Touristenfahrten)•    09.05.2026:          Low Scty PS Arena & Bikeforce26•    14. - 17.05.2026: ADAC RAVENOL 24h Nürburgring mit RCN und DHLM•    23.- 24.05.2026:  ADAC / DMC Reinoldus Race Weekend•    25.05.2026:         Rad- & Lauftreff (Nordschleife & GP-Strecke)•    29. - 31.05.2026: DMV Goodyear Racing Days•    30.05.2026:         RCN & GLP