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19 April, Sonntag

24h Qualifiers: Scherer PHX holt den Sieg beim Sonntagsrennen

Bei den ADAC 24h Nürburgring Qualifiers gab es an diesem Wochenende ein Wechselbad der Motorsport-Gefühle. Nachdem das erste Rennen am Samstag nach einem tragischen Unfall schon in der Startphase abgebrochen werden musste, gefiel Rennen 2 am Sonntag den Fans mit einem packenden Verlauf. Als Sieger wurden nach 28 Runden Christopher Haase / Alexander Sims / Ben Green, Scherer Sport PHX-Audi R8...
24h Qualifiers: Scherer PHX holt den Sieg beim Sonntagsrennen

19.04.2026

Bei den ADAC 24h Nürburgring Qualifiers gab es an diesem Wochenende ein Wechselbad der Motorsport-Gefühle. Nachdem das erste Rennen am Samstag nach einem tragischen Unfall schon in der Startphase abgebrochen werden musste, gefiel Rennen 2 am Sonntag den Fans mit einem packenden Verlauf. Als Sieger wurden nach 28 Runden Christopher Haase / Alexander Sims / Ben Green, Scherer Sport PHX-Audi R8 LMS GT3 evo II #16 abgewinkt. Sie hatten im Ziel einen Vorsprung von 28,024 Sekunden auf Luca Engstler / Mirko Bortolotti / Patric Niederhauser, Abt-Lamborghini Huracan GT3 EVO2, #84. Mit dem 24h-Qualifiers-Wochenende endet auch die Vorbereitungsphase auf die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring vom 14. bis 17. Mai 2026. Der Saisonhöhepunkt auf der Nordschleife verspricht eine Fortsetzung der spannenden Duelle beim Prolog und jede Menge Top-Motorsport. Bereits kurz vor Ende der Nennungsfrist steht fest, dass die Obergrenzen von 150 möglichen Startern beim größten Langstreckenrennen der Welt in diesem Jahr erreicht wird.  Im Top-Qualifying war es Thierry Vermeulen, der im Ferrari 296 GT3 Evo26 #45 die Bestzeit mit einem denkbar knappen Vorsprung von einer Tausendstel Sekunde vor David Jahn im BMW M4 GT3 Evo #23 fuhr. Den Ferrari von Realize Kondo Racing übernahm beim Start Dennis Marschall, der die Führung nur kurz verteidigen konnte. Denn schon bald wurde der Italo-Racer von den Verfolgern kassiert und fiel in Runde drei nach einem Leitplankenkontakt aus. Für das ganz große Rennsport-Kino sorgten anschließend Max Verstappen im Mercedes-AMG GT3 #3 und Christopher Haase im Scherer-Audi R8 LMS GT3 evo II #16: Beide lieferten sich einen aufsehenerregenden Kampf mit Windschatten-Duellen und Überhol-Versuchen. Der vierfache Formel-1-Weltmeister behielt zunächst die Überhand und dominierte als Führender die ersten rund eineinhalb Rennstunden, bevor ihn ein Defekt am Frontsplitter nach Runde zehn für eine halbstündige Reparaturpause an die Box zwang. Mitreißender Motorsport auch beim packenden FinishAm Ende war es das Team Scherer PHX, das sich mit seinem Audi R8 LMS GT3 evo II #16 durchsetzen konnte. „Unser Wochenende war ein Up and Down“, analysierte Christopher Haase die Scherer-PHX-Sicht der Dinge. „Wir hatten mit den Regenbedingungen heute wirklich zu kämpfen. Ich hatte auch einen kleinen Einschlag in den Reifenstapeln. Wir haben uns wirklich schwergetan, das Auto zum Arbeiten zu bekommen. Im Top Qualifying hat sich das ganze Bild wieder geändert und der Audi ging ziemlich gut, fast perfekt. Im Rennen lief es zwar gut für uns, aber die Balance ist nicht unbedingt da, wo ich es mir persönlich wünsche.“ Zufriedene Gesichter bei den Zweitplatzierten: „Sportlich gesehen war es ein tolles Wochenende für uns. Wir hatten zwei gute Rennstarts – gestern und heute. Die Dinge gehen in die richtige Richtung, was die Vorbereitungen für die 24h Nürburgring betrifft“, fasste Mirko Bortolotti das Rennen aus Sicht des Abt-Lamborghini #84 zusammen. Ein ultrapackendes Finish gab es im Kampf um Platz drei, bei dem sich schließlich Thomas Preining / Matt Campbell, Manthey-Porsche 911 GT3 R (992) Evo26 #911 durchsetzten, die sich auf den letzten Kilometern einen sehenswerten Fight mit Maro Engel / Fabian Schiller / Luca Stolz, RAVENOL-Mercedes-AMG GT3, #80 geliefert hatten. Schweigeminute für Juha MiettinenDer zweite Rennlauf des Wochenendes war durch eine Schweigeminute eingeleitet worden. Die versammelte Langstrecken-Familie gedachte damit des Finnen Juha Miettinen (BMW 325i, #121), der bei einem schweren Unfall im ersten Rennen am Samstag tödlich verunglückt war. „Auch die Mitglieder des Rennteams waren zur Schweigeminute in die Startaufstellung gekommen und haben dort die Unterstützung der anderen Fahrer und der Fans auf der Tribüne gespürt”, erklärt Rennleiter Walter Hornung. „Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Teamkollegen. Gleichzeitig bin ich erleichtert, dass die anderen Verletzten das Krankenhaus nach einem intensiven Check alle noch am Abend wieder verlassen konnten. Das ist auch das Verdienst der Helfer, die bei diesem schweren Unfallgeschehen im Einsatz waren. Für die ehrenamtlichen Sportwarte, Rettungssanitäter und Notfallseelsorger, die vor Ort waren, war der Unfall mit insgesamt sieben beteiligten Fahrzeugen eine extreme Herausforderung. Für ihren Einsatz möchte ich mich ganz ausdrücklich bedanken.”

