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30 Juli, Donnerstag

NLS7: KW 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen läutet die heiße Phase ein

Am kommenden Samstag (1. August) steht mit dem traditionellen KW 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen das Saisonhighlight der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie auf dem Programm. Mit 50 Prozent mehr Fahrzeit als bei den regulären 4-Stunden-Läufen bietet das sechsstündige Spektakel auf der legendären Nordschleife extra viel Action, Taktik und Dramatik. Bei guten Wetteraussichten verspricht der...
NLS7: KW 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen läutet die heiße Phase ein

30.07.2026

Am kommenden Samstag (1. August) steht mit dem traditionellen KW 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen das Saisonhighlight der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie auf dem Programm. Mit 50 Prozent mehr Fahrzeit als bei den regulären 4-Stunden-Läufen bietet das sechsstündige Spektakel auf der legendären Nordschleife extra viel Action, Taktik und Dramatik. Bei guten Wetteraussichten verspricht der Blick in die Teilnehmerliste ein hochspannendes und abwechslungsreiches Feld: Von brandneuen GT3-Projekten über emotionale Comebacks bis hin zu einzigartigen Geschichten aus dem Breitensport ist alles vertreten. Tickets sind ab 25 Euro hier erhältlich, Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt. Wer das Geschehen nicht hautnah vor Ort verfolgen kann, ist ab 08:15 Uhr (Rennstart um 12 Uhr) im kostenlosen Livestream bestens aufgehoben. Ein rollendes Kunstwerk im Zeichen der Familie: Hommage an das Porsche MuseumBeim 6h-Rennen erwartet die Fans ein historisches Highlight auf der Nordschleife: Ein exklusiv gestalteter Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport schlägt als rollendes Kunstwerk die Brücke zwischen Geschichte, Architektur und modernem Kundensport. Das Besondere liegt hierbei im gelebten Familiengedanken der Marke: Einmalig arbeiten das Team von Porsche Heritage und Museum, die Motorsportexperten aus Weissach und das Team 75 Motorsport Hand in Hand für einen gemeinsamen Renneinsatz. Es ist eine Verneigung vor der erfolgreichen GT4-Kundensporthistorie und zugleich der Abschied des allerletzten in Zuffenhausen gebauten Mittelmotor-Rennwagens dieser Baureihe, dessen Design die futuristische Formensprache des Porsche Museums aufgreift. Gesteuert wird das spektakuläre Jubiläumsfahrzeug von zwei echten Nordschleifen-Ikonen und Porsche-Markenbotschaftern: Timo Bernhard und Jörg Bergmeister. Die beiden langjährigen Weggefährten bringen geballte Eifel-Erfahrung mit – Bernhard feierte bereits 10 Gesamtsiege in der NLS, Bergmeister trug sich zweimal in die Siegerliste ein. Nun teilen sich die beiden Nordschleifen-Rekordhalter erstmals das Cockpit eines GT4-Rennwagens und brennen auf den Einsatz – schließlich zählt der Eifelkurs für beide zu den Lieblingsstrecken. Der Rücktritt vom Rücktritt: Herzblut und Drehzahl-Sound im Civic Type REinen maximalen Kontrast zum werksunterstützten Jubiläumsprojekt bildet der Einsatz von Mark Giesbrecht, Frank Kuhlmann und Michael Flehmer, die die unvergleichliche Vielfalt und den Breitensport-Charakter der NLS perfekt repräsentieren. Das Trio besteht aus echten Nordschleifen-Routiniers: Flehmer führt die Riege mit beeindruckenden 42 Klassensiegen an und krönte seine Karriere 2014 mit dem NLS-Gesamttitel an der Seite von Rolf Derscheid. Giesbrecht und Kuhlmann machen das erfahrene Gespann komplett – beide feierten in der Serie bereits jeweils 26 Klassensiege. Dass ihr altbewährter Honda Civic Type R überhaupt beim 6h-Rennen in der Eifel rollt, ist eine emotionale Wende im Saisonplan – und womöglich erst der Anfang für das verbleibende Rennjahr, wie Giesbrecht erklärt: „Bei uns ist es im Grunde der Rücktritt vom Rücktritt. Ursprünglich wollten wir dieses Jahr in der DHLM starten, mussten das aber aus Termingründen verschieben. Nach einer halben Saison Untätigkeit hat es uns schlicht keine Ruhe mehr gelassen. Kurzentschlossen fahren wir nun das 6h-Rennen – und wenn alles gut läuft, hängen wir definitiv noch ein bis zwei weitere Läufe in dieser Saison dran. Alle im Team waren sofort Feuer und Flamme – und wir freuen uns riesig, den Fans an der Nordschleife wieder ein echtes Zweiliter-Gruppe-H-Auto zu präsentieren.“ Langersehntes Renn-Comeback: Ralf Aron greift nach Verletzungspause wieder anEin starkes und emotionales Statement erwartet die Fans in der GT3-Klasse: Rund fünf Monate nach seinem schweren Unfall bei den Bathurst 12 Hour kehrt Mercedes-AMG Performance-Fahrer Ralf Aron wieder auf die Rennstrecke zurück. Der 28-jährige Estländer, der sich im Februar zwei Wirbelbrüche zuzog, feiert beim siebten NLS-Lauf im Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Teams RAVENOL sein Comeback. Dass die Zeit dafür reif ist, betonte Aron nach intensivsten Reha-Monaten spürbar erleichtert: „Die Motorsport-Community hat mir in dieser Zeit unglaublich viel Kraft gegeben. Nach Reha und intensivem Training fühlte sich bei den Tests im Mai vom ersten Moment an wieder alles genau richtig an. Umso mehr freue ich mich, dass jetzt mein erster Renneinsatz bevorsteht.“ Im Cockpit teilt er sich das Fahrzeug mit dem frischgebackenen 24h-Nürburgring-Sieger Luca Stolz, der pünktlich am Rennwochenende seinen 31. Geburtstag feiert. Königsklasse wächst weiter: Neue GT3-Projekte mit langfristigen AmbitionenApropos GT3: Die Top-Kategorie der NLS verzeichnet zum Saisonhöhepunkt weiteren hochkarätigen Zuwachs. Neben den etablierten Größen treten gleich mehrere Teams mit frischen Projekten an – viele davon mit langfristiger Perspektive. Ein spannendes Debüt feiert ERA Motorsport, ein Team aus den USA, das unter anderem in der IMSA aktiv ist: Das Team bringt erstmals ein Mercedes-AMG Kundensportfahrzeug (GT3 EVO) auf die Nordschleife und schickt mit Kyle Tilley, Adam Christodoulou und Jake Hill ein starkes Trio in der SP9 Pro-Am ins Rennen. Ebenfalls ein echter Blickfang in der SP9 Am ist die Rückkehr von Dörr Motorsport: Das Team setzt auf den spektakulären McLaren 720S GT3, pilotiert von den Brüdern Ben und Phil Dörr sowie Nordschleifen-Legende Volker Strycek. Einen Meilenstein setzt zudem der amtierende NLS-Gesamtsieger FK Performance Motorsport: Nach dem Titelgewinn im Vorjahr feiert die Mannschaft aus Bremen ihr GT3-Debüt auf der Nordschleife. Den BMW M4 GT3 Evo steuert ein hochkarätiges Quartett um BMW-Werksfahrer Dan Harper, Leyton Fourie, Maxime Oosten und Pavel Lefterov. Den langfristigen Sprung in die SP9 Am wagt unterdessen Joos Sportwagentechnik. Das Team setzt einen Porsche 911 GT3 R für Teameigner Michael Joos, Nordschleifen-Routinier Fidel Leib und Marco Lamsouguer ein. Und die Ambitionen reichen weit über das 6h-Rennen hinaus, wie Michael Joos betont: „Seit unserem Test im vergangenen Jahr haben wir an einem eigenen GT3-Programm auf der Nordschleife gearbeitet. Wir bestreiten nun die restlichen vier NLS-Saisonrennen mit dem 911 GT3 R. Unser Ziel ist es, so viel Erfahrung wie möglich zu sammeln, um einen soliden Grundstein für ein langfristiges Engagement in der Serie zu legen.“ Für optischen und sportlichen Glanz sorgt schließlich das Team up2race, das mit seinem goldfarbenen Porsche 911 GT3 R – liebevoll „Goldy“ genannt – sein NLS-Debüt gibt. In der SP9 Pro-Am teilt sich DTM-Star und Ex-SimRacer Tim Heinemann das Cockpit mit dem ehemaligen Fußballprofi Oleksii Kikireshko, den Heinemann zugleich als Coach betreut. Internationaler Glanz und Permit-A-Jagd bei Four MotorsAuch das nachhaltige Team Four Motors sorgt beim 6h-Rennen für ein echtes Highlight in der Teilnehmerliste: Im Bioconcept-Car #420 (Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport) teilt sich ein internationales Trio das Cockpit, das Motorsport-Know-how auf Weltklasse-Niveau vereint. Mit dem australischen WEC-Pilot und Le-Mans-Klassensieger Yasser Shahin, dem amtierenden Porsche Junior Marcus Amand aus Frankreich sowie dem Italiener Enzo Trulli – Sohn des ehemaligen Formel-1-Pioniers Jarno Trulli – treffen drei außergewöhnliche Karrieren aufeinander. Für alle drei Piloten ist der siebte NLS-Lauf zudem eine wichtige Reifeprüfung: Sie absolvieren auf dem Bioconcept-Renner ihre DMSB Permit Nordschleife A, um sich die höchste Freigabe für künftige Einsätze in den Top-Klassen der Grünen Hölle zu sichern. Tickets für das Rennwochenende kosten 25 Euro (Kinder bis einschließlich 14 Jahre sind kostenfrei) und sind hier sowie an den Tageskassen erhältlich. Das Ticket beinhaltet den Zugang zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, zu den Zuschauerbereichen Brünnchen und Pflanzgarten sowie zum Fahrerlager, der Boxengasse und der Startaufstellung.Das Zeittraining findet am Samstagmorgen von 08:30 bis 10:00 Uhr statt. Anschließend haben Fans beim Pitwalk ab 10:20 Uhr in der Boxengasse sowie beim anschließenden Gridwalk ab 11:10 Uhr in der Startaufstellung die Gelegenheit, die Fahrzeuge und Piloten aus nächster Nähe zu erleben. Das sechsstündige Rennen wird um 12:00 Uhr gestartet. Wer das Spektakel nicht vor Ort verfolgen kann, schaltet ab 08:15 Uhr den offiziellen Livestream ein oder verfolgt das Geschehen über „Radio Nürburgring“ auf rpr1.de sowie in der RPR1-App.