Bulletin der Rennleitung: ADAC RAVENOL 24h Nürburgring

18.04.2026

Statement der ADAC RAVENOL 24h Nürburgring: Beim ersten Rennen der ADAC 24h Nürburgring Qualifiers (18. April 2026) gab es in der Startphase einen schweren Unfall mit sieben beteiligten Teilnehmern. Nach der Kollision mehrerer Fahrzeuge unterbrach die Rennleitung den Lauf unverzüglich um die umfangreichen Bergungs- und Rettungsmaßnahmen zu ermöglichen. Trotz der unmittelbar eintreffenden Hilfe konnten die Notfallmediziner nach der erfolgten Bergung aus dem Fahrzeug den beteiligten Pilot Juha Miettinen (BMW 325i, #121) nicht retten, der Fahrer verstarb im Medical Center, nachdem alle Reanimationsversuche erfolglos blieben. Die weiteren beteiligten sechs Piloten wurden zur vorsorglichen Untersuchung in das Medical Center sowie umliegende Krankenhäuser gebracht. Es besteht für keinen der Verletzten Lebensgefahr. Das Rennen wird am Samstagabend nicht wieder aufgenommen. Die Gedanken aller Beteiligten bei den 24h Nürburgring sind bei den Hinterbliebenen von Juha Miettinen. Im Rahmen der Startaufstellung für das Sonntagsrennen um 13:00 Uhr wird es eine Gedenkminute für den verstorbenen Motorsportler geben. Samstag, 18. April 2026, 20:00 Uhr

FORD Mustang GTD Competition: Die Nordschleife in 06:40.835 Minuten!

17.04.2026

Mit einer souveränen Rundenzeit von 6:40,835 Minuten bezwingt der FORD Mustang GTD Competition die legendäre „Grüne Hölle“. Pilotiert wurde das Fahrzeug von Dirk Müller. Alle Rekordfahrten und weitere Infos Onboard durch die Grüne HölleDie Rekordrunde des FORD Mustang GTD Competition gibt es ab sofort auch auf dem Youtube-Kanal des Nürburgrings. Die Onboard-Aufnahme aus dem Cockpit des Fahrzeugs bietet die Möglichkeit, diese fantastische Runde noch einmal mitzuerleben. Information zu den offiziellen „Nürburgring Rekordfahrten“Generell gilt bei den Fahrten der Grundsatz: eine Strecke, eine ganze Runde, eine Zeit – nach einheitlichen Maßstäben. Neben einer Zeitnahme mit geeichter Messtechnik werden offizielle Rekordversuche sowie Versuche zur Erzielung einer Rundenzeit immer notariell begleitet. Neben der Überwachung der Zeitnahme erfolgt auch eine Abnahme des Fahrzeugs. Der TÜV Rheinland prüft auf Serienmäßigkeit und dokumentiert diese. Die exakte Streckenlänge sowie die Start- und Ziellinie sind genau festgelegt. Es wird eine volle Nordschleifen-Runde mit fliegendem Start gefahren und gemessen (20,8 Kilometer). Die Fahrzeugkategorien für Rekordfahrten und offizielle Rundenzeiten des Nürburgrings unterteilen sich nach verschiedenen Segmenten des Kraftfahrt-Bundesamtes sowie eigens definierten Sonderklassen.  

EVENTGUIDE 24h Qualifiers & 24h-Rennen

17.04.2026

Der neue Eventguide für die 24h Qualifiers und für das 24h-Rennen ist online 🤩 Ab sofort habt ihr alles Wichtige rund um die Events in einer Anwendung gebündelt: eine interaktive Karte zur Orientierung, spannende Fan‑Hotspots, das komplette Programm sowie alle Infos zu Parken und Anreise. Premiere feiert der Eventguide bei den 24h Qualifiers – zum 24h‑Rennen steht er dann in der vollen Ausbaustufe für euch bereit. ➡️ Hier geht es direkt zum Eventguide.