Tipps für OGP-Besucher: Mehr Klassik erleben

29.07.2026

Wer den BELMOT Oldtimer-Grand-Prix vom 07. bis 90. August auf dem Nürburgring in seiner ganzen Vielfalt erleben möchte, sollte nicht nur auf das Geschehen auf der Strecke achten. In den Fahrerlagern, der AMG-Arena und im ring°boulevard können Besucher historische Rennfahrzeuge aus nächster Nähe erleben. Dort warten auch Ausstellungen, Talkrunden, Autogrammstunden und viele Aktionen der Partner. Hinzu kommen besondere Programmpunkte: Dragster-Showruns, eine Le-Mans-Start-Vorführung, das Formula-Heritage-Fan-Voting und der Vortrag von Motorradlegende Helmut Dähne sind nur einige der vielen Highlights im Rahmenprogramm. Und das Beste: Der Fahrerlagerzutritt ist in jeder Eintrittskarte bereits enthalten.  Wer am Wochenende über das Veranstaltungsgelände schlendert, erlebt zahlreiche Höhepunkte. Im Grand-Prix-Fahrerlager lassen sich die Teilnehmerfahrzeuge der meisten Rennserien aus nächster Nähe betrachten, während im Historischen Fahrerlager die Vorkriegs-Sportwagen der Vintage Sports Car Trophy und die historischen Motorräder der Fahrervereinigung GrabTheFlag! untergebracht sind. Dazu kommen Begegnungen mit Fahrern und Motorsportlegenden: Am Motor-Klassik-Zelt sind Autogrammstunden geplant, am BELMOT-Stand moderiert Jan Schmitz Talkrunden mit Gästen aus Rennsport, Klassikszene und Fahrzeugmarkt. Bei ausgewählten Rennen erläutert er außerdem im Vorstartbereich Fahrzeuge und Fahrer, bevor es auf die Strecke geht. Schnitzer Classic bringt historische Originalfahrzeuge und ehemalige Wegbegleiter in Talkrunden zusammen, von denen viele ausführlich Rede und Antwort stehen: Als Tribute für den unvergessenen Herbert Schnitzer sen. gibt es neben einem beeindruckenden Fahrzeugaufgebot bei Schnitzer Classic auch Talkrunden mit den beteiligten prominenten Piloten. Die sachkundige Moderation übernimmt Karsten Arndt, der Kopf hinter dem beliebten Klassik-Podcast „Alte Schule“. Die Gewinner des Wochenendes sind außerdem auf der Siegerehrungsbühne zu erleben, die damit jeweils nach den Rennläufen in den Fokus des Interesses rückt. Passend zu dem von BMW Classic unterstützten ClassOne-Revival auf der Rennstrecke zeigt Audi am Sport Renntruck außerdem Fahrzeuge aus seiner jüngeren Motorsport-Historie, wie RS5 DTM (2020) oder R18 (2015). Ein Blickfang dort: Der originale DTM-Siegerpokal von 2020. Ein Rennwochenende mit spektakulären ExtrasDas „Programm neben dem Programm“ setzt in diesem Jahr starke Akzente. Dragster-Showruns bringen am Samstag und Sonntag brachiale Beschleunigung auf die Start-Ziel-Gerade, während die Le-Mans-Start-Vorführung und das anschließende Feuerwerk das Abendrennen am Samstag umrahmen. Formel-Fans können über die OGP-Homepage ihre Favoriten in den fünf Klassen der Formula Heritage wählen. Die Publikumslieblinge werden am Wochenende mit „Design-Awards“ ausgezeichnet. Motorradlegende Helmut Dähne berichtet am Samstag in einem Vortrag über Stationen seiner Karriere – die Teilnahme ist nur nach vorheriger kostenloser Anmeldung (ebenfalls über die OGP-Homepage) möglich. Darüber hinaus wird sich der mehrfache Tourist-Trophy-Gewinner und Nordschleifen-Rekordhalter immer wieder im Bereich der historischen Motorräder aufhalten, wo auch seine siegreiche BMW R 90 S zu sehen ist. Weitere Ausstellungsstücke sind der Caracciola-Mercedes von 1927 sowie eine große Bugatti-Präsentation im Historischen Fahrerlager am Sonntag. Spektakuläre Fahrzeuge gibt es auch im GP-Fahrerlager auf der Maserati-Fläche – dort wird das 100. Jubiläum des markanten Dreizacks im Markensignet gefeiert. OGP-Partner bereichern das ProgrammAuch die Partner des BELMOT Oldtimer-Grand-Prix schaffen zusätzliche Treffpunkte im und rund um das Fahrerlager – allen voran BELMOT: Am Stand des Namenspatrons moderiert Jan Schmitz Talkrunden zu spannenden Themen, zudem begleitet er ausgewählte Vorstart-Aufstellungen. Das Motor-Klassik-Zelt ist Schauplatz der Allstar-Autogrammstunden. Dort warten außerdem ein Kenner-Wettbewerb oder einfach eine Tasse Kaffee für den Zwischenstopp. Im ring°boulevard präsentiert Classicbid die Fahrzeuge der Auktion am Samstag von 14:00 bis 15:00 Uhr. Zusätzlich besteht bei den Oldtimer-Spezialisten die Möglichkeit, einen Klassiker im Direktverkauf auch ohne Auktionsteilnahme zu erwerben. Junghans begleitet den OGP als Official Timing Partner und zeigt unter anderem einen BMW M1 sowie den Toyota TF106 und stiftet eine Junghans Meister S Automatic mit Sondergravur für den Sieger der Tourenwagen Golden Ära. Gut vorbereitet zum OGPFür Besucher lohnt sich ein Blick auf die digitalen Informationsangebote des Events. Die offizielle Homepage ist die zentrale Anlaufstelle. Dort gibt es Infos, News, Bildergalerien und mehr. Der nach Flächen gegliederte Besucherwegweiser und der Fan-Zeitplan helfen dabei, die persönlichen Höhepunkte des Wochenendes zu planen. Über die Homepage sind auch Tickets erhältlich – und die Konditionen sind besonders attraktiv: Der Fahrerlagerzutritt ist bei jeder Karte bereits enthalten. Familien profitieren zudem besonders, denn Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre haben in Begleitung eines erwachsenen Ticketinhabers freien Eintritt. Wer Infos direkt auf dem Smartphone bevorzugt, ist mit der onGRID-App bestens ausgestattet. Dort laufen unter anderem Ergebnislisten, Presseinformationen und weitere aktuelle Inhalte zusammen. Wichtige Informationen und Links Tickets und Besucherinformationen:oldtimergrandprix.com/besucher/#besuchertipps Fan-Zeitplan mit allen Events im Rahmenprogramm:oldtimergrandprix.com/besucher/#fan-zeitplanAnmeldung zum Vortrag von Helmut Dähne:oldtimergrandprix.com/vortrag Fan-Voting „Design-Award Formula Heritage“:oldtimergrandprix.com/gewinnspiel-2026onGRID-App (digitaler Ergebnisaushang und weitere Infos direkt aufs Handy):ongrid.app/public