NLS | Schlag auf Schlag: Der erste Double-Header des Jahres

15.04.2026

In der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie gibt es keine Zeit zu Verschnaufen. Nur eine Woche nach dem dritten Lauf steht mit den ADAC 24h Nürburgring Qualifiers (17.-19. April) die Rennen vier und fünf auf dem Programm. Der Prolog zu den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring zählt zum dritten Mal in Folge zur Wertung des traditionsreichen Nordschleifen Championats. Angeführt von Max Verstappen gehen nicht weniger als 37 GT3-Boliden an den Start und versprechen packenden Sport in der Grünen Hölle. Dabei steigen langjährige NLS-Piloten in die höchste Kategorie auf und auch im Mittelfeld gibt es einige Neuigkeiten. Die Rennen werden am Samstag und Sonntag im Livestream auf dem NLS-YouTube-Kanal übertragen. Nicht weniger als 37 GT3-Fahrzeuge sind bei den Qualifiers mit von der Partie. Hinzu kommt der BMW M3 Touring 24h in der Klasse SP-X. In der Teilnehmerliste sticht ein Name erneut hervor, der internationale Aufmerksamkeit verspricht: Max Verstappen. Der vierfache Formel-1-Weltmeister kehrt nach einem Rennen Pause auf die Nürburgring-Nordschleife zurück. Im Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team Verstappen Racing wechselt er sich diesmal mit Lucas Auer ab. Debütanten in der SP9 sind bei den Rennen vier und fünf der BMW Z4 GT3 von Saugmotoren Motorsport | 3M, ein Mercedes-AMG GT3 von SR Motorsport by Schnitzelalm, ein McLaren 720s-GT3 von Dörr Motorsport sowie drei Porsche 911 GT3 R, die von PK Motorsport – Lionspeed e.K., High Class Racing und Mühlner Motorsport powered by H&R eingesetzt werden. NLS-Routiniers feiern GT3-PremiereZwei langjährige NLS-Piloten feiern bei den Qualifiers ihre GT3-Premiere: Maik Rönnefarth und Tobias Wahl. Zusammen mit Maxime Dumarey und Marek Böckmann wechseln sie sich im Aston Martin Vantage AMR GT3 ab. „Ich bin mein elftes Jahr in der NLS am Start und bin zehn Jahre GT4 gefahren, daher ist der Wechsel in die GT3-Klasse nun eine logische Konsequenz“, sagt Wahl. „Letztes Jahr hatte ich ja viel Pech und konnte nicht zusammen mit Nick Wüstenhaben und Ranko Mijatovic den Titel holen, weil ich mir einen Schlüsselbeinbruch zugezogen hatte. Jetzt freue ich mich umso mehr auf das Abenteuer mit PROsport. Der Aston Martin hat sich für mich beim Test von Beginn an sehr gut angefühlt. Ich war überrascht, wie gut das Feedback ist, das man als Fahrer spürt. Man kann mit ihm viel präziser und genauer fahren und die Aerodynamik ist grandios. Ich konnte recht schnell eine 8:11 Minuten Runde fahren. Trotzdem ist natürlich noch Luft nach oben und ich freue mich riesig auf meinen ersten Renneinsatz.“ Eine große Ehre wird Christoph Breuer zuteil. Der Absolvent des VLN Honda Junior-Teams 2006 und langjährige Leiter des Geschäftsbereich Road Cars von Manthey bestreitet seit Jahren Rennen in der NLS – seit 2024 im Lamborghini Huracan GT3 Evo II von Renazzo Motorsport rund um den thailändischen Drift-Champion Kiki Sak Nana. Bei den Qualifiers wird Breuer nun erstmalig in dem legendären Grello Platz nehmen, dem Porsche 911 GT3 von Manthey. „Nüchtern betrachtet, wurde noch ein Fahrer gesucht, denn Thomas darf das Rennen nicht allein bestreiten“, sagt Breuer. „Persönlich geht für mich allerdings ein ganz großer Traum in Erfüllung. Wenn man mir das vor fünf Jahren gesagt hätte, dann hätte ich einfach abgewinkt. Ich habe mich schon immer gefragt, wie es ist, Grello zu fahren – nun habe ich die Möglichkeit das selbst zu erleben. Für mich ist das eine Riesenehre und ich habe großen Respekt davor. Das Team steckt in dieses Projekt sehr viel Herzblut – vom Mechaniker bis zum Ingenieur und über die ganzen weiteren Mitarbeitenden hin bis zu der obersten Führungsebene. Meine Aufgabe ist klar definiert: Nichts kaputt machen. Aber ich bin in einem Alter, wo mein Ego das auch zulässt.“ Seine diesjährige Rennpremiere bestreitet Smudo von den ‚Fantastischen Vier‘. Der Rapper teilt sich das Cockpit eines Porsche 911 GT3 Cup mit seinem langjährigen Weggefährten Tom von Löwis und Henrik Bollerselv aus Dänemark. Das Fahrzeug ist wie gewohnt in der AT-Klasse am Start und stellt unter Beweis, dass Motorsport auch nachhaltig sein kann. „Wir freuen uns darauf, diese Saison bei den 24h-Qualifiers zu eröffnen. Sie sind ein Gradmesser. Jede Runde zählt und wir sind bereit zu zeigen, was mit unseren nachhaltigen Technologien möglich ist“, sagt Smudo. Im Mittelfeld geben drei Fahrzeuge aus Asien Ihr Debüt. Subaru Tecnica International bringt wie gewohnt den Subaru WRX in der Klasse SP4T an den Start. In derselben Klasse treten zwei Elantra N1 RP von Hyundai Motorsport N an. So unterscheiden sich die Qualifiers von den übrigen NLS-RennenWährend die NLS-Renntage einem gewohnten Rhythmus folgen, setzen die ADAC 24h Qualifiers auf ein eigenständiges Format. Der vielleicht ist größte Unterschied ist die Streckenvariante. Wie auch beim 24h-Rennen wird die AMG-Arena ausgelassen. Dafür ist die Müllenbachschleife teil des Kurses. Die Streckenlänge wächst auf 25,378 Kilometer. Die längere Distanz pro Runde führt dazu, dass die Strategie unter Umständen angepasst werden muss. Der Zeitplan am Samstag ist ebenfalls nicht üblich für ein NLS-Rennen. Während das Zeittraining wie gewohnt zwischen 08:30 und 10 Uhr stattfindet, startet das Rennen erst um 17:30 Uhr und führt in die Dämmerung hinein. In der Pause zwischen Training und Rennen findet der erste Lauf der Deutschen Historischen Langstrecken-Meisterschaft statt. Das Rennen führt ab 12 Uhr über die Distanz von drei Stunden. Am Sonntag findet einmal im Jahr ein Top-Qualifying in der NLS statt. Nach dem Zeittraining (08:15 bis 09:45 Uhr) startet ab 10:40 Uhr das Top-Qualifying. Hier gehen die Top-Fahrzeuge im Einzelzeitfahren auf die Strecke und fahren die Startpositionen unter sich aus. Das zweite Vier-Stunden-Rennen startet dann um 13 Uhr. Tickets für Freitag sind bereits für 10 Euro erhältlich. Die Renntage gibt es jeweils ab 27 Euro, Wochenendtickets sind ab 45 Euro zu haben. Alle Informationen gibt es unter 24h-rennen.de. Zuschauer die nicht vor Ort sind, können das Rennen im Livestream wie gewohnt auf dem YouTube-Kanal der NLS verfolgen. Streamstart ist Samstag um 08:10 Uhr, am Sonntag um 8 Uhr.