Unsere Nürburgring-Highlights im August

28.07.2026

Motorsport-Monat August: In den kommenden Wochen jagt am Nürburgring eine hochkarätige Rennsportveranstaltung die nächste. Die Höhepunkte bilden dabei die Rennen der DTM (14. – 16. August) und der Oldtimer-Grand-Prix (07. – 09. August). Aber auch der Besuch der GT World Challenge (28. – 30. August) sowie das 6-Stunden-Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie (01. August) sind definitiv eine Reise in die Eifel wert.  Das sind die Nürburgring-Highlights im August: Zwei Stunden obendrauf in der Grünen Hölle: 6-Stunden-Rennen der NLS | 01. August 2026Eine Extra-Portion Racing auf der Nordschleife: Das traditionsreiche 6-Stunden-Rennen der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie steht an. Doch der siebte NLS-Lauf des Jahres bietet weit mehr als zwei zusätzliche Stunden Renndauer. Fans dürfen sich auf einen langen Renntag im August mit einem gut gefüllten Starterfeld freuen. Auch nach dem 24h-Rennen freuten sich die Organisatoren zuletzt über hohe Starterzahlen, sodass mit weit über 100 Rennwagen gerechnet werden darf. Darunter sind pfeilschnelle GT-Wagen, zahlreiche seriennahe Tourenwagen sowie immer mehr Fahrzeuge, die auf alternative Treibstoffe setzen. Für 25 Euro (Kinder bis 14 frei) erhalten Fans Zugang zu den Tribünen, dem Fahrerlager und sogar zum Pitwalk sowie zur Startaufstellung vor dem Rennen. Wer einmal ein Langstreckenrennen als exklusives Erlebnis zelebrieren möchte, greift zum VIP-Ticket für 295 Euro inklusive einer geführten Bustour über die Nordschleife, VIP-Shuttle an die Strecke, leckerem Essen und Getränken. Zudem gibt es das „RACE & LUNCH“-Ticket, welches für 210 Euro erhältlich ist. Traumautos vergangener Tage: 53. BELMOT Oldtimer-Grand-Prix | 07. bis 09. August 2026Es ist Jahr für Jahr Deutschlands schönste automobile Zeitreise – und auch 2026 mit einer prominenten Passagierliste. Am zweiten August-Wochenende wird der 53. BELMOT Oldtimer-Grand-Prix zum Klassentreffen der Motorsport-Legenden. Rennfahrer-Größen wie Uwe Alzen, Christian Danner oder Leopold Prinz von Bayern greifen nochmal ins Lenkrad. Auf dem Asphalt der Nürburgring Grand-Prix-Strecke wartet derweil ein pfeilschnelles, wie brachial lautes Museum des Motorsports: Das Spektrum reicht von Gruppe-5-Monstern wie dem feurigen Ford Capri Turbo über zeitlose Raritäten à la Porsche 550 A Spyder und Aston Martin DB4 GT bis hin zu Formel-Wagen verschiedener Epochen. Die Brücke zur jüngeren Vergangenheit schlagen Boliden aus der DTM – darunter das BMW-Meisterauto von 2012. Ein besonderer Moment ist traditionell das Samstagabend-Rennen der historischen Sportwagen. Dieses Fest für Augen und Ohren erleben Fans bereits ab 35 Euro – inklusive Zugang zum Fahrerlager, das komplette Wochenende ist ab 89 Euro buchbar. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre sind frei. Erstklassigen Komfort in geschichtsträchtiger Atmosphäre versprechen die VIP-Angebote ab 450 Euro. Große Namen, starkes Racing: DTM am Nürburgring | 14. bis 16. August 2026 Glock, Grello oder 24h-Gewinner Maro Engel: Mitte August kommen die großen Namen des heimischen Motorsports wieder an den Nürburgring. Es geht um die Krone der DTM – seit mehr als 40 Jahren DIE Rennserie in unserem Land. Ihre Arena? Die Sprintstrecke des Nürburgrings: 3,629 Kilometer, die kurz, knackig und bekannt sind für rundenlange Positionskämpfe. Fans dürfen sich auf zwei Renntage am Samstag und Sonntag (jeweils mit Qualifying und Rennen), spektakuläre Boxenstopps und eine Markenvielfalt aus acht verschiedenen Herstellern freuen. Die DTM bietet genug Programm für einen langen Renntag in der Eifel – sogar ein ganzes Wochenende. Sei es bei den Rahmenrennen wie dem Porsche Sixt Carrera Cup, den zahlreichen Ständen und Attraktionen in und um das Fahrerlager (im Eintritt inkludiert) oder den Hautnah-Momenten, wie dem Pitwalk mit Autogrammstunde oder der Track-Safari. Tagestickets für die Renntage gibt es ab 49 Euro, das Wochenende ab 69 Euro. Außerdem erhältlich: „RACE&LUNCH“-Optionen (ab 280 Euro) sowie VIP-Pakete ab 450 Euro. Zweirad-Klassiker zum Bestaunen: Kölner Kurs | 22. bis 23. August 2026 Am vierten August-Wochenende verstummen die Motoren keineswegs, sie wechseln lediglich die Taktung. Der MSC Porz bittet zum traditionellen Kölner Kurs auf die Grand-Prix-Strecke. Seit 1991 ist diese Veranstaltung ein fester Fixpunkt, der in diesem Jahr als offizieller Lauf zur Deutschen Historischen Motorrad-Meisterschaft des VFV ausgetragen wird. Oldtimer-Freunde bestaunen hier historische Rennmaschinen verschiedener Epochen. Die absoluten Publikumslieblinge sind die spektakulären Starts der Gespann-Veteranen sowie die rasanten Läufe der Supersportler und Superbikes. Tagestickets sind ab 10 Euro erhältlich und beinhalten – wie alle Tickets an diesem Wochenende – freien Zugang auf die Tribüne sowie ins Fahrerlager. 60 GT-Fahrzeuge und Zweirad-Ikone Rossi: GT World Challenge | 28. bis 30. August 2026 60 Supersportwagen auf 5,1 Kilometern Grand-Prix-Kurs: Beim Gastspiel der GT World Challenge powered by AWS herrscht ordentlich Verkehr auf der Strecke. Die weltweit größte GT-Serie liefert bei ihrem 3-Stunden-Rennen am Sonntag packende Duelle. Das Teilnehmerfeld ist riesig – und zugleich hochkarätig besetzt. Auf der Starterliste stehen etwa Nordschleifen-Lieblinge wie der ROWE-BMW, der Red-Bull-gebrandete Mercedes-AMG von Verstappen Racing oder der brachiale Ford Mustang von HRT. Den höchsten Andrang wird es erfahrungsgemäß um den BMW mit der Nummer 46 geben: Zweirad-Legende Valentino Rossi greift dort ins Lenkrad – und die Zuschauer können dabei sein. Tickets gewähren freien Zutritt zum Fahrerlager und sind ab 10 Euro verfügbar (Wochenendticket: 40 Euro). Ein Schmankerl wartet im Rahmenprogramm: Bei der neuen GT3 Revival Series gehen seltene Sportwagen-Legenden wie der BMW Z4 oder der Mercedes-Benz SLS auf die Strecke. Die Nürburgring-Highlights im August 2026: 31. Juli – 02. August: Nürburgring Drift Cup 01. August: ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie (6-Stunden-Rennen) 07. – 09. August: 53. BELMOT Oldtimer-Grand-Prix 14. – 16. August: DTM 22. – 23. August: Kölner Kurs 28. – 30. August: GT World Challenge powered by AWS

ADAC Nordrhein plant neue 24h Nürburgring Serie für die Nordschleife ab 2027

27.07.2026

Die 24h Nürburgring werden ab 2027 auf eine breitere Basis gestellt. Dazu hat der ADAC Nordrhein als Veranstalter die ADAC 24h Nürburgring Serie aus der Taufe gehoben. Neben den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring und den 24h Qualifiers wird es künftig zum Saisonauftakt noch einen 24h Prolog geben, sodass die Teams und Fahrer noch umfangreichere Testmöglichkeiten vor dem viertägigen Höhepunkt der Nordschleifen-Saison haben werden. Außerdem zählen zwei Veranstaltungen im Sommer zur neuen Rennserie, die nach dem technischen Reglement der 24h Nürburgring ausgeschrieben wird. Diese werden im Rahmen des traditionsreichen ADAC Eifelrennens und des ADAC 1000km-Rennens ausgetragen, die von der DAMC 05 Veranstaltungs-GmbH veranstaltet werden. Sämtliche Veranstaltungen der neuen Serie werden dabei auf der 24h-Streckenvariante aus Grand-Prix-Kurs und Nordschleife ausgetragen. „Wir gehen damit auf den Wunsch vieler Teams ein, die sich eine kompakte und zielgerichtete Vorbereitung auf das ’Rennen des Jahres‘ auf der Nürburgring-Nordschleife gewünscht haben“, erklärt Walter Hornung, Sportleiter des ADAC Nordrhein. „Zugleich können wir damit die seit einigen Jahren überaus positive Entwicklung der 24h Nürburgring auch auf andere Events ausweiten, die vollumfänglich nach dem Muster der 24h organisiert werden.” Zahlreiche Vorteile für eingeschriebene RennteamsDas einheitliche Format für Veranstaltungen, Reglement und Organisation sind nicht die einzigen Vorteile für eingeschriebene Teams und Fahrer in der neuen 24h Serie. Sie profitieren darüber hinaus durch ein reduziertes Nenngeld und eine Startplatzgarantie für die 24h Nürburgring. Zugleich soll das geplante Preisgeld einen Beitrag zur Refinanzierung der Teameinsätze leisten. Die Organisatoren rechnen außerdem mit etlichen Teams, die sowohl an der 24h Serie und der Deutschen Historischen Langstrecken-Meisterschaft teilnehmen. Für diese ergeben sich durch den Doppelstart eine Reihe von Synergien – etwa bei der Logistik für die gemeinsamen Rennveranstaltungen. Spezielle Angebote für FansAuch für die Nordschleifen-Fans dürfte die neue 24h Nürburgring Serie ein echter Leckerbissen werden. Ob im bekannt umfangreichen und hochwertigen Livestream, über das Livetiming und den Rennticker auf der 24h-Website oder in den Social-Media-Kanälen, die von Hunderttausenden von Fans verfolgt werden: Die neue Serie wird medial auf höchstem Niveau starten. Gleichzeitig sind besondere Angebote für die Besucher vor Ort geplant – etwa eine Art Saisonticket oder besondere Campingangebote für die verschiedenen Events. Geplanter Veranstaltungskalender 2027Die ADAC 24h Nürburgring Serie umfasst in ihrer Premierensaison 2027 fünf Veranstaltungen mit insgesamt sechs Rennen: 24h Nürburgring Prolog: 02. – 03. April 2027 (Freitag/Samstag)* 24h Nürburgring Qualifiers: 30. April – 02. Mai 2027 (Freitag – Sonntag)** ADAC RAVENOL 24h Nürburgring: 27. – 30. Mai 2027 (Donnerstag – Sonntag)** ADAC Eifelrennen: 30. Juli – 01. August 2027 (Freitag – Sonntag)* ADAC 1000 km Rennen: 10. – 12. September 2027 (Freitag – Sonntag)* *vorläufig / ** bestätigt