Die F1 kehrt für Pirelli-Testfahrten an den Nürburgring zurück

15.04.2026

Der erste Tag des von Pirelli am Nürburgring organisierten Entwicklungstestprogramms begann mit einigen Einführungsrunden auf Intermediates Reifen. Da es die ganze Nacht über geregnet hatte, war die Strecke nass, obwohl sich später am Vormittag zaghaft die Sonne zeigte. Die Fahrer warteten daher ab, bis sich die Streckenbedingungen verbesserten, bevor sie das ursprünglich auf Slicks geplante Programm in Angriff nahmen. Oscar Piastri für McLaren und George Russell für Mercedes absolvierten im ersten Teil des Programms mehrere Acht-Runden-Läufe und testeten dabei eine Reihe von Konstruktionsvarianten der C3-Mischung. Die als vielversprechendsten erachteten Lösungen wurden dann am späten Nachmittag vom britischen Fahrer über längere Distanzen evaluiert, um ihr Verhalten über eine repräsentativere Laufleistung zu validieren. Ein technisches Problem hielt Piastris Auto jedoch von der Mittagspause bis fast zum Ende der Session in der Box. Die Streckentemperaturen erreichten in den sonnenexponierten Bereichen 37 °C, während die Umgebungstemperaturen nie über 15 °C stiegen. Piastri fuhr seine schnellste Runde in 1:35,096, während Russell die Uhr bei 1:33,899 stoppte. Ersterer absolvierte 65 Runden (insgesamt 335 Kilometer), letzterer 127 Runden (654 Kilometer). Morgen, am zweiten und letzten Testtag, werden Lando Norris und Kimi Antonelli am Steuer sitzen.   Foto: McLaren F1 / Mercedes-AMG F1