Rad am Ring: Großes Finale auf dem Nürburgring

26.07.2026

„Der Wettergott muss Radfahrer sein. Es gab Sonne bis zur Zieleinfahrt um 12:15 Uhr“, jubelt Chef-Organisator Hanns-Martin Fraas über Rad am Ring 2026. Der Nürburgring ist aber anscheinend nicht nur den Göttern sympathisch, sondern auch den Radsportfans: Zeitfahren, Jedermann- und Gravel Races, Tourenfahren, Kids Race, Bundesligarennen und das 24h-Rennen zogen insgesamt 12.152 Teilnehmende an den Rennkurs in der Eifel – und damit so viele wie noch nie. Radfahren rund um die Uhr„Nach einem durch und durch beeindruckenden Samstag ging es ruhig in die Nacht. Höhepunkt war in jeder Beziehung die Hohe Acht, wo der DJ die Nacht zum Tag gemacht hat. Es war ein großes Radsportfest, wo sich die 6.344 Teilnehmer zu Recht selbst gefeiert haben. Beim Zieleinlauf, der rund eine Stunde fünfzehn gedauert hat, habe ich vorwiegend in glückliche, manchmal ein bisschen geschaffte, Gesichert geschaut“, resümiert Organisations-Chef Hanns-Martin Fraas das Ende der Paradedisziplin von Rad am Ring: das 24h-Rennen solo, im 2er-, 4er- oder 8er-Team, das erneut durch Mannschaftsgeist, Fairness und Disziplin glänzte, auch wenn „bei einer aus meiner Sicht absolut großartigen Veranstaltung immer der Wehmutstropfen Stürze bleibt. Wir hatten dieses Jahr zwar deutlich weniger als sonst, dafür leider aber fünf schwere. Wir hoffen das die Verunfallten schnell wieder auf die Beine kommen“, so Hanns-Martin Fraas.  Der Lauf der Rad-Bundesliga am Nürburgring endete mit der Sprintankunft einer kleinen Ausreißegruppe von fünf Fahrern, die Mil Morang (LUX) vom Team Lotto Kern-Haus Outlet Montabaur vor Jermaine Zemke (GER) vom Team Rembe/rad-net und Timo Behrens (GER) in 2:45:05 Stunden gewann. Darauf folgte eine weitere Ausreißergruppe, bevor das Hauptfeld ins Ziel kam. Mit dem Bundesliga-Rennen verabschiedet sich die Radsport-Community am heutigen Sonntag von der Grünen Hölle. „Jeder ist bei Rad am Ring eine Form von Sieger. Es ist alles nochmal ein bisschen großartiger geworden und wir freuen uns, vom 23. bis 25. Juli 2027 an den Nürburgring zurückzukehren“, kündigt Hanns-Martin Fraas an. Die Ergebnisse der 24h-Rennen | Stand: 26.7.26, 15 UhrIn der Kategorie Einzelfahrer Rennrad radelte Simon Vitzthum (SUI) von 24together mit 28 Runden in 23:55:18 Stunden die meisten Runden. Paul Fleck (GER) von der RSG Hannover brauchte für die gleiche Rundenzahl 24:31:43 Stunden. Mit 26 Runden platzierte sich Lion Trommer (GER) von Radsport Ganser/R.C. Sturmvogel MH auf Platz drei. Bei den Frauen holte sich mit 21 Runden in 23:46:28 Stunden Jael Kahler (GER) den Sieg. Dahinter folgten Petra Demmer (GER) von pwrd by Canyon mit 21 Runden in 24:20:47 Stunden und Manu Weber (SUI) mit 20 Runden. Bei den 2er-Teams Herren umrundete WattGehtAb? (SUI) den Ring am häufigsten, und zwar 31-mal. Mit 30 Runden in 23:49:28 Stunden setze sich das Reboots Bike Team 1 (GER) dahinter, vor Örebrocyklisterna rule 4 (SWE) mit ebenfalls 30 Runden in 24:05:59 Stunden. Die 2er-Damenwertung gewannen Übersee-Watt 2 (GER) mit 26 Runden in 23:51:36 Stunden. Auf Platz zwei und drei fuhren Fahrrad XXL Walcher Racing Dream (GER) mit ebenfalls 26 Runden in 24:07:30 Stunden und die Paul Lange Cycling Crew Girls (GER), die für 26 Runden 24:41:47 Stunden benötigten.  In der 4er-Team-Wertung der Herren fuhr das Team Strassacker/Benotti (GER) mit 34 Runden am öftesten um den Ring. Mit nur einer Runde weniger platzierten sich die Asphaltcowboys X RTS Electronic (GER) dahinter. Das Podium komplett machte bike-components x CycleZirkus (GER) mit 32 Runden. Mit 29 Runden erkämpften sich die Wahoo Women (GER) den ersten Platz in der Damen-4er-Wertung. Dahinter finishten die 24together Queens (SUI) und die Mallorca Chicas (GER) mit jeweils 28 Runden in 24:08:49 bzw. 24:25:00 Stunden.  Ordentlich Kilometer gesammelt haben auch die 8er-Teams. Bei den Herren hatte RH77 Ledschends Factory Racing (AUT) mit 34 Runden in 24:00:48 Stunden die Reifen vorn. AVIA II (GER) und AVIA I (GER) fuhren ebenso viele Runden in 24:38:09 und 24:38:10 Stunden – das reichte satt für die Plätze zwei und drei. Bei den Damen im 8er-Team umrundeten die AVIA Frauen (GER) den Ring 26-mal. Das bedeutete den Sieg in dieser Kategorie. Dahinter platzierte sich das Team Hübel Bonn II (GER) mit 24 Runden und Sweco Fast & Female (GER) mit zwei Runden weniger.

Road to 100 – Teil 1: Die ersten Kilometer der Strecke

17.07.2026

Kurz nach dem Start- und Zielbereich auf einem Plateau nahe des Dorfes Nürburg führte die Baustelle bergab. Über einige Kilometer ging es hinunter in Richtung Müllenbach. Im Bereich Bränkekopf wurden einige schnell aufeinanderfolgende, tückische Kurven angelegt, welche später als "Hexenkurven" bezeichnet wurden. Während die Trasse verlegt wurde, entdeckten die Arbeiter kurz nach Kilometer 2, also im Bereich Aschenschlag, die fast 2000 Jahre alten Reste eines römischen Herrenhauses. Dies gab dem Abschnitt auch den Beinamen "Hüsgen", was auf die Ruinen hinweist. Nach dem Bau gerieten die Mauerreste in Vergessenheit und traten beim Bau der Grand-Prix-Strecke zwischen November 1981 und Mai 1984 wieder zum Vorschein. Heute sind sie neben der Landstraße, welche früher die Südschleife war, zu finden." ℹ️ Der Nürburgring wurde 1927 eröffnet. Wir blicken bei der #Roadto100 bis in unser großes Jubiläumsjahr immer wieder auf verschiedene Meilensteine unserer langen Geschichte zurück!

Max Fiebig (Subaru) im Interview: Warum internationale Automobilunternehmen am Nürburgring entwickeln