24h Qualifiers werden zum GT3-Gipfeltreffen

15.04.2026

Die ADAC 24h Qualifiers bieten den Fans vom 17. bis 19. April einen echten intensiven Vorgeschmack auf die 24h Nürburgring am Himmelfahrtswochenende. Auf der vorläufigen Nennliste stehen 132 Fahrzeuge, allein in der Top‑Klasse SP9 sind 37 GT3‑Autos am Start. Prominentester Pilot des Wochenendes ist erneut Formel-1-Vierfachweltmeister Max Verstappen, der im Mercedes‑AMG GT3 fährt und sich bei den beiden vierstündigen Rennen des Wochenendes noch einmal intensiv auf den Start beim Saisonhöhepunkt auf der Nordschleife vorbereiten will – den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring vom 14. bis 17. Mai. Der Niederländer muss sich dabei gegen extrem starke Konkurrenz wehren, denn die Elite der weltbesten GT3-Teams wird am Ring erwartet. Schließlich können beim 24h-Prolog zum letzten Mal Daten gesammelt und die Rennwagen auf Herz und Nieren gecheckt werden. Und auch erste Vorentscheidungen wird das Wochenende bringen. Denn im Rahmen der 24h Qualifiers werden einige Startplätze für das Top‑Qualifying der 24h vergeben – ein weiterer Grund, warum Teams hier nicht nur „testen“, sondern liefern müssen. Wer sich dieses Motorsportspektakel nicht entgehen lassen möchte, der kann sich sein Ticket ab 10 Euro (Schnupperkarte Freitag, Wochenendticket: 45 Euro) sichern. Nachdem der erste NLS-Lauf 2026 witterungsbedingt abgesagt wurde, stand der zweite Lauf ganz im Zeichen von Formel-1-Star Max Verstappen. Der Niederländer demonstrierte mit heißen Zweikämpfen und Top-Rundenzeit, wie ernst er das Abenteuer Nordschleife nimmt und wie gewissenhaft er sich auf sein Debüt bei den 24h Nürburgring vorbereitet. Zusammen mit Daniel Juncadella und Jules Gounon wurde er sogar als Sieger abgewinkt, allerdings musste das Team aus der Wertung genommen werden, weil mehr Reifensätze verwendet wurden als das Reglement erlaubt. Bei NLS3 eine Woche vor den 24h Qualifiers waren es dann drei erfahrene 24h-Teams, die das Geschehen dominierten. Schubert BMW holte den Sieg vor Porsche-Traditionsteam Manthey und einem Ford Mustang von HRT. Siegerfahrer Philipp Eng schwärmte anschließend von der „sehr hohen Qualität“ im Feld. „Das war mein erstes Rennen auf der Nordschleife seit zwei Jahren. Dass wir da gleich gewinnen können, war ziemlich cool“, freute sich der Österreicher. Bei den 24h Qualifiers werden die Belgier Charles Weerts und Ugo de Wilde im Schubert-Cockpit sitzen und sich dann erneut auch mit dem Manthey-Porsche auseinandersetzen. Der amtierende DTM-Champion Ayhancan Güven im Cockpit des grellgelben 911ers bestätigte den Eindruck des Siegers: „Ich glaube, die Konkurrenz ist in diesem Jahr besonders stark. Es war nicht einfach, einige Fahrer und Autos zu überholen.“ Er weiß zu gut, wovon er spricht: Nach Pech im Qualifying musste er sich im Rennen von Platz 16 aus durch das Feld hindurchkämpfen. „Manchmal musst Du da 20 km warten, bevor man sich am nächsten Konkurrenten vorbeikämpfen kann“, erklärte er nach dem Rennen, bei dem es allerdings auch nicht primär um das Ergebnis ging: „Oberste Priorität war, Daten zu sammeln und einen guten Test zu fahren, ohne allzu viel Risiko einzugehen“, so Güven. GT3-Gipfel in SP9: Neun Marken und prominente NamenIm stark besetzten Starterfeld reicht fast schon der Blick auf die Top-Klasse SP9 um zu verstehen, warum die 24h Qualifiers so viel Zugkraft haben: In der Nennliste stehen GT3 von Aston Martin, Audi, BMW, Ferrari, Ford, McLaren, Mercedes‑AMG, Lamborghini und Porsche – damit ist die Spitzengruppe maximal breit aufgestellt. Verstappen ist dabei nicht der einzige Name mit Strahlkraft: Mit Thomas Preining (DTM‑Champion 2023) und Mirko Bortolotti (DTM‑Champion 2024) sind zwei prägende DTM‑Titelträger der jüngsten Vergangenheit im Feld vertreten. Daneben setzt die SP‑X-Klasse Akzente: Vier Fahrzeuge sind genannt, darunter zwei HWA Evo R – optisch eine kultige Reminiszenz an die legendären DTM‑Mercedes 190 Evo und damit eines der beliebtesten Fotomotive der Fans. Apropos Kult: Auch der BMW M3 Touring 24h geht an den Start – dem Kombi mit GT3-Technik unter der Haube und exzellentem Fahrer-Line-up gehören ebenfalls die Sympathien vieler Fans. Starke Besetzung: GT4, Cup-Klassen und seriennahe Duelle sorgen für ZündstoffDie Qualität des Starterfeldes gilt bei den 24h Qualifiers nicht nur für die Spitze. In SP10 (SRO‑GT4) sind elf Fahrzeuge von vier Herstellern angekündigt. Hier duellieren sich mit BMW M4 GT4, Mercedes‑AMG GT4, Porsche 718 Cayman GT4 und Toyota GR Supra GT4 hoch attraktive Fahrzeuge. Und da es in den beiden Rennen des Wochenendes auch um wertvolle Punkte für die NLS geht, sind auch die Cup-Klassen gut besetzt. Das gilt etwa für die Porsche 911 GT3 Cup (992) und 718 Cayman GT4 Clubsport aus der Porsche Endurance Trophy, die für enge Fights und spannende Rennen bekannt sind. Bei den Serienwagen sind es die Starter der beiden „kleinen“ VT2-Kategorien, die für Furore sorgen werden – jeweils neun Fahrzeuge mit Front- / Allradantrieb (VT2 Front) bzw. Hecktriebler (VT2 Heck) sind hier gemeldet. Für viele verkörpern gerade sie den echten Spirit der 24h und sind die Seele im bunten Multiclass-Feld auf der Nordschleife. Zehn Nennungen liegen in der BMW M240i-Klasse vor, die damit die stärkste der drei sortenreinen Rennklassen für die Tourenwagen aus München sein wird. Es riecht nach 24h: zwei Rennen und eine historische PremiereDen Auftakt zum Rennwochenende gibt es bereits am Freitagmittag bei den Test- und Einstellfahrten zu den 24h Qualifiers. Nachmittags folgt dann das Qualifying der DHLM, die damit zum ersten Mal auf der Rennstrecke zu sehen ist: Die Serie tritt bei den 24h die Nachfolge des bisherigen 24h-Classic-Rennens an und ist über den Winter zu einem echten historischen Championat geworden, bei dem es um den offiziellen Titel des Deutschen Historischen Langstrecken-Meisters geht. 108 Teams haben ihre Nennung für diesen ersten Lauf abgegeben, der am Samstagvormittag ab 12:00 Uhr für drei Stunden Action sorgt. Das ist eine perfekte Einstimmung auf das erste der beiden Vierstundenrennen, die den sportlichen Kern des Wochenendes bieten. Gewertet als NLS‑Läufe vier und fünf geht es natürlich vor allem um die intensive Vorbereitung auf die 24h. Dazu zählt die Gelegenheit, im ersten Heat am Samstag (ab 17:30 Uhr) in die Abenddämmerung hineinzufahren. Rennen 2 am Sonntag (Start 13:00 Uhr) wird eingeleitet von einem Top-Qualifying, bei dem der Fight um die Pole im Einzelzeitfahren ausgetragen wird. Jeweils morgens stehen außerdem die 90-minütigen Qualifyings auf dem Zeitplan (Samstag ab 8:30 Uhr, Sonntag ab 8:15 Uhr). Tickets sind im Vorverkauf erhältlich; das Schnupperticket für Freitag ist für 10,00 Euro zu haben, das Wochenendticket (Freitag bis Sonntag) liegt bei 45,00 Euro. 