16.07.2026

Max Fiebig von Subaru erklärt im Interview, warum der Nürburgring für sein Unternehmen ein wichtiger Entwicklungsstandort ist. Seit wann nutzt Ihr Unternehmen den Nürburgring für Test- und Entwicklungsaktivitäten, und welche Rolle spielt die Nordschleife heute in Ihrer Entwicklungsarbeit?Das Programm begann 1989 als entscheidende Phase in der Entwicklung des Legacy für den europäischen Markt. Seit 1992, beginnend mit der ersten Generation des Impreza WRX (GC-Serie), wird die Strecke kontinuierlich als vollwertige Entwicklungsanlage genutzt. Für SUBARU/STI dient die Nürburgring-Nordschleife sowohl als Entwicklungsumgebung in der Frühphase als auch als „letzter Testplatz für die Fahrzeugentwicklung“ und gilt als „der Ort, an dem Schwächen unweigerlich zutage treten“. Sie wird als „die weltweit anspruchsvollste Sammlung öffentlicher Straßen“ bezeichnet – eine Strecke, die reale Fahrbedingungen bis zum Äußersten nachbildet. Es gibt weltweit zahlreiche Testanlagen. Was macht die Nordschleife aus Ihrer Sicht so einzigartig, und welche Erkenntnisse lassen sich hier gewinnen, die anderswo nur schwer oder gar nicht zu erlangen sind?Die Nürburgring-Nordschleife vereint auf ihrer 20,8 km langen Strecke alle möglichen Situationen, die auf öffentlichen Straßen auftreten können – darunter Hochgeschwindigkeitsabschnitte, Langsamfahrstellen, Sprünge, Unebenheiten, unebene Fahrbahnoberflächen und steile Steigungen. Zudem ist die Eifel für ihr sehr wechselhaftes Klima bekannt, bei dem innerhalb eines einzigen Tages Bedingungen auftreten können, die allen vier Jahreszeiten ähneln. SUBARU betrachtet diese Strecke als „Mikrokosmos der Straßen dieser Welt“ und nutzt sie, um die Fahrdynamik sowohl von Entwicklungsfahrzeugen als auch von Serienmodellen zu bewerten. Der „Maßstab für das SUBARU/STI-Fahrerlebnis“ basiert auf Erkenntnissen, die nur hier gewonnen werden können.・Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten・Lenkreaktion・Traktion durch den symmetrischen Allradantrieb・Reifenhaftung unter dem Einfluss von Karosserie und FahrwerkDiese Faktoren dienen als Kriterien, um zu bestimmen, ob ein Fahrzeug das „typische SUBARU-Fahrerlebnis“ bietet. Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang Faktoren wie die Streckenführung, die Infrastruktur, das umgebende Automobil-Ökosystem sowie die Geschichte und der Ruf des Nürburgrings?Wie bereits erwähnt, betrachtet SUBARU/STI die Nordschleife als eine Rennstrecke, die eine extreme, realitätsnahe Simulation von Fahrbedingungen bietet – ein entscheidendes Element bei der Entwicklung besserer Autos. Dank der Bemühungen der Mitarbeiter des Nürburgrings, seine Traditionen zu bewahren, gilt die Strecke jedoch sowohl innerhalb als auch außerhalb der Automobilindustrie als eine der anspruchsvollsten Rennstrecken. Folglich sind wir der Ansicht, dass sie nicht nur eine Rolle als Plattform für eine bessere Produktentwicklung übernommen hat, sondern auch als Werbemittel, das Vertrauen auf dem Markt schafft. Ihr Unternehmen hat seinen Hauptsitz nicht in Deutschland. Warum investieren Sie den erforderlichen Aufwand, um Personal, Fahrzeuge und Komponenten zum Nürburgring zu bringen?Wir haben großen Respekt vor allen deutschen Automobilherstellern und dem Nürburgring. Das Fahrgefühl und das Handling deutscher Autos heben sie von denen anderer Länder ab – nicht nur auf dem Nürburgring, sondern auch im alltäglichen Straßenverkehr, beispielsweise beim Spurwechsel auf der Autobahn oder beim Befahren von Kreisverkehren. Wir können so viel von den deutschen Straßenverhältnissen und der fortschrittlichen Automobilkultur lernen, und wir sind überzeugt, dass der Nutzen, den wir daraus ziehen, den Aufwand für den Transport unserer Mitarbeiter, Fahrzeuge, Teile und Ausrüstung dorthin bei weitem überwiegt. SUBARU nutzt den Nürburgring zudem als globalen Entwicklungsstandort und stellt sicher, dass das dort gewonnene Wissen nicht nur bei europäischen Modellen, sondern auch bei Fahrzeugen weltweit zum Einsatz kommt. Welche Bedeutung hat der Nürburgring für die Wahrnehmung Ihrer Marke und Ihrer Produkte, sowohl auf Ihren Heimatmärkten als auch international?Wir sind der Ansicht, dass dies auch eine Bühne ist, auf der die Zuverlässigkeit der SUBARU/STI-Fahrzeuge (der Maßstab für die Fahrleistung von SUBARU/STI) und die Überlegenheit des Boxermotors in Kombination mit dem symmetrischen Allradantrieb unter Beweis gestellt werden, und dass sie als solide Grundlage dient, auf der Kunden sich aufgrund der Fahrleistung vertrauensvoll für SUBARU/STI-Fahrzeuge entscheiden können. Welche Rolle spielt die Nordschleife für Unternehmen, die ihre Glaubwürdigkeit und Marktpräsenz in Europa stärken oder ausbauen möchten?Die Nürburgring-Nordschleife gilt allgemein als etablierter Maßstab, sodass Tests dort zur Zuverlässigkeit beitragen können, indem sie zeigen, wie sich ein Fahrzeug unter anspruchsvollen realen Bedingungen verhält. Gleichzeitig verschiebt die Elektrifizierung die Entwicklungsprioritäten, und BEVs stellen im Vergleich zu herkömmlichen, rennstreckenorientierten Anwendungen andere Herausforderungen dar. Daher ist es notwendig, Aspekte wie thermisches Verhalten, Energieverbrauch und konstante Leistung nicht nur durch Simulation, sondern auch unter den dynamischen Bedingungen der Nordschleife zu validieren. Wie integrieren Sie den Nürburgring in die Kommunikation rund um Ihre Produktentwicklung, und welche Bedeutung haben in diesem Zusammenhang Rekordrunden oder andere öffentlich kommunizierte Testergebnisse?Das aktuelle SUBARU/STI strebt an, die aus dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewonnenen Erkenntnisse in seine Serienfahrzeuge einfließen zu lassen, mit dem Ziel, Autos zu schaffen, die jeder – unabhängig von seinen fahrerischen Fähigkeiten – sicher und mühelos fahren kann, ohne zu ermüden, und die den Fahrern Lust machen, sie immer weiter zu fahren. Wir nehmen weiterhin an diesem Rennen teil, um diesen Vorteil zu demonstrieren. Wir leugnen zwar nicht die Bedeutung von Testergebnissen wie Geschwindigkeitsrekorden (Rundenzeiten), betrachten diese jedoch nicht als den wichtigsten Faktor; vielmehr sehen wir das Rennen als ein entscheidendes Ereignis, das die Entwicklungsphilosophie unseres Unternehmens symbolisiert, aufrichtig und kontinuierlich nach Verbesserung zu streben.

Kenichi Kirihara (Astemo) im Interview: Warum internationale Automobilunternehmen am Nürburgring entwickeln