Nürburgring lädt Ende April zum Motorrad-Saisonauftakt „Anlassen“ ein

14.04.2026

Es ist eine der größten Zweirad-Zusammenkünfte Europas – und sie findet ihren Höhepunkt mit einem emotionalen Korso über die Nordschleife: „Anlassen“ am Nürburgring. Am Sonntag, 26. April 2026, verwandelt sich die Eifel wieder zum Mittelpunkt der Motorradszene, wenn tausende Biker gemeinsam die neue Saison willkommen heißen. Das Event verbindet Benzingespräche und PS-Action im Fahrerlager mit Momenten der Besinnung und beweist dabei traditionell viel Herz für soziale Projekte – und das bei freiem Eintritt für alle Besucher. Wo gewöhnlich bei den Motorsport-Events die Teamtrucks das Bild prägen oder zu Rock am Ring die Besucher feiern, sieht das Grand-Prix-Fahrerlager des Nürburgrings zu „Anlassen“ völlig anders aus. Tausende Zweiradfahrer aus dem In- und Ausland kommen hier an jenem Sonntag zusammen. Im vergangenen Jahr kamen 42.000 und verwandelten das Fahrerlager und weite Teile der Grand-Prix-Strecke in ein beeindruckendes Motorrad-Meer. Es ist diese einzigartige Mischung aus dem Duft von Benzin, der Vorfreude auf die ersten Kurven des Jahres und dem tiefen Gemeinschaftsgefühl einer Community, die den Nürburgring an diesem Tag in eine ganz eigene Welt taucht. Action im Fahrerlager: Von Trial-Akrobatik bis zur Safety-DemoBereits ab 08:00 Uhr öffnen sich die Tore zum Fahrerlager, bevor um 10:00 Uhr das offizielle Rahmenprogramm Fahrt aufnimmt. In diesem Jahr dürfen sich die Fans auf eine Premiere freuen: Der AAC Bad Neuenahr präsentiert erstmals eine spektakuläre Trial-Show, bei der die Fahrer die Gesetze der Schwerkraft herauszufordern scheinen. Starker Partner an der Seite der Biker ist erneut POLO Motorrad. Neben dem beliebten Leistungsprüfstand und einer Helmputzaktion sorgt das Unternehmen gemeinsam mit der Motorradstaffel des Polizeipräsidiums Koblenz für wichtige Impulse beim Thema Sicherheit. In Safety-Demos wird praxisnah gezeigt, worauf es zum Saisonstart ankommt. Wer selbst das Gefühl für die Ideallinie schärfen möchte, kann beim Doc Scholl Fahrertraining und dem ADAC vorbeischauen oder sich direkt für die „ADAC Road Racing Academy“ (Teilnahme: 50 Euro; für Kinder von 6 bis 14 Jahren) anmelden. Für die jüngeren oder junggebliebenen Fans wartet zudem der POLO Pit Bike Parcours auf dem Hubschrauberlandeplatz. Namhafte Aussteller wie Öhlins präsentieren vor Ort ihre neuesten Produkte und stehen für den fachlichen Austausch bereit. Eigener Fahrspaß: Geführt über die Grand-Prix-Strecke Für alle, die nicht nur schauen, sondern selbst fahren wollen, bietet der Dortmunder Motorsport-Club (DMC) geführte Ausfahrten auf der Sprintstrecke an. Für das leibliche Wohl sorgt an dem Tag ein vielfältiger Streetfood-Court, musikalisch begleitet von der Band „der nächste bitte“. Abseits der Action öffnet das Nürburgring Medical Center seine Türen für Einblicke hinter die Kulissen der Notfallmedizin an einer Rennstrecke. Gleichzeitig lädt das DRK-Blutspendemobil und das Typisierungsmobil der Stefan-Morsch-Stiftung dazu ein, zum Lebensretter zu werden. Die emotionalen Höhepunkte bilden den Abschluss des Tages: Um 14:30 Uhr findet der ökumenische Gottesdienst mit Pastor Klaus Kohnz und Andrea Thon-Stein statt – ein Moment des Innehaltens, um für eine unfallfreie Saison zu beten. Punkt 15:30 Uhr folgt der Programmpunkt, der immer wieder aufs Neue für Gänsehaut sorgt: Der Korso über die 20,832 Kilometer der Nordschleife. In gemütlichem Tempo fahren die Besucher von „Anlassen“ eine Runde durch die Grüne Hölle – und geben dabei ein beeindruckendes Bild ab. Ausblick: Weitere Zweirad-Höhepunkte am Nürburgring Wer nach dem „Anlassen“ auf den Geschmack gekommen ist, darf sich auf einen Zweirad-Sommer am Ring freuen. Bereits am 09. Mai 2026 verspricht die Bike Force im Rahmen der Low Scty PS Arena als größte Stuntbike Competition Europas richtig Action. Nur wenig später, vom 21. bis 24. Mai, steht das ADAC / DMC Reinoldus Race Weekend ganz im Zeichen des Breitensports auf der Rennstrecke. Ein besonderes Highlight für Nostalgiker wartet beim BELMOT Oldtimer-Grand-Prix (07. bis 09. August): Hier wird Nordschleifen-Rekordhalter Helmut Dähne als Gast erwartet, der zudem seine siegreiche BMW R90S aus der legendären TT-Saison 1976 präsentiert. Den historischen Faden nimmt auch der Kölner Kurs am 22. und 23. August auf, bevor mit der EURO MOTO – bislang bekannt als IDM – vom 04. bis 06. September das große Rennwochenende die Zweiradsaison am Nürburgring abrundet.