16.07.2026

Kenichi Kirihara von Astemo erklärt im Interview, warum der Nürburgring für sein Unternehmen ein wichtiger Entwicklungsstandort ist. Seit wann nutzt Ihr Unternehmen den Nürburgring für Test- und Entwicklungsaktivitäten, und welche Rolle spielt die Nordschleife heute in Ihrer Entwicklungsarbeit? Astemo ist seit 2025 Mitglied des Industry Pool. Seitdem entsenden wir regelmäßig unsere Entwicklungsteams aus Japan und Europa an die Nordschleife. Der Nürburgring ist für uns wichtig, weil er absolut einzigartig ist. Nirgendwo sonst auf der Welt finden wir eine Rennstrecke oder ein Testgelände, auf dem sich die Fahrdynamik so umfassend testen lässt. Es gibt weltweit zahlreiche Testanlagen. Was macht die Nordschleife aus Ihrer Sicht so einzigartig, und welche Erkenntnisse lassen sich hier gewinnen, die anderswo nur schwer oder gar nicht zu gewinnen sind?73 Kurven, 300 m Höhenunterschied und eine Streckenlänge von fast 21 km pro Runde sind einzigartig. Die Strecke weist wechselnde Asphaltqualitäten, Unebenheiten und anspruchsvolle Kurvenfolgen auf. Man lernt viel über die Leistung der Fahrwerkskomponenten und – was immer wichtiger wird – über die Fahrwerksregelsysteme. Mir fällt keine andere Rennstrecke ein, die für Straßenfahrzeuge anspruchsvoller ist. Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang Faktoren wie der Streckenverlauf, die Infrastruktur, das umliegende Automobil-Ökosystem sowie die Geschichte und der Ruf des Nürburgrings?Der Streckenverlauf spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung unseres domänenübergreifenden integrierten Steuerungssystems. In diesem System kommunizieren die Fahrwerkskomponenten – Lenkung, Bremsen und Federung – sowie sogar der elektrische Antriebsstrang miteinander und werden zentral gesteuert. Wenn das System auf der Nordschleife gut funktioniert, können wir ziemlich sicher sein, dass es auch auf allen Straßen gut funktioniert. Das Nürburgring-I-Pool-Team leistet hervorragende Arbeit dabei, uns und unseren Branchenkollegen ein sicheres Umfeld zu bieten. Wir schätzen die kontinuierlichen Verbesserungen des T13-Bereichs und der Infrastruktur entlang der Strecke. Wir haben einen Entwicklungsstandort in der Gegend, und das lokale Ökosystem bietet alle Dienstleistungen, die wir benötigen könnten. Die Geschichte der Nordschleife ist für die eigentliche Entwicklungsarbeit wahrscheinlich nicht so relevant. Aber wir alle haben Nürburgring-Aufkleber auf unseren Koffern und auf unseren Autos zu Hause – man kann sagen, dass wir emotional mit dem Ring verbunden sind. Ihr Unternehmen hat seinen Hauptsitz nicht in Deutschland. Warum investieren Sie den nötigen Aufwand, um Personal, Fahrzeuge und Komponenten zum Nürburgring zu bringen?Wir müssen die anspruchsvollsten Bedingungen finden, um das Beste aus unseren Ingenieuren und unserer Technologie herauszuholen. Um die Effizienz unserer Arbeit hier zu steigern, haben wir einen Entwicklungsstandort in der Nähe der Nordschleife eingerichtet. Das tun wir, weil innovative Technologie nicht einfach so im Schlaf zu uns kommt – wir müssen hart dafür arbeiten. Welche Bedeutung hat der Nürburgring für die Wahrnehmung Ihrer Marke und Ihrer Produkte, sowohl auf Ihren Heimatmärkten als auch international?Die Bedeutung für unsere Produkte ist ganz klar: Der Nürburgring macht sie besser. Wertvolle Technologien, die sich am Nürburgring bewährt haben, werden von Erstausrüstern und Zulieferern weltweit geschätzt und dienen als äußerst wirksames Mittel zur Steigerung unseres eigenen Markenwerts. Welche Rolle spielt die Nordschleife für Unternehmen, die ihre Glaubwürdigkeit und Marktpräsenz in Europa stärken oder ausbauen wollen?Die Nordschleife ist für die Automobilindustrie das, was New York für das Showbusiness ist – wer es dort schafft, schafft es überall. Wenn wir es mit unserer Technologie ernst meinen, müssen wir sie unter den anspruchsvollsten und gnadenlosesten Bedingungen entwickeln. Wie integrieren Sie den Nürburgring in die Kommunikation rund um Ihre Produktentwicklung, und welche Bedeutung haben in diesem Zusammenhang Rekordrunden oder andere öffentlich kommunizierte Testergebnisse?Unser Social-Media-Team greift einige dieser Aktivitäten auf. Da wir hier jedoch an recht fortschrittlichen Technologien arbeiten, möchten wir nicht allzu viel darüber preisgeben.Für Menschen mit großem Interesse an Autos und Automobiltechnik sind Rekordrunden ein großer Nervenkitzel. Sie sind ein guter Maßstab für objektive Vergleiche zwischen verschiedenen Fahrzeugtypen.