Hoher Aufwand für hohe Chancengleichheit

09.04.2026

Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring erfahren in diesem Jahr einen spektakulären Andrang. Nicht nur Fans aus der ganzen Welt wollen bei dem legendären Langstreckenrennen vor Ort sein, sondern auch immer mehr internationale Teams. Die hohe Nachfrage sorgt auch für eine große Herstellervielfalt: Mit Aston Martin, Audi, BMW, Ferrari, Ford, Lamborghini, McLaren, Mercedes-AMG und Porsche werden voraussichtlich neun verschiedene Marken alleine in der Top-Klasse SP9 vertreten sein. Dazu kommen auch noch acht verschiedene Reifenhersteller! Eine wohl einmalige Kombination im aktuellen internationalen Motorsport. Doch für den ADAC Nordrhein als Veranstalter bedeutet das auch jede Menge Arbeit. Schließlich sollen die Fans spannenden, engen und ausgeglichenen Motorsport auf der schönsten Rennstrecke der Welt erleben. Dafür arbeiten der Veranstalter und der Technikausschuss im Hintergrund an der perfekten Balance der technischen Parameter. Transparenz statt TaktikspielchenAuch bei den 24h Nürburgring versuchen Teams und Hersteller naturgemäß, ihre wahre Leistungsfähigkeit möglichst lange zu verbergen. Um das echte Potenzial der Boliden zu kennen, wurde deshalb eine Technikkommission eingerichtet. „Die besteht aus vier Personen“, erklärt Rennleiter Walter Hornung, „und kann inzwischen auf eine jahrelange Erfahrung und viele Daten zurückgreifen. Auch beim vergangenen NLS-Rennen konnten wieder Daten gesammelt und mit bestehenden abgeglichen werden.“ Der Kommission steht ein breites Arsenal an Maßnahmen zur Verfügung. Ein zentrales Werkzeug ist die Balance of Performance (BoP). Denn die Fahrzeugkonzepte der Supersportwagen an der Spitze des Feldes sind höchst unterschiedlich: Front-, Mittel- und Heckmotoren sind am Start, ein Drei-Liter-Turbo soll ebenso um den Sieg kämpfen wie ein Vier-Liter-Boxermotor oder ein 6,3-Liter-Hubraum-Monster. Die BoP ermöglicht es, die Leistung der unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte durch technische Parameter anzugleichen. Weiterhin gibt es das Musterreifen-Prozedere, das die Kosten und Performanceunterschiede im Bereich der Reifen unter Kontrolle halten soll. Weitere Maßnahmen im Vorfeld des Saisonhighlights sollen Taktikspielchen bei den Rundenzeiten verhindern. Die virtuelle Ideallinie: Keine Chance für TaktiererDa die 24h Nürburgring heute eher einem langen Sprintrennen gleichen, hat die Startposition eine höhere Priorität als früher. Deswegen versuchen die Teams alles, um ins entscheidende dritte Top Qualifying zu kommen, in dem die vordersten Startplätze vergeben werden. Einen Teil der Startplätze können sich die Teams vorab bei der NLS und den 24h Qualifiers sichern. Das verringert den Druck auf Fahrer und Team. Um auch hierbei Taktikspielchen zu unterbinden, nutzt der Veranstalter eine sektorbasierte Analyse. Die Rennstrecke ist dafür in zahlreiche Abschnitte unterteilt. Statt nur die Zeit einer gesamten Runde zu werten, werden die theoretisch besten Sektorzeiten (auch aus unterschiedlichen Runden) kombiniert. Nimmt also ein Fahrer in einem Sektor absichtlich Gas weg, um seine Zeit zu verschlechtern, entlarvt ihn die Bestzeit aus einer anderen Runde. So lässt sich die wahre Performance eines Autos nicht mehr so leicht verstecken. „Es ist schon ein gewisses Katz- und Mausspiel“, so Hornung weiter. „Die Hersteller verfügen über eine wahre Armada an Ingenieuren, denen die Technikkommission auf die Schliche kommen soll.“ Technische Stellschrauben für mehr BalanceDie Technikkommission kann an verschiedene Stellschrauben drehen, um einen ausgeglichenen Kampf zwischen den Herstellern und Fahrzeugen herzustellen. Die Balance of Performance (BoP) bietet die Möglichkeit, performancerelevante Parameter zu ändern. Dazu gehören unter anderem: das Fahrzeugmindest-gewicht, Luftmengen- und Ladedruckbegrenzung, das maximal zulässige Kraftstoffvolumen, Veränderung aerodynamischer Hilfsmittel und damit verbunden auch Bodenfreiheit, Mindestfahrhöhe, Anstellwinkel und nicht zuletzt die Boxenzeit und die Stintlänge. Der Rennleiter hat die Möglichkeit – in Abstimmung mit den Sportkommissaren notfalls auch während der Veranstaltung – Änderungen an diesen Parametern vorzunehmen. Bei diesen kurzfristigen Anpassungen werden häufig das Mindestgewicht und der Ladedruck geändert, da dies für die betroffenen Teams am schnellsten umsetzbar ist. Das Musterreifen-Prozedere für besseren ÜberblickBis 2017 führten die Hersteller einen wahren „Reifenkrieg“ mit unzähligen Spezialmischungen. Das ließ nicht nur die Kosten explodieren, sondern machte eine BoP fast unmöglich, da die unterschiedlichen Reifen zu starke Auswirkungen auf die Performance des Fahrzeuges hatten. Das heute geltende Musterreifenprozedere sieht deshalb klare Regeln vor: Die Hersteller müssen Referenzreifen beim ADAC Nordrhein e. V. hinterlegen, die als Vergleichsobjekte für chemische Analysen dienen. Pro Fahrzeugmodell ist in diesem Jahr die Reifenauswahl für 24h Nürburgring und die NLS-Läufe inklusive der 24h Qualifiers auf nur vier Spezifikationen (Mischungen) limitiert. Neue Hersteller oder Fahrzeughomologationen erhalten als „Starthilfe“ die Chance, zusätzliche Spezifikationen zu benennen. Vor jeder Veranstaltung müssen von diesen drei Spezifikationen nominiert werden, die dann verwendet werden dürfen. Der Tausch einer Spezifikation ist während einer Veranstaltung ausgeschlossen. Auch die Zahl der insgesamt eingesetzten Slicks ist begrenzt. Für die 24h Qualifiers liegt sie bei 48 Reifen (maximal 24 Stück je Rennen), für die 24h Nürburgring dürfen bis zu 116 Slicks pro Fahrzeug verwendet werden. Maßnahmen greifen bereits im VorfeldDass diese Maßnahmen funktionieren, zeigte der zweite NLS-Lauf Ende März. Hier platzierten sich sechs verschiedene Marken in den Top 10 – abzüglich eines Mercedes-AMG GT3, der nachträglich disqualifiziert wurde: Das Team hatte einen Reifensatz mehr genutzt als in der NLS zugelassen. „Die Rennergebnisse der vergangenen Jahre sprechen für sich“, lobt Rennleiter Hornung die Arbeit der Technikkommission. „Auch nach rund 4.000 Kilometern Renndistanz sind am Ende der 24 Stunden meist noch mehrere Fahrzeughersteller in einer Runde – eine Dominanz einer Marke gibt es nicht. So konnten wir im vergangenen Jahr etwa auch noch am Sonntagvormittag einen engen Kampf an der Spitze sehen.“ Die Fans können sich also darauf verlassen, dass sie vom 14. bis 17. Mai 2026 ein spektakuläres Wochenende erleben werden.