Warum internationale Automobilunternehmen am Nürburgring entwickeln

16.07.2026

Bis zu 17 Wochen im Jahr finden auf der Nordschleife Test- und Entwicklungsfahrten statt. Automobilhersteller und Zulieferer aus aller Welt nutzen diese Zeit, um Fahrzeuge, Komponenten und neue Technologien unter anspruchsvollsten Bedingungen zu entwickeln und zu erproben. Obwohl viele Unternehmen über eigene Testzentren und Erprobungsgelände verfügen, nehmen sie den erheblichen logistischen Aufwand auf sich, Fahrzeuge, Entwicklungsteams und Material aus Japan, China, den USA und weiteren Ländern an den Nürburgring zu bringen. Doch warum ist der Nürburgring für die internationale Automobilindustrie ein derart wichtiger Entwicklungsstandort und warum rechtfertigt sich der Aufwand? „Die Nordschleife ist für uns weit mehr als eine Teststrecke. Sie ist ein umfassendes Entwicklungswerkzeug, mit dem wir sicherstellen, dass unsere Fahrzeuge den hohen Erwartungen internationaler Märkte gerecht werden“, sagt José Miranda, Global Chief Marketing Officer bei BYD und somit verantwortlich für die Marken DENZA und YANGWANG. Auch für Astemo, einen internationalen Automobilzulieferer, ist der Nürburgring ein besonderer Entwicklungsstandort. Kenichi Kirihara, General Manager Technology Development Division Next Generation Chassis Systems, sagt: „Nirgendwo sonst auf der Welt finden wir eine Strecke oder ein Testgelände, auf dem sich Fahrdynamik so umfassend testen lässt.“ Die Aussage stützt sich auf die vielfältigen Parameter, die die Nordschleife bietet: 21 Kilometer Länge, 73 Kurven und 300 Meter Höhenunterschied auf einer Runde. Hochgeschwindigkeitspassagen, wechselnde Fahrbahneigenschaften, Bodenwellen, Kompressionen, harte Bremszonen und unterschiedlichste Kurvenkombinationen unmittelbar aufeinander, die das gesamte Fahrzeug und die Komponenten gnadenlos fordern. Die Nordschleife zeigt, wie alle Komponenten unter realer Dauerbelastung zusammenarbeiten. „Ein Mikrokosmos der Straßen dieser Welt und eine Runde, die Schwächen sichtbar macht“Auch für Subaru hat der Nürburgring deshalb seit Jahrzehnten eine feste Bedeutung in der Fahrzeugentwicklung. Bereits 1989 nutzte das Unternehmen die Nordschleife im Rahmen der Entwicklung des Legacy für den europäischen Markt. Seit 1992 ist die Strecke mit dem ersten Impreza WRX kontinuierlich Teil der Entwicklungsarbeit von Subaru und STI. Das Unternehmen beschreibt die Nordschleife als einen Ort, an dem Fahrzeuge unter extrem realitätsnahen Bedingungen geprüft werden. „Für Subaru und STI ist die Nordschleife sowohl ein Entwicklungsumfeld in einer frühen Phase als auch die finale Teststrecke der Fahrzeugentwicklung – der Ort, an dem Schwächen eines Fahrzeugs unweigerlich sichtbar werden“, erklärt Max Fiebig, Engineering Manager der Subaru Corporation. Die Nordschleife bilde, so Fiebig, nahezu alle Situationen ab, die auf öffentlichen Straßen auftreten können: schnelle und langsame Passagen, Sprünge, Bodenwellen, raue Fahrbahnoberflächen und starke Steigungen. Hinzu komme das wechselhafte Wetter in der Eifel. Für Subaru ist der Nürburgring deshalb ein „Mikrokosmos der Straßen dieser Welt“. Auch Toyota nutzt den Nürburgring seit 1995 für Entwicklung und Erprobung. In den vergangenen drei Jahrzehnten ist die Nordschleife zu einer wichtigen Erweiterung der eigenen Entwicklungsumgebung geworden. Toyota verbindet dies mit der Philosophie „Roads make cars“: Fahrzeuge werden dort besser, wo sie unter echten Bedingungen gefahren, geprüft und weiterentwickelt werden. Dahinter steht eine klare Entwicklungs-philosophie: Fahrzeuge sollen dort entstehen, wo sie später auch gefahren werden. „Die Nordschleife bietet eine einzigartige Kombination aus anspruchsvollen Fahr-bedingungen, hohen Geschwindigkeiten und wechselnden Witterungseinflüssen. Unsere Ingenieure können Fahrzeuge hier unter Bedingungen bewerten, die sich an keinem anderen Ort vollständig nachbilden lassen“, beschreibt Testfahrer Herwig Daenens. „Die dort gewonnenen Erkenntnisse fließen in Performance-Modelle ebenso ein wie in Serienfahrzeuge.“ Ziel sei es laut Daenens, Fahrzeuge zu entwickeln, die nicht nur auf der Rennstrecke überzeugen, sondern ihren Fahrern auch im täglichen Einsatz Vertrauen und Fahrfreude vermitteln. „Der Nürburgring bietet einen Entwicklungswert, der weit über Entfernung und Logistik hinausgeht“Die besondere Aussagekraft des Nürburgrings zeigt sich auch daran, welchen Aufwand internationale Unternehmen betreiben. Teams reisen aus Japan, China und anderen Ländern an, Fahrzeuge und Komponenten werden nach Deutschland gebracht, Entwicklungsprogramme über Monate geplant und durchgeführt. Für YANGWANG begann die Nutzung des Nürburgrings im Juni 2024, DENZA startete im Oktober 2025. Beide Marken nutzen die Nordschleife als Teil ihrer internationalen Entwicklungs- und Validierungsarbeit. Dabei geht es nicht nur um reine Performance, sondern auch um Fahrvertrauen, Wiederholbarkeit, thermische Stabilität, Dauerhaltbarkeit und die Gesamtqualität des Fahrzeugs. „Die Investition ist gerechtfertigt, weil der Nürburgring einen Entwicklungswert bietet, der weit über Entfernung und Logistik hinausgeht“, sagt José Miranda. „Als internationale Marken müssen YANGWANG und DENZA ihre Produkte in Umgebungen validieren, die von Kunden, Ingenieuren und Medien auf der ganzen Welt anerkannt und respektiert werden.“ Max Fiebig begründet seitens Subaru den Aufwand auch mit dem besonderen automobilen Umfeld in Deutschland. Er verweist dabei auch auf die emotionale Fahrkultur der Grünen Hölle und die Nähe zur deutschen Automobilindustrie. Astemo hat inzwischen sogar eine Entwicklungsbasis in der Nähe der Nordschleife aufgebaut. Kenichi Kirihara erklärt: „Wir müssen das anspruchsvollste Umfeld finden, um das Beste aus unseren Ingenieuren und unserer Technologie herauszuholen. Innovative Technologie kommt nicht im Schlaf zu uns – wir müssen hart dafür arbeiten.“ „Der Nürburgring als globaler Maßstab: Wer hier besteht, besteht überall“In den Antworten der Unternehmen drehen sich immer wieder um eine zentrale Wahrnehmung: Der Nürburgring ist für die Industrie nicht nur ein Testort, sondern ein weltweit verstandener Referenzpunkt. Toyota beschreibt die Nordschleife als Maßstab für Fahrdynamik, Dauerhaltbarkeit und Fahrerlebnis. Subaru sieht sie als Grundlage für den eigenen Anspruch an ein sicheres, stabiles und vertrauenerweckendes Fahrgefühl. BYD betont die Bedeutung international anerkannter Entwicklungsumgebungen und Astemo bringt den Stellenwert besonders deutlich auf den Punkt: „Die Nordschleife ist für die Automobilindustrie das, was New York für das Showgeschäft ist: Wer hier besteht, besteht überall.“ Diese Einschätzung zeigt, warum der Nürburgring weltweit eine besondere Glaubwürdigkeit besitzt. Wer hier testet, stellt sich nicht nur einer anspruchsvollen Strecke, sondern einem Maßstab, der innerhalb der Automobilindustrie, bei Medien und bei Kunden verstanden wird. Diese weltweite Bedeutung zeigt sich auch über die Statements hinaus. Amerikanische Performance-Fahrzeuge wie der Ford Mustang GTD wurden in den vergangenen Monaten stark mit Entwicklung und offiziellen Rundenzeiten am Nürburgring verbunden. Auch hier wird sichtbar: Die Nordschleife ist nicht nur ein europäischer Mythos, sondern ein globaler Referenzpunkt für technische Leistungsfähigkeit. Mehr als Highspeed-Performance, Bestzeiten und RekordeÖffentlich steht der Nürburgring oft im Zusammenhang mit spektakulären Rundenzeiten. Für die Unternehmen selbst sind Rekorde – wenn überhaupt – jedoch nur ein Teil der Geschichte. Entscheidend ist die Entwicklungsarbeit. YANGWANG und DENZA sehen Kommunikation rund um die Nordschleife vor allem dann als glaubwürdig an, wenn sie auf echter Ingenieursarbeit basiert: Testen, Kalibrieren, Validieren und kontinuierliche Verbesserung. „Die Kommunikation rund um die Nordschleife sollte auf authentischer Entwicklungsarbeit beruhen“, sagt José Miranda. „Der Wert des Nürburgrings beschränkt sich nicht auf eine einzelne Zahl. Es geht darum, technischen Anspruch, Entwicklungsdisziplin und die Fähigkeit zu zeigen, Fahrzeuge zu entwickeln, die unter anspruchsvollen Bedingungen souverän funktionieren.“ Auch Subaru stellt nicht einzelne Rundenzeiten in den Mittelpunkt. Das Unternehmen nutzt den Nürburgring und auch große Ereignisse wie die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring vielmehr, um Erkenntnisse in Serienfahrzeuge zu übertragen. Ziel seien Fahrzeuge, die sich unabhängig vom Fahrkönnen sicher und vertrauenerweckend fahren lassen, nicht ermüden und Lust darauf machen, weiterzufahren. Astemo bewertet öffentlich kommunizierte Rundenzeiten als spannende Vergleichsgröße für Automobilfans und technikinteressierte Menschen. Für die eigene Entwicklung steht jedoch die Arbeit an modernen Fahrwerkstechnologien im Vordergrund – etwa an Systemen, bei denen Lenkung, Bremsen, Fahrwerk und elektrischer Antrieb zentral miteinander vernetzt werden. „Wenn ein System auf der Nordschleife gut funktioniert, können wir ziemlich sicher sein, dass es auf allen Straßen gut funktioniert“, sagt Kenichi Kirihara. Entwicklungsstandort mit internationaler StrahlkraftDie Aussagen der Unternehmen machen deutlich: Der Nürburgring ist für die internationale Automobilindustrie ein Ort, an dem Produkte nicht nur getestet, sondern nachhaltig entwickelt werden. Die Nordschleife verbindet reale Belastung, technisches Umfeld, Infrastruktur, Historie und weltweite Reputation zu einem Entwicklungsstandort, den andere Testgelände nicht ersetzen können. Damit ist der Nürburgring nicht nur Teil der Motorsportgeschichte, sondern auch Teil der Zukunft der Mobilität. Ob Verbrenner, Hybrid, Elektrofahrzeug, Chassis-Control-System oder Softwareintegration – die Nordschleife bleibt ein Ort, an dem sich neue Technologien unter besonders anspruchsvollen Bedingungen beweisen müssen. ➡️ Die vollständigen Interviews mit Toyota, Subaru, YANGWANG, DENZA und Astemo werden auf der Landingpage „Test & Development am Nürburgring“ veröffentlicht und geben weitere Einblicke in die Entwicklungsarbeit internationaler Hersteller und Zulieferer am Nürburgring.